Disability Studies und Deaf Studies

Kohärenz, Interdependenz und Widersprüchlichkeiten zweier neuer Disziplinen

Themenbereiche: Disability Studies
Textsorte: Zeitschriftenartikel
Releaseinfo: erschienen in: DAS ZEICHEN 76/2007, Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser (www.sign-lang.uni-hamburg.de/signum/zeichen/ )
Copyright: © Jürgen Homann, Lars Bruhn 2007

Inhaltsverzeichnis

Deaf Studies

Sowohl Deaf Studies als auch Disability Studies sind neuere emanzipatorische Wissenschaftsansätze, die die Interessen und Perspektiven benachteiligter Gruppen in den Mittelpunkt von Lehre und Forschung stellen. Beide gehen davon aus, dass das Phänomen Behinderung im Wesentlichen nicht ein Problem von Behinderung betroffener Menschen ist. Dennoch ist es aber nach wie vor ein Problem von Behinderung betroffener Menschen, denn die stärkste Behinderung steckt nicht zuletzt auch in den Köpfen der Betroffenen selbst. Deaf Studies und Disability Studies könnten sich gegenseitig bereichern und so weitere emanzipatorische Entwicklungen zugunsten Gehörloser, Schwerhöriger und Spät Ertaubter aber auch anderer von Behinderung betroffener Menschen befördern. Hierzu will der vorliegende Artikel beitragen.

Kultur

Sitten und Gebräuche und nicht zuletzt Sprache erlernen Menschen innerhalb derjenigen Kultur, in der sie heranwachsen und leben. Im alltäglichen Sprachgebrauch verbinden wir mit dem Begriff Kultur eher exklusive Vorstellungen: Kultur wird assoziiert mit Musik, Kunst und Wissenschaft. Im eigentlichen Sinne meint Kultur allerdings - als Inbegriff des nicht Biologischen innerhalb menschlicher Gesellschaften - die komplexe Summe aller Bräuche, moralischen Werte, Normen, Bedürfnisse, Interessen und des Wissens, aber auch Formen und Praxen der gesellschaftlichen, d. h. sozialen, politischen und ökonomischen Organisation. Es versteht sich von selbst, dass Kultur demgemäß auch nicht als etwas Statisches verstanden werden kann, sondern permanent inter- wie intrakulturellen Einflüssen und Veränderungen unterliegt, innerhalb derer sich der Sozialisationsprozess des einzelnen Individuums als quasi lebenslanger Lernprozess vollzieht.

Das Verhältnis des Einzelnen zur Kultur wird ganz wesentlich dadurch bestimmt, welche lebensweltlichen Erfahrungen er innerhalb der kulturellen Umgebung, in der er lebt, macht und ob er z. B. am Leben der Gemeinschaft partizipieren kann. Als für die frühkindliche Sozialisation entscheidende Orte wären zunächst das Elternhaus und später die Schule zu nennen.

Kultur und Gehörlosigkeit

In Bezug auf die Situation gehörloser Kinder entscheidet sich bereits im Elternhaus, ob sie frühzeitig mit der Gehörlosenkultur in Kontakt kommen oder dieser erst im späteren Lebensverlauf hergestellt wird. Gehörlose Kinder gehörloser Eltern haben hier häufig den entscheidenden Vorteil, dass sie sich - völlig ungeachtet der Hörschädigung - von frühester Kindheit an als kommunikativ voll- und gleichwertig (sprich: als nicht behindert) erleben können, die frühkindliche Eltern-Kind-Interaktion folglich nicht als folgenreiche Belastung wahrgenommen wird - im Gegensatz zu gehörlosen Kindern hörender Eltern, denen es in der Regel an tragfähigen Kommunikationsmöglichkeiten aufgrund von Informationsdefiziten mangelt. Während gehörlose Kinder gehörloser Eltern somit innerhalb ihrer Kernfamilien eine ihnen gemäße ‚Normalität' erleben und in der Regel eine sprachlich vollwertige Entwicklung durchlaufen - vergleichbar den Entwicklungsverläufen hörender Kinder hörender Eltern -, erleben hörende Eltern die Gehörlosigkeit, d. h. die ‚Normalität' ihres Kindes als psychisch wie physisch höchst belastendes Trauma, als unerwünschte Andersartigkeit und Behinderung. Wann und ob diese Kinder einen Zugang zur Gehörlosengemeinschaft erhalten, hängt ganz wesentlich davon ab, wie die Krisenverarbeitung (und Begleitung durch Fachleute!) der hörenden Eltern verläuft, ob es ihnen gelingt, ihr Kind mit seinen (Un-)Möglichkeiten anzunehmen und ob sie Informationen über die Gehörlosengemeinschaft erhalten. Der übergroße Teil gehörloser Menschen muss sich seinen oftmals mühsamen Weg in die Gehörlosenkultur erst noch bahnen, sofern es überhaupt zu einer Annäherung kommt. Gehörlose Kinder gehörloser Eltern hingegen machen oftmals erst in der Gehörlosenschule die Erfahrung, dass ihre Gehörlosigkeit von der hörenden Umwelt als behandlungs- bzw. therapiebedürftige Abweichung bewertet wird.

