Glossar

DIREKTES UMFELD - Sozialer Nahraum (Familie, Freunde,
Verwandte, Schule, Betreuungseinrichtungen, Arbeitsplatz...)

 

DISKRIMINIERUNG bedeutet Ungleichbehandlung von Personen oder Gruppen
aufgrund von Merkmalen wie sexuelle Orientierung, Herkunft, Hautfarbe,
Weltanschauung, Behinderung, Erkrankung oder Alter.

 

EMOTIONALE GEWALTFORMEN - Seelische / Psychische Gewaltformen

 

EMPOWERMENT bezeichnet Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind,
das Ausmaß an Autonomie und Selbstbestimmung zu erhöhen.


ERMÄCHTIGUNG bezeichnet den Prozess, in dem subjektive Gefühle der Macht-
und Einflusslosigkeit überwunden, Handlungsräume verstärkt wahrgenommen
und Ressourcen genutzt werden. Selbstbestimmung und Empowerment sind
Teileaspekte von Ermächtigung.

 

ETIKETTIERUNG beschreibt den Prozess, in dem ein Etikett (Label) verwendet
wird, um eine Person mit einem einzigen Begriff (z.B. Diagnose) zu charakterisieren.
Etikettierung birgt die Gefahr, die Person auf dieses Etikett zu reduzieren.

 

ERSATZARBEITSMARKT - Überbegriff für Einrichtungen mit Bezeichnungen wie Werkstätte,
Beschäftigungstherapie, Tagesstruktur, Tagesbetreuung, Fähigkeitsorientierte Aktivität.
Gemeinsames Kennzeichen: Entlohnung über taschengeld-ähnliche Strukturen, ohne
Sozialversicherung, ohne geltende Arbeitsrechtbestimmungen.

 

HANDLUNGSKOMPETENZ - Begriff aus der Personalentwicklung und Pädagogik.
Sie wird als die Bereitschaft und Befähigung des Einzelnen verstanden, sich in
beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht
sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.

 

MISSBRAUCHEN - vergehen, vergewaltigen, sich vergreifen,
Gewalt antun, entehren, schänden

 

OPFER- Auf dieser Plattform wird versucht, Opfer- und Täter_innenzuschreibungen
zu vermeiden. Beide Rollen können von einer Person mehrfach besetzt werden
und es existieren weitere einflussreiche Rollen bei Gewaltgeschehen.

 

PHYSISCHE GEWALTFORMEN - Körperliche Gewaltformen


PSYCHISCHE GEWALTFORMEN - Seelische / Emotionale Gewaltformen

 

RISIKOFAKTOREN FÜR GEWALTERFAHRUNGEN: Die Höhe des Risikos für potentielle
Gewalterfahrungen wird durch bestimmte Faktoren (wie z.B. Pflege über einen langen Zeitraum, Kommunikationsbarrieren, Alter, ökonomische Abhängigkeit, Geschlecht, u.a.) beeinflusst.

 

SEELISCHE MISSHANDLUNGEN - Emotionale / Psychische Gewaltformen


SELBSTBESTIMMUNG umfasst alle Teile des menschlichen Lebens.
Die Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung ist die Wahlmöglichkeit
zwischen verschiedenen akzeptablen Alternativen.


SEXUELLER MISSBRAUCH - Sexualisierte / Sexuelle Gewaltformen


SOZIALE AUSGRENZUNG (EXKLUSION) entsteht, wenn gewisse Gruppen nicht
in das gesellschaftliche Leben einbezogen werden; der Begriff wird mit sozialem
Abstieg (Statusverlust) gleichgesetzt und ist eng mit Armut und Rollenverlust verknüpft.

 

SPRECHVERBOT - Schweigegebot

 

STEREOTYPE - Verallgemeinerungen, Vereinfachungen und „Schubladen des Denkens".
Als Stereotype werden sozial geteilte Vorstellungen über Eigenschaften und Verhaltensweisen von
Mitgliedern einer sozialen Gruppe bezeichnet, die Individualitäten außer Acht lassen
(z.B. „Frauen sind zickig; Männer sind zackig“).

 

STIGMA ist ein Merkmal, das benutzt wird, um Menschen oder Gruppen gesellschaftlich
auszugrenzen und abzuwerten.

 

TABU - Wahrnehmungs-, Denk- und Redeverbot 


TÄTER_INNEN - Auf dieser Plattform wird versucht, Opfer- und Täter_innenzuschreibungen
zu vermeiden. Beide Rollen können von einer Person mehrfach besetzt werden und es
existieren weitere einflussreiche Rollen bei Gewaltgeschehen.


TÄTER_INNEN UNFREUNDLICHE STRUKTUREN - Kultur der nichtakzeptierten Gewalt, 
Kultur des Hinsehens


TRANSFORMATION - Merkmal der Anpassung


VERÄNDERUNGSORIENTIERTE HALTUNG wird durch Selbstreflexion
und regelmäßige Bildungsangebote angeregt.


VORURTEILE sind Bewertungen einer sozialen Gruppe oder ihrer Mitglieder, die nicht sachlich
begründet sind oder selbst durch Erfahrung erworben werden.



zurück zu
Übersicht

zum Textanfang | zum Seitenanfang | zur Navigation