Menschen mit Behinderungen im Museum - (k)eine Selbstverständlichkeit

AutorIn: Andreas Hinz
Textsorte: Zeitschrift
Releaseinfo: erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft 25, Heft 2-3, 35-44
Copyright: © Andreas Hinz 2002

1.Veränderungen und Umbrüche im Bild von Menschen mit Behinderungen

Etwa seit 25 Jahren findet in Behindertenpolitik und Behindertenhilfe eine Diskussion um einen Paradigmenwechsel statt. Manche meinen, er habe stattgefunden, andere sagen, er fange gerade an, wiederum andere finden, er werde dringend gebraucht und ganz andere bauen schon allein gegen diesen Begriff Abwehrhaltungen auf. Ein Paradigmenwechsel bezeichnet dabei einen sehr grundsätzlichen Wandel von einem Verständnis eines Gebietes zu einem anderen. Beispielhaft wird hierfür immer wieder der Wandel von der Überzeugung genannt, die Erde sei eine Scheibe, zu der, dass sie eine Kugel sei. Dies geht nicht innerhalb kurzer Zeit, sondern ist ein langwieriger, von Widersprüchen und Auseinandersetzungen geprägter Prozess (vgl. ALBRECHT, HINZ & MOSER 2000).

1.1 Aspekte des Paradigmenwechsels

Im Feld der Behindertenhilfe geht es um eine Vielzahl von Wandlungsprozessen, von denen einige im Folgenden kurz skizziert werden:

Von 'Behinderten', die - in substantivierter Form - vor allem aus ihrer Behinderung zu bestehen scheinen, geht der Trend zum Verständnis von Menschen, die neben vielem anderen auch mit Behinderungen konfrontiert sind. Dachten wir früher, jemand ist behindert, so sehen wir heute wesentlich deutlicher, dass jemand behindert wird. Eine Initiativgruppe von Menschen mit Lernschwierigkeiten - den Begriff 'geistig behindert' lehnt sie als diskriminierend ab - hat genau dies im Blick, wenn sie sich "People First" nennt: Zunächst sind wir Menschen, alles andere ist sekundär.

Wir haben es mit einem Weg zu tun von einem Verständnis, dem zufolge Menschen mit Behinderungen bisher vor allem als zu beschützende und zu betreuende Objekte (Sorgenkinder, Schützlinge, ...) wahrgenommen und entsprechend behandelt worden sind, zu einem Verständnis von selbstbestimmten Subjekten, die selbstverständlich eigene Interessen artikulieren, selbst entscheiden und ihre Angelegenheiten für sich selbst regeln können.

Die Sicht des Menschen mit Behinderung vorwiegend als Betreuungsfall, vielleicht auch Versorgungs- oder Pflegefall wandelt sich zur seiner Wahrnehmung als gleichgestellter Bürger, der in verschiedenen Bereichen vielleicht Assistenz benötigt, nicht aber Betreuung und Förderung. Dies bedeutet einen radikalen Bruch mit den bisher üblichen Hierarchien, bei denen nicht behinderte Menschen immer wieder stellvertretend - wenn auch vielleicht gut gemeint - für Menschen mit Behinderung entscheiden und sie damit entmündigen.

Der Paradigmenwechsel geht einher mit einem Wechsel des Verständnisses von Behinderung. Das bisher dominierende medizinischen Modell, verbunden mit Begriffen wie Syndrom, Pathologie, Schädigung, Schwachsinn und ähnlichem, tritt zurück zugunsten eines sozialen Modells von Behinderung. Bei ihm stehen Aspekte wie Zuschreibungen durch andere, das Stigma als zugewiesenes Merkmal durch die Umgebung, Vorurteile in der Gesellschaft und anderes in den Vordergrund. So wird etwa das Schulversagen nicht mehr ausschließlich als Versagen des Schülers, sondern zumindest ebenso als Versagen der Schule gesehen, die durch ihre Strukturen und die mangelhafte Passung zwischen kindlichen Bedürfnissen und ihren Angeboten Behinderung produziert. Wir müssen sehen, dass das Verständnis, mit dem wir Menschen betrachten, Folgen für ihre Entwicklung haben wird - im Sinne der 'selffullfilling prophecy': Wird jemandem oft genug signalisiert, dass er unfähig, frech, dumm, faul und inkompetent sei, wird er dieses Bild zunehmend auch selbst übernehmen und zumindest ein Stück weit unfähig, frech, dumm, faul und inkompetent werden.