Vogel (2002) hat die Gehörlosenkultur als "Lebensgemeinschaft" mit folgenden Merkmalen gekennzeichnet:

  • "fließende Kommunikation in Gebärdensprache zwischen den Gebärdensprachlern

  • die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse in Gehörlosenschulen, Familien und Gesellschaften

  • von Generation zu Generation weitergegeben

  • die geschichtliche Entwicklung der Gehörlosengemeinschaft

  • die Bräuche und Witze, die über das Leben der Gehörlosen berichten

  • die Vertrautheit durch die ähnlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit Gehörlosen aus anderen regionalen und internationalen Ländern".

Gehörlose, so Vogel (2002) weiter, seien dank der Gehörlosenkultur fähig, "eine positive Beziehung zur Gehörlosigkeit" aufzubauen, so dass "aus der Sicht der Gehörlosen die Hörbehinderung nicht die erste Priorität besitzt, sondern die Gehörlosenkultur". Sie verstünden sich daher "als eine Sprach- und Kulturgemeinschaft und weniger als eine Behindertengruppe. Die Hörbehinderung ist als ein Teil des Lebens und nicht als absoluter Mangel zu fassen". Innerhalb der Gehörlosenkultur erfährt Gehörlosigkeit demzufolge eine Bewertung, um nicht zu sagen Wertschätzung, die sich grundlegend von den herrschenden Diskursen und Präferenzen der hegemonialen hörenden Mehrheitsgesellschaft unterscheidet.

Die Gehörlosenkultur muss somit zumindest in dieser Hinsicht als Teil-, wenn nicht gar als Gegenkultur verstanden werden, die es ermöglicht, ihren Mitgliedern durch eine weitgehende emanzipatorische Selbstorganisation ihrer Bedürfnisse ein Überleben zu sichern und die Abhängigkeit von den herrschenden Institutionen zumindest ein Stück weit zu verringern.

Der Gehörlosengemeinschaft ist dies während der letzten zwei Jahrzehnte in geradezu beispielloser Weise gelungen - es sei hier nur der letzte großartige Erfolg genannt: die rechtliche Anerkennung der Gebärdensprache im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) von 2002. An dieser Entwicklung konnten insbesondere auch (früh-)schwerhörige und ertaubte Menschen partizipieren, genannt sei hier bspw. die Kommunikationshilfeverordnung oder auch die Tatsache, dass im Zuge der Emanzipationsbewegung der Gehörlosenkultur auch viele laut- sprachlich sozialisierte hörgeschädigte Menschen sich der Bedeutung von lautsprach - begleitenden Gebärden (LBG) zur Unterstützung der Kommunikation immer bewusster wurden.

Dass Behinderung sozial bzw. kulturell verursacht wird, ist innerhalb der Gehörlosenkultur eine bereits lang gesicherte Erkenntnis. Die Frage ist lediglich, ob die Gehörlosenkultur als‚ Gegenkultur' zu herrschenden Normen und Wertesystemen der Mehrheitsgesellschaft auch zukünftig in der Lage sein wird, weiterhin progressiv zu wirken - also daran mitzuwirken, den gegenwärtigen Stand der Gesellschaft aufzuheben und damit die lebenspraktische Situation von Behinderung betroffener Menschen zu verbessern. Denn allen großartigen Erfolgen zum Trotz scheinen für die Gehörlosenkultur im Zuge der medizinischtechnologischen Entwicklung dunkle Wolken am Horizont heraufzuziehen: Das Cochlea-Implantat wurde und wird seit seiner Entwicklung in den 80er Jahren von Gehörlosen immer wieder als Bedrohung wahrgenommen. "Das führt zur totalen Zerstörung unserer Identität", schreiben etwa Sieprath und Stachlewitz (1989, 72). Filmisch verarbeitet und sehr anschaulich dargestellt wird diese Angst auch in Der letzte Gehörlose von Reiner Mertz, einem Film aus dem Jahre 2002. Auch wenn diese Entwicklung keine größeren Auswirkungen auf Medizin und Hörgeschädigtenpädagogik hatte, hat sie - entgegen den emanzipatorischen Errungenschaften der Gehörlosengemeinschaften - letztlich bewirkt, dass Gehörlosigkeit in der Mehrheitsgesellschaft wieder verstärkt defizitär wahrgenommen wird (Voit 1995; Campbell 2005).

