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Zur Geschichte des Fördervereins bidok Österreich
bidok wurde 1997 von Prof. Volker Schönwiese ins Leben gerufen. Der Wissenschaftler und Aktivist der Behindertenrechtsbewegung hatte die Idee, wissenschaftliche Texte und Materialien zu Behinderung, Inklusion und Barrierefreiheit kostenlos zugänglich und barrierefrei im Internet bereitzustellen. Und das zu einer Zeit, als digitale Open-Access-Angebote noch kaum verbreitet waren.
Im Frühjahr 1997 ergab sich durch einen Zufall am Bodensee ein Kontakt zur liechtensteinischen Stiftung propter homines. Volker Schönwiese stellte dort seine Idee eines frei zugänglichen und barrierefreien digitalen Angebots vor. Die Stiftung erkannte das Potenzial des Projekts und stellte das notwendige Startkapital zur Verfügung. Am 12. Dezember 1997 wurde bidok schließlich an der Universität Innsbruck offiziell eröffnet.
Aus den ersten digitalen Volltextsammlungen entwickelte sich in den folgenden Jahren das erste Open-Access-Repositorium im deutschsprachigen Raum zu Behinderung und Inklusion. Von Beginn an standen Barrierefreiheit, Partizipation und die Zusammenarbeit mit der Behindertenbewegung im Mittelpunkt.
Um die langfristige Sicherung des Projekts zu gewährleisten, wurde 2004 der Förderverein bidok Österreich gegründet. Seither unterstützt der Verein die Weiterentwicklung von bidok, den Ausbau barrierefreier Wissenszugänge sowie den Erhalt wichtiger Dokumente und Materialien zur Geschichte der österreichischen Behindertenbewegung. Seit 2017 ist Prof.in Lisa Pfahl wissenschaftliche Leitung des Projekts und Obfrau des Fördervereins bidok Österreich.
Der Förderverein bidok Österreich setzt sich dafür ein, dass die Angebote von bidok auch künftig erhalten bleiben und Menschen mit und ohne Behinderungen kostenlosen und barrierefreien Zugang zu Informationen und Wissen zu den Themen Behinderung und Inklusion erhalten.
Die Geschichte von bidok zeigt jedoch auch, dass digital barrierefreie Wissensangebote keine Selbstverständlichkeit sind. Angesichts aktueller Kürzungen im Sozialbereich und steigender Anforderungen an die Finanzierung gemeinnütziger Projekte ist die langfristige Absicherung von bidok eine gemeinsame Aufgabe. Deshalb sucht der Förderverein neue Mitglieder und Unterstützer:innen, die dazu beitragen, dass frei zugängliches und barrierefreies Wissen auch in Zukunft erhalten bleibt.
Das bidok-Team und der Vereins-Vorstand bedanken sich bei allen Unterstützer:innen. Danke!
Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet, am: 24.06.2026