Wir haben es jedoch nicht nur mit veränderten Sichtweisen, sondern auch mit veränderten Realitäten zu tun. Menschen mit Behinderungen sind traditionellerweise auf eine 'Sonderbiographie' festgelegt: Sie gehen in Sonderkindertagesstätten, wechseln zu Sonderschulen, arbeiten später auf dem Sonderarbeitsmarkt, etwa in einer Werkstatt für Behinderte, wohnen 'natürlich' im besonderen Wohnheim für Behinderte, und mit der früher üblichen Beerdigung auf dem Sonderfriedhof der Anstalt ist das Ziel der Integration dann endgültig verfehlt worden. Das Leben hat weitgehend getrennt von üblichen gesellschaftlichen Lebensräumen, häufig in entmündigenden 'totalen Institutionen' (so der Soziologe GOFFMAN 1975) stattgefunden. Heute kommt es in höherem Maße zu einer 'Normalbiographie': Menschen mit Behinderungen - auch mit Lernbeeinträchtigungen - besuchen gemeinsam mit den Kindern der Nachbarschaft den integrativen Kindergarten, gehen in die allgemeine Schule, finden später Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, wobei sie von Arbeitsassistenz unterstützt werden, sie leben in der eigenen Wohnung, haben vielleicht auch dort Wohnassistenz. Sie leben in der Gemeinde, im Stadtteil, nehmen - vielleicht anfänglich mit Hilfe von Freizeitassistenz - an Angeboten von Vereinen teil, besuchen Kurse in der Volkshochschule und vieles mehr. Und sie besuchen natürlich auch Museen.

Die Basis für all diese Veränderungsprozesse sehe ich in einem Verlassen der traditionellen Alltagstheorie der Andersartigkeit, die sehr schnell mit Minderwertigkeit verbunden wird - Menschen mit Behinderung sind so anders, haben so andere Bedürfnisse, brauchen eine so andere 'Behandlung', dass Gemeinsamkeit kaum entstehen kann und sie in separaten Institutionen besser aufgehoben scheinen. Dieses traditionelle Alltagsverständnis, das sich im Dritten Reich tödlich zuspitzte, wird abgelöst von einem dialektischen Verständnis von Gleichheit und Differenz aller Menschen. Alle Menschen sind gleich in ihren Grundrechten, in grundlegenden personalen und sozialen Bedürfnissen und in vielem anderen mehr, und gleichzeitig sind alle Menschen einzigartige, unverwechselbare Unikate, die sich in ebenso vielen Aspekten individuell unterscheiden: Fähigkeiten, Interessen, Vorlieben, gesellschaftliche Orientierungen, Sichtweisen, Begrenztheiten, persönlichen Stil und anderes mehr. Dies tun sie in vielerlei Dimensionen, etwa was ihre Fähigkeiten und Unfähigkeiten angeht, was ihren sprachlich-kulturell-ethnischen Hintergrund betrifft oder bezogen auf ihre Lebensgestaltung als Frau oder Mann. Und diese Unterschiede sind kein Anlass zu unterschiedlicher Wertschätzung, sondern werden verstanden als "egalitäre Differenz" (PRENGEL). In der Pädagogik wird dieser Ansatz als Pädagogik der Vielfalt in Gemeinsamkeit bezeichnet (vgl. HINZ 1993, 1998, PRENGEL 1993, 1999, PREUSS-LAUSITZ 1993). Bei einem solchen Verständnis einer Dialektik von Gleichheit und Differenz kann man dann auch die Menschheit nicht mehr in zwei Gruppen teilen und voneinander abgrenzen - in behinderte und nichtbehinderte Menschen.

1.2 Aktuelle gesellschaftliche Widersprüche

Heute leben wir in einer Situation mit gesellschaftlich äußerst gegenläufigen Tendenzen. Von daher ist es um so bedeutsamer, sich bewusst zu machen, in welchem Spannungsfeld wir uns bewegen und welche Tendenzen wir mit eigenem Handeln bestärken.

Einerseits findet sich eine - gesellschaftlich dominierende - Tendenz zur Illusion einer gen-technologischen Möglichkeit der 'Befreiung von Behinderung und Leid' durch pränatale Diagnostik, Biotechnologie, Sterbe'hilfe' und andere neue medizintechnische Verfahren. 'Behinderung ist doch heute nicht mehr nötig', 'das ist doch vermeidbar' - mit solchen Argumentationen wird die gesellschaftliche Zuständigkeit abgewehrt und zur individuellen Verantwortung, wenn nicht sogar zur Fahrlässigkeit von Eltern umdefiniert.

Andererseits finden wir eine Tendenz zu deutlich mehr Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Im Sinne einer Bürgerrechtsbewegung fordern Menschen mit Behinderungen ihre Gleichstellung ein, und sie sind dabei durchaus erfolgreich. Die Ergänzung des Grundgesetzes Artikel 3.3 Satz 2: "Niemand darf aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden", die Vorlage von Antidiskriminierungs- bzw. Gleichstellungsgesetzen im Bundestag und im Landtag von Sachsen-Anhalt im Herbst 2001 sind deutliche Beispiele dafür.