Die gereifte Erkenntnis, dass Behinderung im Falle von Gehörlosigkeit kein individuelles medizinisches Problem darstellt, sondern nach geeigneten gesellschaftlichen Veränderungen und Umgangsweisen verlangt, wird durch die medizinischtechnologische Entwicklung tendenziell außer Kraft gesetzt. Mehr noch: Gehörlose sahen sich in diesen Diskursen wiederholt unterschwellig dem Vorwurf ausgesetzt, ihre vielfach ablehnende Haltung gegenüber der Versorgung gehörloser Klein- und Kleinstkinder mit einem Cochlea-Implantat entspringe lediglich dem Kalkül, möglichst viele gehörlose Kinder von einem Lautspracherwerb abzuhalten, um der Gebärdensprachgemeinschaft hierdurch eine größere Lobby zu sichern (Löwe 1994). Da heutzutage jedoch immer mehr gehörlose Klein- und Kleinstkinder routinemäßig und mit scheinbar unumstößlicher Selbstverständlichkeit implantiert werden, ist langfristig eine existenzielle Bedrohung der Gehörlosenkultur zu befürchten.

Hier stellt sich die Frage, ob und wenn ja, in welcher Form innerhalb der Gehörlosenkultur eine Auseinandersetzung mit dieser fatalen Perspektive stattfindet. Eine Anregung zu einer solchen Auseinandersetzung findet sich etwa bei Voit (1995). In ihrem Kurzvortrag auf einer Arbeitstagung des Deutschen Gehörlosen-Bundes 1994 in Frankfurt a. M. schlug sie u. a. vor,

  • "daß sie [die Gehörlosengemeinschaft; J. H. u. L. B.] ihre Sprache verständlich und attraktiv macht für andere,

  • daß sie ihre Türen öffnet für diejenigen unter den Schwerhörigen, CI-Träger/inne/n und Hörenden, die vorwiegend oder teilweise dazugehören wollen, daß sie also ‚Pendler/inne/n' akzeptiert,

  • und daß sie andererseits auch gut damit leben kann, daß sich manche Gehörlose ganz oder teilweise zu den Besserhörenden oder Normalhörenden gesellen" (46).

Einbezug der Schwerhörigen und Spät Ertaubten

Um die Bedeutung der Auswirkungen dieser Entwicklungen nicht allein auf die Gehörlosengemeinschaft zu begrenzen, wenden wir uns nunmehr einer weiteren Gruppe zu, auf die bereits auch Voit (1995) hinweist: Bietet die Gehörlosenkultur nicht auch für Schwerhörige und Ertaubte eine Option, zumal von einer ‚Kultur der Schwerhörigen und Ertaubten' aufgrund eines fehlenden, konstitutiven Elements - nämlich einer identitätsstiftenden Sprache wie etwa der Gebärdensprache für die Gehörlosengemeinschaft - nicht die Rede sein kann? Zwar finden immer wieder einzelne Schwerhörige und Ertaubte einen Zugang zur Gehörlosenkultur bzw. Gebärdensprachgemeinschaft, aber in der Regel beschreiben Schwerhörige und Ertaubte die Gehörlosenkultur nicht als den Ort, an dem sie sich heimisch fühlen und der es ihnen erlaubt, das Identitätsdilemma zu lösen.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir verstehen die Gehörlosenkultur nicht als eine autarke, abgeschlossene Gemeinschaft. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin begründet, dass sich die Frage nach einem gebärdensprachlichen Zugang in der Erziehung und Bildung schwerhöriger Kinder für die Eltern und die sie beratenden ÄrztInnen und PädagogInnen überhaupt nicht stellt: So wies Löwe (vgl. 1995, 174) darauf hin, dass die Sozialisation schwerhöriger Kinder ausschließlich lautsprachlich zu erfolgen habe, ungeachtet der von ihm selber attestierten Tatsache, dass etwa ein Drittel der Schädigungen progredient verlaufen. Und wo sich mögliche Berührungspunkte zwischen gehörlosen und schwerhörigen Kindern ergeben könnten - wie etwa in Hamburg durch eine behördlich erzwungene Schulzusammenlegung zum Zwecke der Kostenersparnis -, eilen SchwerhörigenpädagogInnen und auch Eltern schnellstens herbei, um auf den vermeintlich gefährlichen Einfluss von Gebärden auf die Lautsprachentwicklung schwerhöriger Kinder hinzuweisen (Bruhn & Homann 2000a und b).

