Selbstbestimmung (224 Beiträge, Seite 7/23)

Das fragile Gebäude der Selbstbestimmung

Ein Plädoyer für weniger Lösungen und mehr Ambivalenzen zur Stärkung des Leitziels der Selbstbestimmung in der Begleitung von Menschen mit Behinderung

AutorIn: Livia Heinl

Copyright: © Livia Heinl 2012

Aufspieldatum: 29.05.2013

Zusammenfassung: Begleitung von Menschen mit sogenannter schwerer geistiger Behinderung in Einrichtungen scheint derzeit durchgängig unter dem Leitgedanken der Selbstbestimmung zu stehen. Dabei findet sie sich jedoch in dem Dilemma wieder, dass Fremdbestimmung nicht als schlichtes Gegenteil von Selbstbestimmung, sondern paradoxerweise bis zu einem gewissen Grad auch als unabkömmlicher Teil von Selbstbestimmung betrachtet werden muss. Begleitung kann nur unter dem Anspruch stehen, unangemessene Fremdbestimmung zu verhindern, jedoch ist in unzähligen Alltagssituationen in keinster Weise eindeutig bestimmbar, ob sie tatsächlich unangemessen ist oder doch eigentlich indirekt zu Selbstbestimmung beiträgt. Dies führt - so eine hier vertretene These - bei einem simplifizierenden Umgang mit praxisnahen Fragen in Bezug auf das Dilemma von Selbst- und Fremdbestimmung zu einer beliebig weit dehnbaren Blase, in der durch die oftmalige Unbestimmbarkeit von unangemessener Fremdbestimmung letztlich wieder beinahe jede Form von Fremdbestimmung möglich und legitimierbar wird. Daher gilt es, sich der Frage von Selbst- und Fremdbestimmung zu nähern ohne dabei zu versuchen, Unbestimmbares zu bestimmen. Zu diesem Zwecke wird versucht, mittels der Ambivalenzen und Dilemmata, in welchen sich Begleitung befindet, zu einer konsequent praxisnahen Darstellung von Selbstbestimmung zu kommen, die diese als unumstößliches Recht stärkt und verfestigt, dabei aber paradoxerweise dennoch die Unmöglichkeit der widerspruchsfreien Umsetzung dieser in sich integriert. Im Zuge dessen wird eine Etablierung von Konzeptionen "defizitbasierter" und "willkürlicher" Fremdbestimmung vorgeschlagen, um trotz der Unmöglichkeit der Bestimmung von Unangemessen-Sein potentiell unangemessene Fremdbestimmung greifbarer zu machen und ihre Zurückdrängung zu forcieren.

Verliebt, verlobt, verheiratet ...Verdrängt, verpasst, verhindert?

Menschen mit Behinderung fordern ihr Recht auf Partnerschaft und selbstbestimmte Sexualität

AutorIn: Lothar Sandfort

Copyright: © Behinderte Menschen 2008

Aufspieldatum: 29.05.2013

Sonderpädagogisch professionelles Handeln: Eine Frage der Kompetenz?

Oder: Der Versuch einer Bestimmung der sonderpädagogischen Profession als Selbstbestimmung

AutorIn: Jan Stüdemann

Copyright: © Jan Stüdemann 2012

Aufspieldatum: 05.04.2013

Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen im Kanton Zug

AutorInnen: Stephan Hüsler, Mariella Nuzzo, Fabienne Plattner, Aaron Rhyner, Robin Winiger

Copyright: © Stephan Hüsler, Mariella Nuzzo, Fabienne Plattner, Aaron Rhyner, Robin Winiger 2012

Aufspieldatum: 19.03.2013

Zusammenfassung: Selbstvertretung ist ein wichtiger Aspekt von Inklusion. Wie können sich auch Menschen mit Behinderungen erfolgreich in der Gesellschaft einbringen und vertreten? Wie können Professionelle der Sozialen Arbeit solche Prozesse initiieren? Im Auftrag von

Artikel 12 der UN-Konvention

Legal capacity, supported decision making und die Herausforderungen für Österreich

AutorInnen: Tobias Buchner, Leonor Lidon

Copyright: © Behinderte Menschen 2009

Aufspieldatum: 14.01.2013

Körperliche Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung

eine rechtliche Analyse am Beispiel schwangerschaftsverhütender Maßnahmen

AutorIn: Irene Kopf

Copyright: © Ursula Flossmann 2011

Aufspieldatum: 18.12.2012

Zusammenfassung: Das Sexualleben unterliegt dem Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Mischen sich dazu die Merkmale

Lernberatung statt Lehrplan

Die Prozessqualität der berufsbezogenen Bildungsarbeit

AutorIn: Wolfgang Trunk

Copyright: © Wolfgang Trunk 2010

Aufspieldatum: 18.12.2012

Wie gehen Moderatorinnen und Moderatoren Persönlicher Zukunftsplanung mit Widerständen um, die in Unterstützungskreistreffen ausgedrückt werden?

