Nelson Mandela

AutorIn: Frances Ridley
Schlagwörter: Erfahrungsbericht, Biografie, Gesellschaft, Familie, Aussonderung, Diskriminierung, Geschichte, Gewalt, Bürgerrechte, Exklusion
Textsorte: Buch
Releaseinfo: Herausgegeben vom Spaß am Lesen Verlag
Copyright: Spaß am Lesen Verlag 2014

Informationen von bidok

Nelson Mandela ist ein bekannter Mann.

Es gibt viele Bücher über Nelson Mandela.

Nun gibt es ein Buch über Nelson Mandela in einfacher Sprache.

In unserer Bibliothek können Sie in das Buch hinein-lesen.

Sie finden hier die ersten Seiten vom Buch.

Am Ende des Textes ist eine Wörterliste.

Schwierige Wörter sind in der Wörterliste erklärt.

Das ganze Buch können Sie für 10 Euro bestellen.

Hier können Sie das Buch bestellen:

http://einfachebuecher.de/epages/95de2368-3ee3-4c50-b83e-c53e52d597ae.sf/de_DE/?ObjectID=6983228

Sie können das Buch auch in einer Buch-Handlung bestellen.

Das Buch ist vom Spaß am Lesen Verlag.

Symbol der Hoffnung

Ende der achtziger Jahre - Unruhen in Südafrika.

In Südafrika regiert die Nationale Partei.

Die Weißen besitzen das beste Land

und haben die besten Jobs.

Neun von zehn Menschen in Südafrika sind Schwarze.

Aber ihnen gehört nur ein kleiner Teil des Landes.

Die Schwarzen wurden von den Weißen aus ihren Häusern gejagt.

Sie haben keine Rechte.

Zum Arbeiten brauchen sie eine Erlaubnis.

Sie dürfen nicht überall hingehen und nicht wählen.

Dieses ungerechte System nennt man Apartheid.

Die Schwarzen sind wütend.

Sie gehen auf die Straße und protestieren.

Ein Gesicht ist auf vielen Fahnen: Das von Nelson Mandela.

Seit über 25 Jahren ist er im Gefängnis.

Für viele ist er ein Symbol der Hoffnung

und ein Vorbild: Er kämpft für die Freiheit der Schwarzen.

Die Apartheid

Die Nationale Partei hat die Apartheid im Gesetz festgelegt:

Schwarze haben weniger Rechte als Weiße.

„Apartheid“ bedeutet „Trennung“ auf Afrikaans.

Das ist eine der Sprachen in Südafrika.

Junge vom Land

Nelson Mandela wird 1918 im Dorf Mvezo geboren.

Er gehört zum Volk der Xhosa

und zum Stamm der Thembu.

Seine Familie hat drei Hütten aus Stroh.

In einer kochen sie.

Die zweite ist zum Schlafen da.

Und in der dritten bewahren sie ihre Sachen auf.

Alle schlafen auf Matten.

Sie kochen auf einer Feuerstelle.

Nelsons Spielplatz ist die Natur.

Er tobt auf grünen Wiesen und Hügeln.

Er schwimmt im Fluss, angelt und jagt Vögel.

Von seinen Freunden lernt er,

wie man mit Stöcken kämpft.

Das Leben ist einfach.

Doch Nelson Mandela sagt später:

„In diesem Dorf habe ich die glücklichsten Jahre

meiner Kindheit verbracht.“

Nelsons Vater streitet sich mit wichtigen Leuten aus dem Dorf.

Darum zieht die Familie nach Qunu.

Als Nelson neun Jahre alt ist, stirbt sein Vater.

Der Häuptling des Stammes nimmt Nelson

in seine Familie auf.

Nelson vermisst seine Mutter.

Aber er fühlt sich wohl in seinem neuen Zuhause.

Er freundet sich mit dem Sohn des Häuptlings an: Justice.

Nelson geht zur Schule und lernt viel.

Beim Häuptling treffen sich die Mitglieder des Stammes.

Jeder darf seine Meinung sagen.

Der Häuptling hört zu.

Am Ende des Tages fasst er alles zusammen.

Dann versucht er zu erreichen,

dass sich alle einig werden.

Seine eigene Meinung ist ihm dabei nicht wichtig.

Werden sich die Menschen nicht einig?

Dann plant der Häuptling ein neues Treffen.

Für Nelson Mandela war dieser Häuptling immer ein Vorbild.

Nelson hat auch immer versucht,

gut zuzuhören.

Unruhe-Stifter

„Nelson“ ist Mandelas englischer Name.

Sein afrikanischer Name ist Rolihlahla.

Das bedeutet „Unruhe-Stifter“.

Das Bild zeigt tanzende Menschen. Die Menschen haben traditionelle
Kleidung an.

Mandelas Enkel Mandla Mandela ist Häuptling eines Stammes. Hier tanzt er bei seiner Hochzeit

Schwarzer Afrikaner

1941 meint der Häuptling,

dass Nelson und Justice alt genug zum Heiraten sind.

Doch die zwei jungen Männer wollen das nicht.

Darum flüchten sie nach Johannesburg.

In der großen Stadt muss Nelson Geld verdienen.

Er arbeitet als Angestellter bei einem Rechtsanwalt.

Später fängt er ein Jura-Studium an.

Er ist der einzige schwarze Student an der Universität.

Freunde laden Nelson zu Treffen der Partei

African National Congress“ (ANC) ein.

Nelson merkt, dass er nicht nur Mitglied seines Stammes ist.