Solchen Verhältnissen ausgesetzt, entwickeln schwerhörige Kinder in der Regel eine ‚hörende Identität' und kommen oftmals - wenn überhaupt - erst im Erwachsenenalter in Kontakt zur Gehörlosenkultur oder erfahren lautsprachlich begleitendes Gebärden als eine wertvolle Kommunikationshilfe. An dieser Stelle sei auch auf entsprechende Erfahrungen in der Bundesjugend im Deutschen Schwerhörigenbund hingewiesen (Weber 1995).

Zurückkommend auf unsere Ausgangsfrage, ob die Gehörlosenkultur nicht auch für Schwerhörige und Ertaubte eine Option darstellen könnte, scheint ausschließlich lautsprachlich sozialisierten Hörgeschädigten zunächst einmal gar nichts anderes übrig zu bleiben, als das auferzwungene, negative Selbstbild eines ‚Hörenden mit schlechtem Gehör' mitsamt den Werten und Normen der hörenden Gesellschaft zu verinnerlichen und damit ständig zwischen zwei Stühlen/Kulturen zu sitzen - immer gegeißelt von dem Zwiespalt, für die einen zu viel, für die anderen zu wenig zu hören. Zumal das Erlernen von lautsprachbegleitenden Gebärden oder gar der Deutschen Gebärdensprache gerade im Erwachsenenalter - wie dies auch bei anderen Fremdsprachen der Fall ist - nicht einfach zu bewerkstelligen ist, so dass Schwerhörige und Ertaubte oftmals selbst nach jahrelangem Gebrauch von gehörlosen Menschen in ihrer Identität dennoch als ‚oral' identifiziert werden.

Wie können lautsprachlich sozialisierte hörgeschädigte Menschen zudem dazu befähigt werden, die Hörschädigung, von der sie sich nicht trennen können, anzunehmen und sich nicht trotz, sondern mit der Hörschädigung selbst zu bejahen, obwohl sie von frühester Kindheit an erfahren, dass sie zwar erwünscht seien, die Hörschädigung jedoch ein unvorhergesehenes Unglück darstelle, das nicht vorgesehen war und daher mittels Technik und Methodik wegtherapiert werden müsse? Wie kann es ermöglicht werden, dieser Selbstentfremdung und inneren Zerrissenheit entgegenzuwirken, um ein kritisches, emanzipatorisches Bewusstsein darüber zu fördern, dass es nicht nur darauf ankommt, sich mit gegebenen Verhältnissen, die sozial konstruiert sind, zu arrangieren und nach Mitteln und Wegen zu suchen, wie am besten mit ihnen umzugehen ist. Eine derartige Strategie liefe zwangsläufig auf einen nicht enden wollenden ‚Kampf mit der Schwäche' und ein heldenhaftes Ringen um soziale Anerkennung hinaus, wodurch allenfalls Akzeptanz und Respekt geerntet werden können, niemals jedoch eine gegenseitige, gleichberechtigte Annahme erreicht wird.

Stattdessen sollte es vielmehr darum gehen, sich der eigenen Kräfte und (Un-)Möglichkeiten bewusst zu werden, um letztlich aufgrund eines veränderten Selbstbewusstseins eigene Werte zu definieren. Hierzu könnten u. a. zwei Wissenschaftsansätze einen wichtigen Beitrag leisten, denen wir uns jetzt zuwenden wollen.

Deaf Studies - Disability Studies

Sowohl Deaf Studies als auch Disability Studies wurden durch die Bürgerrechtsbewegungen in den 1960er Jahren und daraus resultierende Entwicklungen angestoßen. Während Deaf Studies aus den Gehörlosengemeinschaften hervorgingen und als wissenschaftlicher Ansatz von Anbeginn an ganz wesentlich durch das linguistische Interesse an den Gebärdensprachen beeinflusst wurden, entwickelten sich Disability Studies als ein ausdrücklich politisch verstandener Wissenschaftsansatz aus dem Kampf der Selbstbestimmt-Leben-Bewegungen, in denen ebenfalls Gehörlose aktiv waren und sind. Konzentrierte sich diese Entwicklung in beiden Fällen zunächst auf den angelsächsischen Sprachraum, hielten Deaf Studies in Deutschland vor allem wiederum über die Erforschung der Gebärdensprachen und damit nach US-amerikanischem Vorbild über die Anbindung an die Linguistik Einzug in den akademischen institutionellen Bereich. Disability Studies hingegen konnten sich bis in das 21. Jahrhundert hinein institutionell in Deutschland nicht etablieren, sondern stehen hier noch am Anfang. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass es Studiengänge zu Deaf Studies, wie etwa in Berlin, bereits gibt. Einen Studiengang Disability Studies gibt es bis heute in Deutschland nicht.

