Theoretische Grundlagen (302 Beiträge, Seite 31/31)

Pädagogik und Didaktik integrativer bzw. inklusiver Bildungsprozesse

Herausforderung an Lehre, Forschung und Bildungsinstitutionen.

AutorIn: Ewald Feyerer

Copyright: © Ewald Feyerer 2003

Aufspieldatum: 09.02.2005

Zusammenfassung: Hans Eberwein war einer der Wegbereiter einer gemeinsamen Schule für alle, in der jedes Kind als gleichwertige Persönlichkeit geachtet und gefördert wird. Er kann als "konsequenter Utopist" bezeichnet werden, der seine Visionen wie z.B. die Umwandlung der Sonderpädagogik in eine Allgemeine Pädagogik mit mutigen Schritten auch praktisch umgesetzt hat. Sein Beitrag zur Entwicklung von der Segregation zur Integration über die Inklusion, die ich im Folgenden kurz skizzieren werde, um daraus die Herausforderungen an Lehre, Forschung und Bildungsinstitutionen abzuleiten, kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Die Entwicklung des Begriffs Imbezillität als Beispiel des gesellschaftlichen Umgangs mit Minderheiten

Ein Beitrag zur Ideengeschichte von Psychiatrie und Behindertenpädagogik

AutorIn: Wolfgang Jantzen

Copyright: © Wolfgang Jantzen 2003

Aufspieldatum: 04.02.2005

Zusammenfassung: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewinnen die Begriffe Idiotie und Imbezillität ihre theoretische Gestalt: zum einen in einer radikal humanistischen Sicht, welche Erziehung und Bildung aller geistig behinderten Menschen postuliert und realisiert (E.Séguin), zum anderen in einer ausgrenzenden, diskrimnierenden Sicht, die "Idioten" zu "geborenen Assozialen", den "Imbezille" zu "geborenen Antisozialen" erklärt (Sollier). Während Séguin nahezu ohne Wirkung auf die deutsche Debatte bleibt, beeinflusst Sollier das Fach außerordentlich. Seine Theorie bildet den Hintergrund des Denkens von "Debilität" in der Weimarer Republik. Theoriebildung beider Autoren sowie Wirkungsgeschichte in Deutschland werden ausführlich auf ihre gesellschaftlichen Zusammenhänge bezogen und sozialgeschichtlich eingeordnet. Ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie drei dokumentarische Anhänge sind angefügt.

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