Auch findet sich gesetzlich wie real eine stärkere Tendenz zur gemeinsamen Nutzung von Institutionen und Diensten (vgl. EBERWEIN 1999, HILDESCHMIDT & SCHNELL 1998): integrative Formen der Frühförderung (vgl. WILKEN 1999), gemeinsame Erziehung im Kindergarten (vgl. HEIMLICH 1995), gemeinsamer Unterricht in der Schule (vgl. ROSENBERGER 1998, PREUSS-LAUSITZ & MAIKOWSKI 1998), integrative Angebote in der Freizeit (vgl. MARKOWETZ & CLOERKES 2000) und in der Erwachsenenbildung (vgl. LINDMEIER u.a. 2000), unterstützte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit Arbeitsassistenz (vgl. ZEITSCHRIFT IMPULSE 1996ff., BARLSEN & HOHMEIER 2001, HINZ & BOBAN 2001), integratives Wohnen, Teilhabe am Leben in der Stadt (vgl. V. LÜPKE 1994), in der Kommune, in der Gemeinde (vgl. V. KRIEGSTEIN 1998) - all dies ist unterschiedlich weit entwickelt in den verschiedenen Lebensbereichen und in den verschiedenen Bundesländern (z.B. hat Sachsen-Anhalt nach einer Statistik der Kultusministerkonferenz einen dreimal so hohen Anteil von SonderschülerInnen wie das Saarland). Gleichwohl müssen wir auch sehen, dass wir es (in Anlehnung an eine Werbung für Brotaufstrich) mit einem inflationären Gebrauch des Integrationsbegriffs zu tun haben: 'Nicht überall wo Integration draufsteht, ist auch Integration drin.' Mir drängt sich der Eindruck auf, dass mitunter das Wort 'integrativ' zum Synonym für 'gut' zu werden droht.

1.3 Zunehmende Partizipation am kulturellen Leben

Blicken wir allgemein auf die Kultur, so finden wir auch hier einen bemerkenswerten Aufschwung bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in vielen Bereichen. Dieses können einige Beispiele belegen.

In der Musik finden sich immer häufiger integrative Bands, etwa Station 17, die kürzlich einen Auftritt im Thalia-Theater am Markt in Halle hatte und deren Videoclips mitunter auf VIVA 2 laufen - und das ohne die Meldung: "Achtung! Behindertenband! Sozial besonders wertvoll!"

In der Schauspielerei macht seit einigen Jahren Bobby Brederlow Furore, ein junger Mann mit Down-Syndrom, der mit Senta Berger und anderen in dem bekannten TV-Vierteiler "Liebe und andere Katastrophen" mitspielte. Der Lindenstraße wurde gerade der "Bobby" verliehen dafür, dass dort im Drehbuch eine junge Frau nach vorgeburtlicher Diagnostik trotzdem ein Kind mit Down-Syndrom bekam. Auch der Kinofilm "Am achten Tag" ist hier zu nennen, der in Cannes mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnet wurde und dessen einer Hauptdarsteller ein junger Belgier mit Down-Syndrom ist. Dass der junge Mann sich jedoch am Ende umbringt, ist im Hinblick auf hierin implizit enthaltene Botschaften kritisch zu hinterfragen. Als weiteres Beispiel kann die integrative Theatergruppe Klabauter genannt werden, die im Dezember 2001 im Thalia-Theater am Markt in Halle den "Sturm" von Shakespeare und eine Seifenoper aufführt, u.a. mit einer Schauspielerin, die im Rollstuhl sitzt, keine aktive verbale Sprache hat, gewickelt und gefüttert wird - dies ist eine kulturelle Herausforderung und Weiterentwicklung zugleich (vgl. hierzu HINZ 1999, WILKEN-DAPPER 2000).

Manche Aktivitäten sind auch umstritten, zumal in der Werbung: So enthält der Katalog "die sonnenblumen" der Firma UNITED COLORS OF BENETTON (1998) einerseits eine ganze Reihe faszinierend schöner Bilder, kombiniert allerdings mit Texten, in denen die Philosophie von der Andersartigkeit von Menschen mit Behinderungen extrem propagiert wird. Der Naturtextilienhersteller Hess wirbt aktiv mit seinem finanziellen Engagement für den integrativen Circus Mignon in Hamburg und wählt den Zirkus als Kulisse für seinen Katalog; allerdings werden seine Produkte von Fotomodellen und nicht etwa von Zirkuskindern präsentiert. Manche Werbung enthält auch doppelbödige Botschaften, etwa wenn bei der Werbung für die ARD-Fernsehlotterie Menschen mit Behinderungen Hauptgewinne überbringen und sich die skeptische Reserviertheit der Gewinner erst durch den Anblick des Geldes in euphorische Umarmung verwandelt. Dies kann man auch so verstehen: "Hast Du viel Geld im Koffer, wirst Du auch als Mensch mit Behinderung gern begrüßt." - Und welche Botschaft kann im Umkehrschluss dem Bonbon-Slogan entnommen werden: "Die Welt ist schön für gesunde Kinder - nimm zwei!"? Das erinnert an den Satz: "Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam."

1.4 Integration und Inclusion

In den USA gibt es bereits seit Beginn der 90er Jahre ein Gleichstellungsgesetz, dort ist man ein ganzes Stück weiter auf diesem Weg: Wer Menschen mit Behinderung nicht Zugang er-möglicht und Assistenz bietet, macht sich strafbar, wird sehr schnell zu Geldstrafen verurteilt oder verliert die Betriebsgenehmigung. Es ist nicht gefordert, dass alle Restaurants eine Speisekarte in Blindenschrift haben, als Service aber muss sie bei Bedarf vorgelesen werden.