Nun könnte zwar mit Blick auf Disability Studies ein Grund für ihre Etablierung erst in der Gegenwart darin gesehen werden, dass in Deutschland in der Behindertenpädagogik das für Disability Studies - aber ebenso für Deaf Studies (!) - zentrale soziale Modell von Behinderung zwar seit Anfang der 1970er Jahre entwickelt wurde (z. B. von Ferber 1972) und sich in der Folgezeit auch vermehrt spezifisch soziologische Anteile in der Ausbildung von BehindertenpädagogInnen etablieren konnten. Diese Veränderungen konnten jedoch die traditionelle Vormachtstellung individualtheoretischer Sichtweisen, u. a. auch begünstigt durch immer wiederkehrende medizinisch-technologische Diskurse, bis heute nicht nachhaltig überwinden. Zudem wurden von Behinderung betroffene Menschen selber sowie ihre Interessenvertretungen etwa innerhalb der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung nicht maßgebend in Forschung und Lehre einbezogen.

Jedoch erklären diese Umstände nicht vollends, weshalb Disability Studies es trotz zunehmender internationaler Verbreitung in Deutschland bis heute schwer haben, im akademischen Bereich Fuß zu fassen. Der eigentliche Grund dürfte vielmehr darin liegen, dass der einzige Ort in der deutschen Wissenschaftslandschaft, an dem sich Disability Studies etablieren könnten, lange vehement von der Behindertenbewegung abgelehnt wurde: eben die Behinderten- und Heilpädagogik, die sich als einzige akademische Disziplin in Deutschland explizit mit Behinderung (als medizinischer Kategorie und damit in Opposition zu Disability Studies) beschäftigt. So hatte die Krüppelbewegung etwa das Motto "Konfrontation statt Integration" ausgegeben und Frehe (1987) kritisierte radikal die Rolle professioneller HelferInnen. Konnten Deaf Studies über das Interesse an der Deutschen Gebärdensprache unverfänglich in der Linguistik einen Platz für sich finden, gibt es einen solchen Platz für Disability Studies nicht. Erst die Überwindung enger disziplinärer Grenzen und entsprechender Sichtweisen "zugunsten einer sie übergreifenden transdisziplinären Neuordnung" (Jäger 2004, 21) sowie ein in den letzten Jahren zunehmender gesellschaftlicher Wandel in der Einstellung gegenüber von Behinderung betroffenen Menschen - nämlich sie als Menschen und nicht als bloße Objekte der Fürsorge zu sehen - führten hier zu allmählichen Veränderungen.

Um sich zu vergegenwärtigen, welche Konzepte Deaf Studies und Disability Studies zugrunde liegen, erscheint es sinnvoll darzustellen, worin sich beide unterscheiden, um im Anschluss daran weitere Überlegungen und Kritik anzuregen:

  • Deaf Studies bzw. Disability Studies gehen aus von der Leitdifferenz gehörlos/hörend bzw. behindert/nichtbehindert und fordern zunächst die Aufhebung dieser jeweiligen Leitdifferenz. So kritisiert etwa Ladd (2003) mit seinem Deafhood-Konzept am Deaf Culture-Konzept, dass es sich "fast ausschließlich in Abgrenzung zu der Kultur Hörender definier[e]" (vgl. Maier 2006, 214). Mit Blick auf Disability Studies betont etwa Richarz (2003, 43 f.): "Erst ein Ansatz, der nicht mehr von einem Gegensatz zwischen behindert und nicht-behindert ausgeht, vermag die soziale Konstruktion von Behinderung zu überwinden".

  • Während Deaf Studies sich auf Gehörlosigkeit konzentrieren - aufgrund eines kulturellen Verständnisses von Gehörlosigkeit hörende Menschen deshalb aber keineswegs ausgrenzen -, sind Disability Studies behinderungsübergreifend angelegt. Deaf Studies und Disability Studies schließen sich somit als Spezialdiskurse nicht aus, sondern durchkreuzen einander vielfach gemäß dem Konzept der Intersektionalität[1].

  • Beide verstehen ihre Klientel zwar als Minderheitengruppe, die innerhalb der Mehrheitsgesellschaft auf vielfältige Weise Ausgrenzung und Diskriminierung erfährt. Während die Gehörlosengemeinschaft mit der Gebärdensprache jedoch ein konstitutives, identitätsstiftendes Moment hat, das für Deaf Studies maßgebend ist, gibt es bis heute kein solch zentrales Moment innerhalb der Disability Studies.

