Schulen sollen inklusiv sein

AutorIn: Jürgen Oelkers
Schlagwörter: Schulische Integration, Didaktik, Schulentwicklung, Gemeinsamer Unterricht
Textsorte: Buch
Releaseinfo: Tagungsband in Leichter Sprache zur 25. Jahrestagung der Integrations-/Inklusionsforscher_innen in Bremen 2011. Themenschwerpunkt: "Inklusiv gleich gerecht? Inklusion und Bildungsgerechtigkeit".
Copyright: © Lebenshilfe-Verlag Marburg 2013

Schulen sollen inklusiv sein

Diesen Text hat Jürgen Oelkers geschrieben.

In Schwerer Sprache heißt der Text:

Inklusion als Aufgabe der öffentlichen Schule.

Beim Text in Leichter Sprache haben Katja Scheidt und Kerstin Hazibar mitgearbeitet.

Verschiedene Gesetze sagen:

Alle Schulen sollen inklusiv werden.

Inklusiv heißt: alle Kinder lernen gemeinsam.

Das ist nicht einfach.

Es gibt Probleme.

Ein Problem ist der Aufbau der Schule.

Schul-Wesen: das sind alle Schulen in einem Land.

Das deutsche Schul-Wesen ist selektiv.

Selektiv ist ein schweres Wort und bedeutet:

Kinder können nicht miteinander lernen.

Das Schul-Wesen trennt die Kinder voneinander.

Kinder müssen in verschiedene Schulen gehen:

Einige Schüler und Schülerinnen gehen auf das Gymnasium.

Andere auf die Real-Schule.

Einige Schüler und Schülerinnen gehen auf die Haupt-Schule.

Und andere auf die Sonder-Schule.

Das passt nicht zur Inklusion.

In der Inklusion sollen alle Schüler und Schülerinnen gemeinsam in eine Schule gehen.

Deshalb muss sich das Schul-Wesen ändern.

An den unterschiedlichen Schulen machen die Schüler und Schülerinnen unterschiedliche Abschlüsse.

Es gibt unterschiedliche Lehr-Pläne.

In den Lehr-Plänen steht drin, was die Schüler und Schülerinnen lernen müssen.

Auch das passt nicht zu Inklusion.

In einer Schule für alle muss es einen Lehr-Plan für alle geben.

Der Lehr-Plan für alle muss zu den unterschiedlichen Schüler und Schülerinnen passen.

Das ist ein Problem.

Das ist noch nicht gelöst.

Es ist auch nicht gelöst, was die Änderung des Schul-Wesens kostet.

Es ist auch nicht gelöst, was genau für die Änderung gebraucht wird.

Das andere Problem ist der Unterricht.

Unterricht an einer inklusiven Schule muss zu jedem einzelnen Kind passen.

Aber der Unterricht muss auch zu der gesamten Gruppe passen.

Das ist manchmal schwer zu verbinden.

Der Unterricht muss sich deshalb ändern.

Und es braucht andere Lehr-Mittel.

Lehr-Mittel: das sind Dinge, mit denen die Lehrer und Lehrerinnen besser erklären können.

Damit die Schüler und Schülerinnen besser verstehen.

Zum Beispiel: Filme oder Spiele.

Es muss Lehr-Mittel geben, die zu unterschiedlichen Kindern passen.

Inklusion ist eine schwere Aufgabe für die Schulen.

Inklusion muss aber umgesetzt werden.

Es muss sich noch viel verändern.

Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Dieses Buch gibt es auch in schwieriger Sprache vom Klinkhardt-Verlag.

Das Buch heißt in schwieriger Sprache:

Seitz, Simone; Finnern, Nina-Kathrin; Korff; Natascha; Scheidt, Katja (2012) (Hrsg.): Inklusiv gleich gerecht? Inklusion und Bildungsgerechtigkeit.

Bad Heilbrunn: Klinkhardt. ISBN: 978-3-7815-1847-6

Der Klinkhardt-Verlag hat erlaubt, das Buch in leichter Sprache zu drucken. Dafür bedanken wir uns.

Herausgeber:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Raiffeisenstraße 18, 35043 Marburg

Tel.: (0 64 21) 4 91-0, Fax: (0 64 21) 4 91-16 7

E-Mail: bundesvereinigung@lebenshilfe.de ; Internet: www.lebenshilfe.de

Unterstützung bei der Texterstellung: Kerstin Hazibar, bidok

Gestaltung: Heike Hallenberger

Lektorat: Roland Böhm, Nina-Kathrin Finnern

Titelbild: Mark Joyce

Bilder S. 9, 14 oben, 41, 43, 51 unten, 71 oben, 73, 93 unten, 98, 103 unten, 107 unten, 118 (3. Bild), 122 Mitte: Rechte bei Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013 Bilder S. 13 Mitte, 13 unten, 32 Mitte, 32 unten, 45 Mitte, 58, 79 oben, 89 oben, 127 oben, 131 (2. Bild), 140 Mitte: Rechte bei der jeweiligen Organisation.

Alle anderen Bilder: Reinhild Kassing. Wenn Sie diese Bilder benutzen wollen, muss Frau Kassing ja sagen. Wenden Sie sich an: E-Mail: info@reinhildkassing.de

Herstellung: Lebenshilfe-Verlag Marburg

Druck: Beltz Bad Langensalza GmbH

© Lebenshilfe-Verlag Marburg 2013

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-88617-541-3

1. Auflage 2013

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Quelle:

Jürgen Oelkers: Schulen sollen inklusiv sein. In: Simone Seitz, Nina-Kathrin Finnern, Lisa Pfahl, Katja Scheidt (Hg.): Ist Inklusion gerecht? Inklusions-Forschung in leichter Sprache. Marburg: Lebenshilfe-Verlag, 2013.

bidok - Internetvolltextbibliothek. Wiederveröffentlichung im Internet.

Stand: 12.12.2013

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