Dort wird Integration inzwischen auch kritisch diskutiert, da sie in der Praxis häufig zu einer lediglich institutionellen Zuordnung entwickelt hat (Integration in die Schule, in den Kindergarten, in das Museum, ...), aber die sozialen und emotionalen Prozesse dort wenig im Blick waren (Integration in der Schule, im Kindergarten, im Museum, ...). Im englischsprachigen Raum wird von manchen inzwischen dem Begriff der Inclusion der Vorzug gegeben. Gemeint ist damit das Inbegriffen-Sein und Sich-Inbegriffen-Fühlen, ein Ansatz, der alle Menschen willkommen heißt (vgl. HINZ 2000). Es müssen dann keine speziellen Menschen mehr extra von anderen von draußen hereingeholt, also 'integriert' werden, etwa durch eine provisorische Holzrampe am Hintereingang mit Extraklingel, sondern es ist selbstverständlich, dass das Drinnen von vornherein auf alle Menschen ausgerichtet und von vornherein ein barrierefreier Zugang für alle vorhanden ist. Allerdings ist das Dabei- oder Drinsein noch nicht alles, denn "Inclusion means with - not just in" (FOREST u.a. 2000, 3). Erst das zu entwickelnde Miteinander nach dem strukturell ermöglichten In-einer-Situation-Sein macht inklusive Qualität aus.

Im englischen Sprachraum gibt es darüber hinaus einen Ansatz, der auch für unser Thema interessant ist und unter dem Begriff "diversity management" zunehmend Ausbreitung findet. Firmen reflektieren ihr - auch werbewirksames - Potential, ein Qualitätskriterium zu entwickeln, das darauf abhebt, in welchem Maße sie auf die Unterschiedlichkeit von Menschen, also von Kundengruppen, einzugehen. Dabei rückt stärker ins Bewusstsein, dass Menschen mit Behinderungen und ihr Umfeld ein Käufer- oder Nutzerpotential sind. In diesen Zusammenhang ist auch die seit einiger Zeit gesendete Werbung für Fertiggerichte einzuordnen, bei der ein homosexuelles Paar auftritt - auch dies ist ein Personenkreis, dem gegenüber sich ein gesellschaftlicher Wandel vollzieht und der, wie die Wirtschaft erkennt, ebenfalls ein erhebliches Konsumpotential darstellt.

2. Zielsetzungen - alle Menschen willkommen heißen

Aus meiner Sicht als Integrationspädagoge sind es vor allem drei verschiedene Ebenen, deren Aspekte für Integration im Museum bedeutsam sind.

2.1 Barrieren überwinden - allgemeine Zugänglichkeit schaffen

Hier geht es um äußere Hindernisse, die es Menschen mit Behinderungen unmöglich machen, Konsumenten musealer Kultur zu werden: Treppen, schmale Türen und Gänge, Drehkreuze, eine unpassende Höhe bei der Präsentation von Gegenständen und Texten, fehlende Hinweise in Blindenschrift, die Erreichbarkeit von Toiletten und anderes mehr. Zum großen Teil sind es die gleichen Probleme, die sich für ältere Menschen oder für Kinder ergeben. Herr Hoffmann geht weiter auf diesen Bereich ein. Ein gutes Museum ist ein barrierefreies Museum.

2.2 Wahrnehmungsmöglichkeiten bieten - individuelle Zugangsmöglichkeiten schaffen

Mit dieser Zielsetzung ist gemeint, innere Hindernisse zu überwinden, die es Menschen mit Behinderungen unmöglich machen, Konsumenten musealer Kultur zu werden, indem sie sich mit Inhalten auseinandersetzen können. So wäre es zum einen für Menschen mit Lernschwierigkeiten wie für nicht ganz so intensiv interessierte Menschen - wiederum ein Beispiel für Synergieeffekte - sinnvoll, Inhalte in einfacher Sprache zu präsentieren. Die Initiative 'Wir vertreten uns selbst' der Gruppe 'People first' hat eine Reihe von Schriften entwickelt, die auch schwierige Sachverhalte in einfache Sprache übersetzen. Zum zweiten ist hier zu nennen, dass Präsentation sich nicht nur auf das Sehen und ggf. auf das Hören beschränken sollte. Museen haben einen Bildungsauftrag, und das bedeutet Auseinandersetzung und somit Lernen. Der Begriff 'Lernen' umfasst deutlich mehr als das Sehen und Hören, wenngleich selbst Schulen häufig dessen Monokultur betreiben. Wenn wir uns fragen, wie Lernen funktioniert, kommen wir auf viele Wege und Möglichkeiten: das Fühlen, das Riechen, das Schmecken, das Begreifen über das Greifen - all jene Aktivitäten, die gemeinhin von museumspädagogischen Diensten für Kinder geplant werden, die aber allen Menschen für nachhaltiges Lernen gut tun.