Es fällt auf, dass sich innerhalb der Disability Studies bislang noch keine der Gehörlosenkultur vergleichbaren Subkulturen entwickeln konnten. Ein Grund hierfür mag der Umstand sein, dass Disability Studies ihr Hauptaugenmerk auf die Andragogik richten und sich bislang zuwenig mit Pädagogik befassen, wodurch eine wesentliche Ursache für die Verfestigung eines internalisierten Normengefüges bei von Behinderung betroffenen Kindern und Jugendlichen unberücksichtigt bleibt. Demgegenüber wenden sich Deaf Studies und die Gehörlosengemeinschaft auch explizit gehörlosen Kindern zu; sei es mit der Forderung nach Gehörlosenschulen als einem wichtigen Ort der Gehörlosenkultur, seien es Produktionen wie Gebärden-DVDs, Gebärdenvideos u. a. m. für Kinder.

Andererseits sind Disability Studies in der Hörgeschädigtenszene noch weitgehend unbekannt. Hinzu kommt sicherlich, dass schon dem Namen Disability Studies das Stigma Behinderung anhaftet, von dem die Gehörlosengemeinschaft sich bisweilen ganz klar abgrenzt (Kleyboldt 2003), wie auch an der soeben erwähnten, zu überwindenden Leitdifferenz oder den oben zitierten Äußerungen Vogels (2002) deutlich wird. Eine Gemeinsamkeit liegt zwar in der Auffassung, dass Behinderung sozial konstruiert ist und die Betroffenen Ausgrenzung bis hin zu Diskriminierung erfahren. Jedoch sind die Ausgangspositionen völlig verschieden: Während nämlich in den Disability Studies eine Auseinandersetzung darum stattfindet, welche Bedeutung die Dimension des Körpers für Disability Studies hat, ohne damit medizinisierenden Tendenzen Vorschub zu leisten (Köbsell & Strahl 2003), steht Gehörlosigkeit als positive (!) körperliche Dimension und ‚Kulturgut' für Deaf Studies außer Frage (Lane 1993, 563).

Im Umgang hörgeschädigter Menschen untereinander ergibt sich allerdings zuweilen der Eindruck, als gäbe es einen tiefen, unversöhnlichen Riss zwischen den verschiedenen Gruppen - auf der einen Seite die lautsprachlich sozialisierten Schwerhörigen und Ertaubten, auf der anderen Seite die gebärdensprachlich orientierte Gehörlosenkultur. Dies zeigt sich etwa in der "paradoxe[n] Frage" von Kleyboldt (2003, 206): "Wer ist hier eigentlich kommunikationsbehindert, Gehörlose, weil sie nicht hören können, oder Hörende und Schwerhörige, weil sie nicht gebärden können?" Man bezichtigt sich oftmals gegenseitig der mangelnden Rücksichtnahme und wirft einander vor, Separation zu betreiben, wobei sowohl das allen hörgeschädigten Menschen gemeinsame Problem - die ständige Gefahr des Ausschlusses aus lautsprachlicher Kommunikation - als auch das gemeinsame Anliegen - funktionierende Kommunikation, die die Teilhabe aller Beteiligten ermöglicht - oft aus dem Blick zu geraten drohen. Es ergibt sich der Eindruck, als hätten wir es eher mit einer in der Psychologie so genannten "Identifikation mit dem Gegner" zu tun - man wehrt sich, indem man genau jene ausgrenzenden Verhaltensweisen an den Tag legt, von denen man alltäglich selbst betroffen ist. Psychologische und soziologische Kategorisierungen sind dann schnell bei der Hand. Wäre dies aber die ganze Wahrheit, so wäre einmal mehr die herrschende Norm des "Gesunden", "Normalen", "Nichtbehinderten" der Maßstab, an dem alles gemessen wird - ein Entrinnen aus den herrschenden Diskursen gäbe es nicht. Begriffe wie Separation, Segregation, Integration sind vor allem dem Denkschema Nichtbetroffener entsprungen.