Er ist auch einer der vielen schwarzen Afrikaner!

Nelson fängt an, für den ANC zu arbeiten.

Er hilft beim Gründen der Jugend-Abteilung.

In Johannesburg trifft Mandela Evelyn Mase.

Sie heiraten 1944 und gründen eine Familie.

1948 gibt es Wahlen in Südafrika.

Nur Weiße dürfen wählen gehen.

Die Nationale Partei gewinnt.

Ihr Motto:

Der weiße Mann muss immer der Anführer bleiben.

Das Bild zeigt Nelson Mandela.

Nelson Mandela als junger Mann in Kleidung seines Stammes.

Der ANC

Die Partei „African National Congress“ (ANC)

wird 1912 gegründet.

Schwarze tun sich zusammen,

um für ihre Rechte und ihre Freiheit zu kämpfen.

Freiheits-Kämpfer

1950. Nelsons Leben besteht aus

Familie, Arbeit und Politik.

Am 26. Juni 1950 organisiert er mit dem ANC einen Protest-Tag.

Viele Menschen machen mit.

1952 gründen Nelson und sein Freund Oliver Tambo

ein Rechtsanwalts-Büro: „Mandela und Tambo“.

Auch Tambo ist ein Mitglied des ANC.

Sie helfen vielen Schwarzen, die für Gerechtigkeit kämpfen.

Doch die Nationale Partei kämpft immer mehr gegen Schwarze,

die die Apartheid abschaffen wollen.

Nelson und der ANC wehren sich weiter

gegen die ungerechten Gesetze.

Schwarze dürfen nicht einfach überall hingehen.

Und auch nicht zu jeder Tageszeit.

Sie brauchen ein Passbuch,

wenn sie in Gebieten der Weißen arbeiten wollen.

1952 ruft der ANC alle Schwarzen auf,

sich nicht an diese Gesetze zu halten.

Viele machen mit.

Tausende von ihnen werden festgenommen.

Auch Nelson ist kurze Zeit im Gefängnis.

Der ANC bekommt immer mehr Mitglieder.

Doch die Gesetze ändern sich erst einmal nicht.

Freiheits-Charta

1955 trifft sich der ANC mit anderen Gruppen,

die gegen die Apartheid sind.

Gemeinsam schrieben sie ihre Ziele auf.

In dieser „Freiheits-Charta“ steht:

Südafrika gehört allen, die dort leben.

Schwarzen und Weißen ...

Unser Land wird nie frei und glücklich sein,

wenn wir nicht wie Brüder zusammenleben ...

Für die Regierung ist Nelson ein Unruhe-Stifter.

Denn er sagt den Menschen:

Duldet die Apartheid nicht!

Kämpft für Freiheit!

1956 wird Nelson wegen Hochverrates festgenommen.

Er muss ein paar Wochen ins Gefängnis.

Genau wie andere wichtige Leute des ANC.

Die Proteste des ANC sind friedlich.

Doch die Nationale Partei antwortet mit viel Gewalt.

1960 treffen sich tausende Schwarze

vor der Polizeiwache in Sharpeville.

Ihre Passbücher haben sie nicht mitgenommen.

Damit wollen sie zeigen:

Wir sind gegen die Apartheid.

Auch wenn wir dafür ins Gefängnis müssen.

Ihr Protest ist friedlich.

Aber die Nationale Partei

lässt 69 Menschen erschießen.

Dieses Ereignis nennt man

„Das Massaker von Sharpeville“.

Nach diesem Tag kämpft auch der ANC mit Waffen.

Nelson meint, dass die Regierung ihnen keine Wahl lässt:

Wenn sie Gewalt anwendet,

dann tut der ANC das auch.

Familien-Probleme

Nelson und Evelyn haben drei Kinder.

Nelson liebt seine Familie.

Aber er hat kaum Zeit für sie.

1958 lassen sich Nelson und Evelyn scheiden.

Kurz darauf heiratet er Winnie Madikizela.

Wörterliste

Nationale Partei

Von 1948 bis 1994 die regierende Partei Südafrikas.

Sie hat die Apartheid eingeführt.

Apartheid

Das Wort kommt aus dem Afrikaans, einer der Sprachen Südafrikas.

Es bedeutet „Trennung“: Schwarze haben weniger Rechte als Weiße.

In Südafrika galt die Apartheid von 1948 bis 1994.

Jura

Studium der Rechts-Wissenschaft.

Man lernt alles über Gesetze.

African National Congress (ANC)

Die Partei „African National Congress“ (ANC) wird 1912 gegründet.

Sie kämpft für die Rechte und die Freiheit der Schwarzen.

Passbuch

Schwarze mussten immer ein Passbuch bei sich haben.

Es war eine Arbeitserlaubnis.

Wollten Schwarze sich in Gebieten der Weißen aufhalten?

Dann musste ein weißer Arbeitgeber erst das Passbuch unterschreiben.

Freiheits-Charta

„Charta“ bedeutet „Urkunde“ oder „Erklärung“.

Mit der Freiheits-Charta haben die Schwarzen erklärt,

dass sie ohne die Apartheid leben wollen.

Hochverrat

Wenn man dem eigenen Land schaden will.

Zum Beispiel indem man wichtige Gebäude zerstört

oder Politiker ermordet.

Massaker

Hierbei werden viele Menschen gleichzeitig grausam ermordet.

Quelle

Frances Ridley: Nelson Mandela. Spaß am Lesen Verlag. Münster 2014.

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 01.04.2016

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