Besonders bedeutsam sind dabei die Emotionen, die mit Gegenständen, Bildern und Texten verbunden sein können. Bei der Ausstellung des Hygienemuseums ging es mir selbst so bei einem zu allen Seiten hin geschlossenen Gitterbett aus Naturholz, das erst vor wenigen Jahren produziert wurde und den Namen SAVI, eine Abkürzung von 'Savoir Vivre' trug - ein Euphemismus, der mir direkt in den Magen fuhr, in der Ausstellung aber ohne kritischen Kommentar blieb. Insofern sind nicht nur die Köpfe der BesucherInnen, also die kognitiven Zugänge, sondern auch ihre emotionalen Zugänge, also ihre Bäuche wichtig.

Vor diesem Hintergrund ist es unabdingbar notwendig, dass die Museumspädagogik in die Planung von Ausstellungen einbezogen ist und nicht im Nachhinein einen Annex pädagogischer Vermittlung zu bewerkstelligen hat. Ein gutes Museum ist ein multisensorisches Museum, ein Museum "mit allen Sinnen" und für alle Sinne, das die wahrnehmungsmäßigen und emotionalen Potentiale von Präsentationen reflektiert und nicht nur auf wissenschaftliche und politische Korrektheit achtet.

2.3 Darstellung von Menschen - unbedingte Zugehörigkeit schaffen

Dargestellter Gegenstand von Museen sollte nicht nur der 'Normalmensch', der 'Hochkulturmensch' oder der 'exotische Mensch' sein, vielleicht auch noch der 'Sondermensch' im Rahmen von Sonderausstellungen - dies gilt ebenso auch für Werke und Produkte, ihre Lebensumstände und mehr. Das Ziel ist die Darstellung von menschlicher Vielfalt in sozialer Kohäsion, wie die Soziologen sagen, also mit sozialem Zusammenhalt. Die Grundlage hierfür bildet die o.g. Dialektik von Gleichheit und Differenz.

Dies bedeutet auch, Chancen für Menschen mit Behinderungen einzuräumen, repräsentiert und präsent zu sein: als Kulturproduzenten, die oder deren Ergebnisse ausgestellt werden, und als Mitarbeiter des Museums. Für die Mitarbeit gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, sei es im Foyer, in der Cafeteria, im Museumsshop, im Garderobenbereich oder bei Führungen. Das Museum der Arbeit in Hamburg ist meines Wissens das erste Museum, das über einen Kooperationsvertrag mit einer Werkstatt für Behinderte die gesamte Bewirtung und Aufsicht durch Menschen mit Behinderungen realisiert. Die behinderten Mitarbeiter haben als Außengruppe der Werkstatt ihre Arbeitsplätze dauerhaft im Museum, jedoch auch nach wie vor nur den geringen Verdienst der Werkstatt. Als andere Möglichkeit ist die Einrichtung einzelner Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu sehen, bei der Integrationsfachdienste, die seit kurzem bundesweit bei jedem Arbeitsamt zu finden sind, als BeraterInnen fungieren (nach dem Sozialgesetzbuch IX). Sie helfen dabei, sinnvolle Zuschnitte von Arbeitsplätzen zu entwickeln, 'erfinden' also Arbeitsplätze, informieren über finanzielle Förderungsmöglichkeiten durch die Integrationsämter (bisherige Hauptfürsorgestellen), arbeiten - je nach finanzieller Ausstattung - MitarbeiterInnen mit Unterstützungsbedarf am Arbeitsplatz ein und stehen weiterhin zur Beratung bereit. Gerade im Bereich der Beschäftigung hat sich - bei allen kritisch zu reflektierenden Interessen des Staates, Geld zu sparen - in den letzten zehn Jahren eine Entwicklung vollzogen, die die Chancen für integrative Möglichkeiten deutlich erhöht hat. Menschen mit Behinderungen sind heute sicherlich immer noch vielfach Zuwendungsempfänger, aber sie sind auch in höherem Maß Steuerzahler - und das hat Bedeutung nicht nur in finanzieller und volkswirtschaftlicher, sondern auch in persönlicher und psychologischer Hinsicht sowie nicht zuletzt in ihrer veränderten Rolle im gesellschaftlichen Leben.

3. Das Beispiel "Der (im-)perfekte Mensch" im Hygienemuseum Dresden

Die Ausstellung des Hygienemuseums Dresden ist sicherlich die prominenteste im Zusammenhang mit unserem Thema. Insofern ist interessant, inwiefern sie den formulierten Zielen entsprochen hat.

Zunächst einmal wurde mit großem (auch finanziellem) Aufwand Zugänglichkeit geschaffen, wenn auch z.T. über provisorische Zugänge. Hier kann ein überwiegend positives Fazit gezogen werden.

Auch Zugangsmöglichkeiten wurden geschaffen - reichhaltig und vielfältig! - für manchen vielleicht sogar erschlagend. Es gab Möglichkeiten zum Fühlen, zur Wahrnehmung von Dunkelheit. Selbstreflexives Nachdenken wurde beim Thema "Nicht alle Tassen im Schrank" er-möglicht, wo man durch Berührung verschiedene Videopräsentationen auslösen konnte und bei einer die Kamera auf sich selbst gerichtet sah. Auch der Rollstuhlsitz zwischen furchtbar hoch stehenden TV-Gesichtern bot eine Möglichkeit der Annäherung - wenngleich man nicht der Illusion anhängen sollte, nun zu wissen, wie es einem Rollstuhl fahrenden Menschen ergeht.