Schluss

Für viele Gehörlose gelten auch Schwerhörige und Spät-Ertaubte als hörende Menschen, was bei diesen wiederum häufig auf Unverständnis stößt - soweit sie sich nicht selber als Hörende verstehen und bisweilen deutlich von Gehörlosen abgrenzen. Die Differenz ist jedoch gerade nicht medizinisch-funktionell oder gar biologisch, sondern kulturell begründet - und historisch. Dies kommt beispielsweise in der von Mindess (2002, 520) geschilderten Notwendigkeit einer gelegentlichen "kulturellen Anpassung" der Dolmetschertätigkeit zum Ausdruck, ohne die es zwangsläufig zu Missverständnissen kommt. Auch Identitäten und gesellschaftliche Gruppenzugehörigkeiten sind konstruiert und keineswegs naturgemäß gegeben. Die Übergänge sind zwar wie überall fließend, dennoch scheint es sehr wichtig, auf diesen kulturellen Aspekt explizit hinzuweisen, da dieser weit mehr beinhaltet als Kommunikation im engeren Sinne. Wer hier Brücken schlagen will, muss sich das unbedingt vergegenwärtigen und insbesondere jeglichen Tendenzen einer Homogenisierung entgegentreten, die darauf abzielen, den Zusammenhalt einer Gemeinschaft bzw. Kultur der gestalt zu begründen bzw. zu konstruieren, dass die Beantwortung der Frage "Wer gehört zu wem und wer nicht?" bspw. an der physiologischen Hör(un)fähigkeit oder/und der jeweiligen Sprachkompetenz gemessen wird. Gerade in diesem Zusammenhang sollte hinsichtlich der Frage nach der Einbeziehung schwerhöriger und ertaubter Menschen in Erinnerung gerufen werden, dass Sprache das Medium ist, durch das Machtbeziehungen und Dominanzverhalten wirksam werden - und zwar hüben wie drüben. Die kulturelle Differenz kann wiederum infolge der gegenseitigen Verwicklungen von Deaf Studies und Disability Studies ergründet werden und jeweils für beide zu einem tieferen (und damit konstruktiveren) gegenseitigen Verständnis beitragen. Als Beispiel sei hier die grundsätzliche Ablehnung von Sonderschulen als Manifestation aussondernder Praxis von VertreterInnen der Disability Studies genannt, denen unverständlich ist, warum Gehörlose für den Erhalt von Gehörloseneinrichtungen kämpfen, wie auch im Zuge der Entwicklung einer neuen UN-Menschenrechtskonvention für von Behinderung betroffene Menschen deutlich wurde (Degener 2006, 6). Die Bedeutung von Deaf Studies und Disability Studies füreinander weist damit auch deutlich über Schwerhörige, Gehörlose und Ertaubte hinaus.[2]

Nicht zuletzt ergibt sich für Deaf Studies und Disability Studies die Aufgabe, in Auseinandersetzung miteinander didaktische und schulorganisatorische Konzepte zu kritisieren und (weiter) zu entwickeln, um negativen Prozessen der Identitätsentwicklung entgegenzuwirken, wie wir sie zu Beginn aufgezeigt haben. Zudem sind unsere Ausführungen auch als Appell insbesondere an Schwerhörige und Ertaubte aber ebenso an Gehörlose zu verstehen, mittels Disability Studies in der Auseinandersetzung mit Deaf Studies - und umgekehrt - Gemeinsamkeiten auszuloten und der Frage nachzugehen, wie, wo und weshalb positiv besetzte subkulturelle Orte der Identifikation entstehen können - bzw. in vielfältiger Weise bereits entstanden sind.



[1] Intersektionalität bezeichnet die Analyse der Verwobenheit und des Zusammenwirkens verschiedener Differenzkategorien sowie unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft in einer integrativen Perspektive (Raab 2006).

[2] Dies mag zusätzlich der Film Didi Danquardts Der Pannwitzblick von 1991 verdeutlichen, ein wichtiges filmisches Dokument der kritisch-emanzipatorischen Behindertenbewegung zum Thema Aussonderung. Dieser Film ist bis heute weder untertitelt noch mit Gebärdensprachdolmetschereinblendung erhältlich.

Literatur

Bruhn, Lars & Jürgen Homann (2000a): "Die Möglichkeit des Anders-Seins - Ein Plädoyer für eine kooperative Beschulung schwerhöriger und gehörloser Kinder". In: Das Zeichen 53, 424-431.

Bruhn, Lars & Jürgen Homann (2000b): "Die Elite der (Besser-) Hörenden - Rassismus in der Hörgeschädigtenpädagogik?". In: Das Zeichen 54, 610-620.

Campbell, Fiona (2005): "Selling the Cochlear Implant". In: Disability Studies Quaterly Vol. 25. http://subcd01.sub.uni-hamburg.de/han/16026/www.Disability StudiesqsDisability Studies.org/_articles_html/2005/summer/campbell.asp (15. 2. 2007).

Degener, Theresia (2006): "UN-Menschenrechtskonvention für Behinderte. Einschätzung aus der Sicht der Beraterin der Bundesregierung". Vortrag im Rahmen der Ze-DiS-Ringvorlesung "Disability Studies", Sommersemester 2006, Universität Hamburg. http:// www. zedis.uni-hamburg.de/?p=25 (15. 2. 2007). Eine vollständige deutschsprachige Fassung der Konvention ist im Internet unter http://www. netzwerk-artikel-3.de/dokum/ behindertenkonvention_dued_16_2_07.pdf (31. 5. 2007) erhältlich.

Ferber, Christian von (1972): "Der behinderte Mensch und die Gesellschaft". In: Walter Thimm (Hg.): Soziologie der Behinderten. Neuburgweier, 30-43.

