Persönliche Assistenz für behinderte Frauen in ganz Europa!

AutorIn: Martina Puschke
Schlagwörter: International, Projekt, Assistenz, Frauen
Textsorte: Zeitschriftenartikel
Releaseinfo: Erschienen in: WeiberZEIT einfach gesagt, Ausgabe 7/ April 2005, Seite 3 - 4. Übersetzt von Angelika Reitz.
Copyright: © Verein Weibernetz e.V. 2005

Persönliche Assistenz für behinderte Frauen in ganz Europa!

Frauen mit Behinderung aus Europa haben sich in Italien vom 9. bis 10. April zu einer Veranstaltung getroffen. Es waren etwa 100 Frauen mit Behinderungen aus 16 Ländern aus Europa dort.

DPI Italia hatte die Frauen eingeladen.

DPI Italia ist eine Organisation für und von behinderten Menschen in Italien. Diese Organisation vertritt die Interessen von Frauen und Männern mit verschiedenen Behinderungen in Italien. DPI Italia ist Mitglied in einer weltweiten Organisation, die Disabled People International, kurz DPI, heißt. Auf deutsch heißt das: Behinderte Menschen weltweit

DPI Italia hat über ein Projekt berichtet.

In diesem Projekt haben Italien, Spanien und Deutschland 3 Jahre lang zusammen gearbeitet. Diese 3 Länder haben in diesem Projekt viele Informationen zum Thema Assistenz herausgefunden und gesammelt.

Das wurde im Projekt heraus gefunden:

Es ist wichtig, dass zwischen behinderten Frauen und Männern und den Assistenzpersonen ein gutes Verhältnis besteht.

Es wäre gut, wenn es für die behinderten Menschen und die Assistenzpersonen Seminare gäbe. Hier könnten sie üben, wie sie miteinander reden und umgehen müssen.

Es ist ganz wichtig, dass Assistentinnen von den behinderten Frauen selber lernen, welche Aufgaben sie haben. Manche Assistentinnen wünschen sich dazu noch eine richtige Ausbildung als Assistentin.

Warum ist Persönliche Assistenz für behinderte Menschen wichtig?

Behinderte Menschen, die Hilfen von anderen Personen brauchen, können oft nicht selbst über diese Hilfen bestimmen. Die Helferinnen und Helfer sind zum Beispiel die Eltern oder Pflegedienste. Diese bestimmen darüber, wie eine behinderte Person den Tag verbringen muss.

Das ist bei der persönlichen Assistenz anders. Die behinderte Person sucht sich selbst Assistentinnen oder Assistenten. Die behinderte Person bestimmt selbst darüber, wann, wo und wie die Hilfe und Pflege gemacht wird.

Die behinderte Person überlegt auch, ob sie rund um die Assistenz alles selbst machen will. Ob sie zum Beispiel selbst die Löhne zahlen will oder ob ein Assistenzdienst das machen soll.

Leider gibt es persönliche Assistenz für behinderte Menschen erst in wenigen Ländern. Und nur in ganz wenigen Ländern wird sie vom Staat bezahlt.

Ganz besonders gut ist die persönliche Assistenz in Schweden geregelt. Dort bezahlt der Staat das Geld für die Assistenz.

Am Ende der Veranstaltung haben die Frauen ihre Forderungen aufgeschrieben. Sie wollen für ganz Europa ein Gesetz, in dem steht, dass es in jedem Staat Assistenz geben muss.

Martina Puschke

Übersetzung: Angelika Reitz

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Kontakt:

Weibernetz e.V.

Projekt "Politische Interessensvertretung behinderter Frauen"

Kölnische Str. 99, 34119 Kassel

Tel.: 0049 / 561 / 72885 - 85

Fax: 0049 / 561 / 72885 - 53

E-Mail: info@weibernetz.de

www.weibernetz.de

Quelle:

Martina Puschke: Persönliche Assistenz für behinderte Frauen in ganz Europa!

Erschienen in: WeiberZEIT einfach gesagt, Ausgabe 7/ April 2005, Seite 3-4. Übersetzt von Angelika Reitz.

© Verein Weibernetz e.V.

bidok - Internetvolltextbibliothek. Wiederveröffentlichung im Internet.

Stand: 24.03.2009

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