Ebenso wurde Zugehörigkeit geschaffen: Menschen mit Behinderung waren bei der Planung wie auch bei Führungen beteiligt, denn es erfolgte ein massives Sponsoring durch die Aktion Mensch. Trotzdem ergab sich bei mir ein zunehmend mulmiges Gefühl in dieser Ausstellung. Während die ersten Räume dem Titel entsprechend nach Perfektionismuszielen der Menschheit in verschiedenen Kulturen fragten, hatte ich später den Eindruck, ich sei in eine 'reine Behindertenausstellung' geraten, der die soziale Kohäsion fehlt. So fiel mir Verschiedenes auf und gab mir zu denken:

  • Es werden - in unterschiedlicher Höhe in der Wand - verschiedene Blicke auf Menschen mit Behinderung geworfen: der staunende, medizinische, vernichtende, instrumentalisierende, bewundernde, mitleidige, ausschließende, fremde Blick. Es gibt aber keine empathischen, solidarischen, liebenden, egalitären oder akzeptierenden Blicke. Selbst wenn diese Blicke eher selten sind, so ist hier die Chance vertan worden, diesen Teil von Realität abzubilden, in den Blick zu nehmen und zu bringen.

  • Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung - wenn wir denn diese beiden Gruppen pragmatisch ausnahmsweise noch einmal abgrenzen wollen - kommt kaum vor; wenn sie thematisiert wird, dann als konfrontative und hierarchische bzw. rebellische Auseinandersetzung. Integrative Situationen liegen offenbar überhaupt nicht im Blickfeld der Aussteller. So gelingt es nicht, "neue Bilder in die Köpfe" zu bringen (SCHÖLER 1995).

  • Im Gegenteil wird in einem großen Raum mit dem Blick auf die grausame Vergangenheit und aussondernde Traditionen und daraus resultierende Skurrilitäten die 'Andersartigkeit' von Menschen mit Behinderungen und ihrer Lebenssituation betont.

  • In dem letzten Raum werden verschiedenste Fördermaterialien und -möglichkeiten zum Anfassen, Wahrnehmen und Ausprobieren geboten. Das Ausprobieren ist zwar ein positiver Ansatz, aber es erscheint mir wie eine Ansammlung sonderpädagogischer Exotika, die wiederum das Besondere betonen. Oft werden in der sonderpädagogischen Praxis besondere Materialien deshalb notwendig, weil der Bezug zum gewöhnlichen Leben verloren gegangen ist: Alltagserfahrungen werden künstlich hergestellt und dann als Therapie oder Unterricht - u.U. für extrem viel Geld - verkauft. Auch dies wird in der Ausstellung nicht kritisch reflektiert. So bleibt auch die moderne, multisensorische sonderpädagogische Förderung dem traditionellen Bild der Andersartigkeit von Menschen mit Behinderungen verhaftet - der Fortschritt besteht also, könnte man dieser Ausstellung entnehmen, im Wandel vom Gitterbett zum Wasserbett ...

Mit diesen Installationen zum (im-)perfekten Menschen scheint mir ein dreifacher heimlicher Lehrplan vermittelt zu werden. Unausgesprochene implizite Botschaften werden transportiert, die wegen ihrer Unbewusstheit um so wirksamer sind:

  • Der erste heimliche Lehrplan: Der imperfekte Mensch ist der behinderte Mensch, denn andere kommen nicht vor: nicht der alte, immer weniger leistungsstarke Mensch, nicht der stressgeplagte, tendenziell herzkranke Workaholic, das hoch trainierte, selbstentfremdete Wunderkind, der depressive Lehrer, der vorher angepasst erschienene Amokläufer, der pädophile Geistliche, die tablettenabhängige Managerfrau, der gedopte Sportler, das magersüchtige Topmodell, der kokainsüchtige Sänger, der konturenlose Mitläufer - die Reihe ließe sich fortsetzen. Mir fiel noch während der Ausstellung das Buch des Schweizer Psychoanalytikers Arno GRUEN (1989) mit dem bezeichnenden Titel: "Der Wahnsinn der Normalität" ein. Dort wird das Abspalten von Gefühlen, das Funktionieren im Sinne von Aufstieg und Karriere mit zunehmend notwendiger Rücksichtslosigkeit, der Aufbau eines falschen Selbst durch Anpassung, die Kompensation durch Grandiosität nach außen thematisiert. All dies fand ich in der Ausstellung zum (im-)perfekten Menschen nicht.

  • Der zweite heimliche Lehrplan: Man muss schon eine medizinische / biologische Schädigung haben, um in dieser Ausstellung berücksichtigt zu werden. Ist das nicht genau das alte medizinische Modell von Behinderung? Die Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom erzählte mir nach ihrem Besuch der Ausstellung, sie sei von Raum zu Raum trauriger geworden. Sie hatte das Gefühl: Mein Kind ist wirklich so unglaublich, so völlig anders als andere, da gibt es keine Verbindungen.