Frehe, Horst (1987): "Die Helferrolle als Herrschaftsinteresse nichtbehinderter ‚Behinderten-(Be)-Arbeiter'. In: Michael Wunder & Udo Sierck (Hg.): Sie nennen es Fürsorge: Behinderte zwischen Vernichtung und Widerstand. Mit Beiträgen vom Gesundheitstag Hamburg 1981. 2. Aufl. Frankfurt a. M. Wiederveröffentlichung im Internet unter http://www. bidok.uibk.ac.at/library/mabuse_frehe-helfer.html (31. 5. 2007).

Jäger, Siegfrid (2004); Kritische Diskursanalyse - eine Einführung. 4. unveränd. Aufl. Münster.

Kleyboldt, Thimo (2003): "Gehörlosenkultur - Was ist das?". In: Gisela Hermes & Swantje Köbsell (Hg.): Disability Studies in Deutschland - Behinderung neu denken! Dokumentation der Sommeruni 2003. Kassel, 205-209.

Köbsell, Swantje & Monika Strahl (2003): "Befreiung aus der ‚Leidensfalle'. Impulse für die Disability Studies in Deutschland". In: Gisela Hermes & Swantje Köbsell (Hg.): Disability Studies in Deutschland 07- Behinderung neu denken! Dokumentation der Sommeruni 2003. Kassel, 124-127.

Ladd, Paddy (2003): Understanding Deaf Culture. In Search of Deafhood. Clevedon.

Lane, Harlan (1993): "Die Medikalisierung des Kulturguts Gehörlosigkeit historisch betrachtet". In: Renate Fischer & Harlan Lane (Hg.): Blick zurück. Ein Reader zur Geschichte von Gehörlosengemeinschaften und ihren Gebärdensprachen. Hamburg, 563-583.

Löwe, Armin (1994): "Berufsethische Fragen bei der Cochlear Implant Versorgung gehörloser Kinder". In: HÖRPÄD 5, 305-316.

Löwe, Armin (1995): "Die wichtigsten Gründe für eine möglichst bald nach der Geburt eines hörgeschädigten Kindes einzuleitende Hör-Spracherziehung". In: Klaus Schulte (Hg.): Standortbestimmungen für Forschung, Lehre und Praxis der Gehörlosenpädagogik und der Schwerhörigenpädagogik. Dokumentation zum FST-Symposium 1995. Villingen-Schwenningen, 174-179.

Maier, Marion (2006): "‚Deaf Culture' und ‚Deafhood' - Paddy Ladds Konzeptionierungsansatz und ein fiktives Streitgespräch". In: Das Zeichen 73, 210-220.

Mindess, Anna (2002): "Was zwischen den Gebärden steht. Wie lassen sich Charakteristika einer Gehörlosenkultur bestimmen?". In: Das Zeichen 62, 516-521.

Raab, Heike (2006): "Intersectionality in den Disability Studies - Zur Interdependenz von Disability, Heteronormativität, und Gender". http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2007/01/ intersectionality_raab.pdf (30. 5. 2007).

Richarz, Bernhard (2003): "Behinderung als Trauma. Über die Verleugnung, die Ausgrenzung und die Ausmerzung abweichender Körperlichkeit". In: Gisela Hermes & Swantje Köbsell (Hg.): Disability Studies in Deutschland - Behinderung neu denken! Dokumentation der Sommeruni 2003. Kassel, 42-50.

Sieprath, Horst & Jürgen Stachlewitz (1989): "Selbstbewußt werden - aber wie?". In: Das Zeichen 10, 72-74.

Vogel, Helmut (2002): "Kultur und Soziologie der Gehörlosen: Die umgebende Kultur und die Gehörlosenkultur". http://www.kugg.de/download/Gehoerlosenkultur_HVogel.pdf (26. 6. 2006).

Voit, Helga (1995): "Gehörlosigkeit - Produkt falscher pädagogischer Methoden?". In: Das Zeichen 31, 44-46.

Weber, Birgit (1995): "Soziale Probleme Jugendlicher aus der Sicht und Erfahrung Betroffener". In: hörgeschädigte Kinder 2, 54-58.

Info

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Wir würden uns freuen, wenn sie diese Information weitergeben würden.

Ihr Team Gehörlosenfachschule

Autoren

Jürgen Homann und Lars Bruhn sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Zentrum für Disability Studies an der Universität Hamburg (http://www.zedis.unihamburg.de).

E-Mail: Homann@erzwiss.uni-hamburg.de ; Bruhn@erzwiss.uni-hamburg.de

Quelle:

Jürgen Homann, Lars Bruhn: Disability Studies und Deaf Studies. Kohärenz, Interdependenz und Widersprüchlichkeiten zweier neuer Disziplinen

erschienen in: DAS ZEICHEN 76/2007, Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser (www.sign-lang.uni-hamburg.de/signum/zeichen/

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 15.10.2008

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