AutorIn: Stefanie Mikšanek

Copyright: © Stefanie Mikšanek 2012

Aufspieldatum: 07.11.2012

Zusammenfassung: : Die vorliegende Masterthesis versteht sich als Erkundung der Praxiserfahrungen von Moderatorinnen und Moderatoren Persönlicher Zukunftsplanung. Als Ergebnis der Zusammenschau der Erfahrungen und Einschätzungen dieser Expertinnen und Experten im Vergleich zur Theorie der Methode liegt eine Sammlung von Faktoren vor, die für das Gelingen Persönlicher Zukunftsplanungsprozesse ausschlaggebend sein können. Diese Faktoren wurden zu einer Checkliste verdichtet, die ergänzend zu den bestehenden Materialien vor allem im Vorfeld und am Beginn Persönlicher Zukunftsplanungsprozesse genutzt werden kann. Die zentrale Bedeutung einer umsichtigen Vorbereitung betrifft vor allem die Beweggründe und Veränderungsimpulse für eine Planung, die Zusammensetzung von Unterstützungskreisen und allfällige systemische Dynamiken, die einen Planungsprozess behindern oder fördern können. Sowohl die Methode Persönliche Zukunftsplanung als auch die Forderung sozialer Inklusion, auf welche in dieser Masterarbeit näher eingegangen wird, sind zielgruppenneutral. Die vorliegende Masterthesis befasst sich vorrangig mit der Zielgruppe behinderter Menschen.

Junge Menschen mit geistiger Behinderung am Übergang zum Erwachsenwerden - Bildungsprozesse und pädagogische Bemühungen

AutorInnen: Gerlinde Uphoff, Olga Kauz, Yvonne Schellong

Copyright: © Gerlinde Uphoff, Olga Kauz, Yvonne Schellong 2010

Aufspieldatum: 28.08.2012

Zusammenfassung: Der Beitrag beschreibt ein Bildungsangebot für junge Menschen mit geistiger Behinderung und gibt anhand von zwei Fallvignetten Einblick in die konkrete Lebenssituation der Teilnehmerinnen. Deutlich werden Intention und Konzeption des Projekts, die dann mit Analyseergebnissen aus Interviews mit Jugendlichen ins Verhältnis gesetzt werden. Es werden Thesen zu Bildungsprozessen formuliert, und die Rolle pädagogischer Bemühungen diskutiert, die auf Autonomieprozesse - wie z.B. der Ablösung vom Elternhaus - und auf Verbesserung von Teilhabechancen ausgerichtet sind.

Bindungstheoretische Impulse für eine inklusive Pädagogik - Ansätze zur Kompetenz- und Autonomieentwicklung in der heilpädagogischen Arbeit

AutorIn: Ute Fischer

Copyright: © Ute Fischer 2010

Aufspieldatum: 28.08.2012

Zusammenfassung: Inklusion ist ein langfristiger Prozess, der bereits mit den Bemühungen der vergangenen Jahre um Normalisierung, Selbstbestimmung und Teilhabe begonnen hat. Inklusive Lebenszusammenhänge bieten Menschen mit und ohne Behinderung Erfahrungen und Entwicklungschancen, die jedoch nur genutzt werden können, wenn die (Sicherheits-) Bedürfnisse aller Beteiligten ausreichend beachtet werden. Bindungstheoretische Überlegungen können dazu beitragen. Menschen mit schwerer geistiger Behinderung, auffallendem Verhalten und hohem Betreuungsbedarf benötigen feinfühlig assistierende Begleitpersonen als "Brückenbauer zwischen den Welten", die gelingende Interaktionen in der Öffentlichkeit so unterstützen, dass wechselseitiges Verständnis wachsen kann und allmählich auch Beziehungen entstehen, die zum Wohlbefinden aller im Zusammenleben beitragen.

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