  • Der dritte heimliche Lehrplan: Besonders herausgestellte Selbstverständlichkeiten werden in Videos betont. Auch Menschen mit Körperbehinderungen kuscheln, schmusen, liegen zusammen im Bett, haben Sex. Diese herausgestellten Selbstverständlichkeiten verstärken einen Blick der künstlichen Trennung und Exostisierung, sie tragen letztlich zu Diskriminierung und Abwertung bei.

Was ist mein Fazit? Ein Schritt wurde getan: Abweichendes in den Blick zu nehmen, sich von verengten Normalitätsvorstellung wegzubewegen, vielleicht die Entdeckung einer Behindertenkultur, Andersartigkeit ins Licht setzen. Meisterhaft fand ich gelöst, den australischen Bioethiker Peter SINGER und seine für Menschen mit Behinderungen lebensgefährlichen Thesen einerseits darszustellen, andererseits aber nicht unkommentiert im Raum stehen zu lassen, sondern in ein emanzipatorisches Umfeld und die Gegenwehr gegen seine Thesen einzubinden. Ein weiterer Schritt wurde dagegen nicht getan: Die Vielfalt eines untrennbaren Spektrums menschlichen Lebens zu zeigen - mit der Grundlage eines dialektischen Verständnisses von Gleichheit und Differenz aller, auf die der zunächst kompliziert erscheinende Titel ja geradewegs hinsteuert - das gleichzeitig Imperfekte und Perfekte in jedem Menschen. Letztlich wurde eher die Zweiteilung der Menschheit betont statt der kontinuierlichen menschlichen Vielfalt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es wichtig und gut ist, dass es diese Ausstellung gibt.

4. Schluss - I have a dream ...

Ich will nicht pathetisch werden, aber unser Thema hat auch mit Gleichstellung und Bürger-rechten zu tun. Deshalb erlaube ich mir die Anlehnung an Martin Luther King.

Ich träume von einem Puppenmuseum, in dem die BesucherInnen viele und vielfältige Puppen finden: weiße, schwarze, gelbe, dünne, dicke, sabbernde alte, junge Puppen, auch eine Barbie im Rollstuhl, auch eine Puppe mit Down-Syndrom und auch die elektronisch ausgestattete Puppe, die das Verhalten von Babys simulieren soll und mit ihrem Schreien in den USA zur Abschreckung vor leichtfertigen Schwangerschaften bei sehr jungen Mädchen eingesetzt wird (vgl. LOSSNITZER 1994 sowie das Titelbild der Zeitschrift LEBEN MIT DOWN-SYNDROM, H. 33, 2000). In diesem Puppenmuseum handelt es sich nicht um eine Ausstellung über die (im-)perfekte Puppe, auch nicht eine Sonderausstellung über die behinderte Sonderpuppe - einfach nur viele und vielfältige Puppen sind zu sehen, auch anzufassen, zu bespielen. So unrealistisch ist das doch gar nicht - oder?

Ich träume von einer Ausstellung über religiöse Darstellungen in der Gegenwartskunst, in der 'selbstverständlich' und nicht 'auch' oder als Sonderzugabe Bilder von Werner Voigt enthalten sind, denn dies ist sein zentrales Thema. Werner Voigt ist Mitglied der Künstlergruppe die Schlumper, ehemals anstaltssozialisierte Bewohner der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg (vgl. KULTURBEHÖRDE o.J.). Und es ist keine Ausstellung über "l'Art brut", über naive oder über Outsider-Kunst. So schwierig ist das doch gar nicht - oder?

Und ich träume von einer Ausstellung von Gebrauchsgegenständen in einem Museum für Kunst und Gewerbe, in dem mitten zwischen vielen anderen Designern auch ein gewisser 'Rudi' vorkommt - er hat bei seinen Präsentationen durch die Bundesvereinigung Lebenshilfe - symptomatischerweise? - leider keinen Nachnamen. Auch das wäre machbar - oder?

Ich träume, dass ich in diesen Museen die Chance habe, von ganz verschiedenen Menschen geführt zu werden, vielleicht bezahle ich bei jemandem, der im Rollstuhl sitzt, vielleicht bestelle ich hinterher bei jemandem mit Lernschwierigkeiten einen Saft (die Preise haben deswegen alle volle DM- oder Euro-Beträge, was für viele BesucherInnen auch hilfreich ist) - wieso eigentlich nicht?

Allerdings stehen wir alle in unserem jeweiligen Tätigkeitsbereich in dieser Situation. So träume ich von einem Institut für Rehabilitationspädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das barrierefrei ist und in dem auch Menschen mit Behinderungen arbeiten. Selbst da gibt es noch viel zu tun.

Von den großen Schritten und Zielen zu träumen und die kleinen Schritte und Ziele in der Richtung der großen zu realisieren, das könnte eine ganz vernünftige Kombination sein.

Literatur

ALBRECHT, Friedrich, HINZ, Andreas & MOSER, Vera (Hrsg.) (2000): Perspektiven der Sonderpädagogik. Disziplin- und professionsbezogene Standortbestimmungen. Neuwied/Berlin: Luchterhand

BARLSEN, Jörg & HOHMEIER, Jürgen (Hrsg.) (2001): Unterstützte Beschäftigung im System der beruflichen Rehabilitation - neue berufliche Chancen für Menschen mit Behinderungen. Düsseldorf: Selbstbestimmt Leben

EBERWEIN, Hans (Hrsg.) (51999): Handbuch der Integrationspädagogik. Weinheim/Basel: Beltz

FOREST, Marsha u.a. (2000): It's not Inclusion: Warning signs of bad Practice in Education. Inclusion News, 3

GOFFMAN, Erving (1975): Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. Frankfurt am Main: Suhrkamp

GRUEN, Arno (1989): Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität. München: dtv

HEIMLICH, Ulrich (1995): Behinderte und nichtbehinderte Kinder spielen gemeinsam. Konzepte und Praxis integrativer Spielförderung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt

HILDESCHMIDT, Anne & SCHNELL, Irmtraud (Hrsg.) (1998): Integrationspädagogik. Auf dem Weg zu einer Schule für alle Kinder. Weinheim/München: Juventa

HINZ, Andreas (1993): Heterogenität in der Schule. Integration - Interkulturelle Erziehung - Koedukation. Hamburg: Curio (im Internet unter http://bidok.uibk.ac.at/library/hinz-heterogenitaet.html). (Stand: 25.07.2006, Link aktualisiert durch bidok)

HINZ, Andreas (1998): Pädagogik der Vielfalt - ein Ansatz auch für Schulen in Armutsgebieten? In: HILDESCHMIDT & SCHNELL, 127-144

HINZ, Andreas (1999): Erfahrungen im Gemeinsamen Unterricht als Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der Pädagogik bei schwerster Behinderung. VHN 68, 377-395

HINZ, Andreas (2000): Sonderpädagogik im Rahmen von Pädagogik der Vielfalt und Inclusive E-ducation. Überlegungen zu neuen paradigmatischen Orientierungen. In: ALBRECHT, HINZ & MOSER, 124-140

HINZ, Andreas & BOBAN, Ines (2001): Integrative Berufsvorbereitung. Unterstütztes Arbeitstraining für Menschen mit Behinderung. Neuwied/Berlin: Luchterhand

KULTURBEHÖRDE DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG (Hrsg.) (o.J.): Kein Traum kein Leben. Künstler arbeiten in Altenpflegeheimen. Hamburg: Selbstverlag

KRIEGSTEIN, Matthias von (Hrsg.) (1998): Integrative Erziehung im Raum der Kirchengemeinde. Bonn: Reha

LINDMEIER, Bettina, LINDMEIER, Christian, RYFFEL, Gabi & SKELTON, Rick (2000): Integrative Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung. Neuwied/Berlin: Luchterhand

LOSSNITZER, Carin (1994): Puppenspielen, Puppensammeln, Puppenmachen. Duisburg: Puppen & Spielzeug

LÜPKE, Klaus von (1994): Nichts Besonderes: Zusammen-Leben und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung. Essen: Klartext (auch im Internet unter http://bidok.uibk.ac.at )

MARKOWETZ, Reinhard & CLOERKES, Günther (Hrsg.) (2000): Freizeit im Leben behinderter Menschen. Heidelberg: Winter

PRENGEL, Annedore (1993): Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer Pädagogik. Opladen: Leske + Budrich

PRENGEL, Annedore (1999): Vielfalt und gute Ordnung im Anfangsunterricht. Opladen: Leske + Budrich

PREUSS-LAUSITZ, Ulf (1993): Die Kinder des Jahrhunderts. Zur Pädagogik der Vielfalt im Jahr 2000. Weinheim/Basel: Beltz

PREUSS-LAUSITZ, Ulf & MAIKOWSKI, Rainer (Hrsg.) (1998): Integrationspädagogik in der Sekundarstufe. Weinheim/Basel: Beltz

ROSENBERGER, Manfred (Hrsg.) (1998): Schule ohne Aussonderung - Idee, Konzepte, Zukunftschancen. Neuwied/Berlin: Luchterhand

SCHÖLER, Jutta (1995): Neue Bilder in die Köpfe bringen! Zusammen 15, 6-11

UNITED COLORS OF BENETTON (Hrsg.) (1998): die sonnenblumen. Bergamo: Selbstverlag

WILKEN, Etta (Hrsg.) (1999): Frühförderung von Kindern mit Behinderung. Eine Einführung in Theorie und Praxis. Stuttgart/Berlin/Köln: Kohlhammer

WILKEN-DAPPER, Stefanie (2000): Wenn Eisenhans und Turandot im Sommernachtstraum auf Hexen treffen. In: MARKOWETZ & CLOERKES, 260-263

ZEITSCHRIFT IMPULSE (1996ff.): Informationsblatt der Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (Schulterblatt 36, 20357 Hamburg; im Internet unter http://bidok.uibk.ac.at)

Quelle:

Andreas Hinz: Menschen mit Behinderungen im Museum - (k)eine Selbstverständlichkeit

Erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft 25, Heft 2-3, 35-44

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 12.05.2010

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