Pädagogik und Therapie ohne Aussonderung

5. Gesamtösterreichisches Symposium "Schule ohne Aussonderung -Leben ohne Aussonderung Reutte/Tirol ", Mai 1989

AutorIn: TAFIE
Themenbereiche: Schule
Textsorte: Buch
Releaseinfo: TAFIE (Tiroler Arbeitskreis für Integrative Erziehung)
Copyright: © TAFIE 1989

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Volker Schönwiese

Zwischen 1985-1996 fanden in Österreich von den Elterninitiativen für Integration organisiert 11 grosse internationale Symposien statt, die die Integration in Österreich fachlich begründeten und die Integrationsbewegung in Österreich stark beeinflusste. Da diese Symposien nur in Tagungsberichten mit kleiner Auflage oder überhaupt nicht dokumentiert wurden, wird BIDOK versuchen, nachträglich für entsprechende Publikation zu sorgen. Wie vielfältig unter Einbeziehung internationaler Perspektiven bei diesen Symposien diskutiert wurde und wie sehr die aufgeworfenen Fragestellungen immer noch aktuell geblieben sind, kann der Bericht über das 5. Symposium in Reutte/ Tirol sehr gut zeigen. (VS, Juni 99)

Lorenzo Toresini

Ein Urteil über Nicht-Integrierbarkeit ist ein a-priori-Urteil, das von vornherein über eine Integration gefällt wird, die nicht stattfindet, weil keiner da ist, der sich dafür einsetzt. Der Experte, der sich so verhält, projiziert letztlich damit Maßstäbe und Bewertungen in das Innere des Subjekts, die wesentlich eher aus jener Umwelt kommen, in die er selbst eingebunden ist. (aus dem Klappentext)

Anna Gidoni/Nerina Landi

In diesem Zusammenhang entwickelte sich der Vorschlag, die Idee, Fähigkeiten aufzuschlüsseln, die alternativ zur Suche nach Defekten und Mängeln stehen ... Unsere Sicht erspart den Eltern die täuschenden Sicherheiten, die der Delegierung der therapeutischen Kompetenz innewohnen. Dies hat auch einen schmerzliche Prozeß der Bewußtseinsbildung hervorgerufen, der dennoch die Eltern in die Lage versetzt, als Akteure in der Erziehung des eigenen behinderten Kindes eine Rolle zu spielen und um seine Rechte zu kämpfen. (aus dem Klappentext)

Jutta Schöler

Wenn es Grenzen gibt, dann sind dies unsere Grenzen. Es sind die Grenzen der Erwachsenen, der gesellschaftlichen Bedingungen, aber die Grenzen liegen nicht im einzelnen Kind. Es sind unsere Grenzen, wenn wir es nicht schaffen, uns das gemeinsame Leben und Lernen mit einem schwer behinderten Kind vorzustellen, wenn wir die notwendigen organisatorischen Bedingungen nicht herstellen können, um ein schwer behindertes Kind täglich in die Schule zu transportieren, zu windeln, zu füttern. (aus dem Klappentext)

Hans Wocken

Die integrative Schule ist in der Geschichte der Pädagogik die erste und einzige, die nun wirklich alle Kinder ohne jegliche Ausnahme und jede Auswahl aufnimmt. Die integrative Schule ist die erste wirkliche Volksschule, die erste allgemeine Schule für alle. Die integrative Schule ist die erste wahrhaft demokratische Schule. (aus dem Klappentext)

Inhaltsverzeichnis

Jutta Schöler: Herausforderung: Kleine bunte Wedel

Rupert Vierlinger: Innere Differenzierung als Schlüssel zur schulischen Integration

Hans Wocken: Vorbemerkungen zur Diskussion um aktuelle Probleme der schulischen Integration

Hans Wocken: Integration wohin - eine neue Schule für alle?

Karl-Josef Lenz: Integration von blinden und hochgradig sehbehinderten Kindern in allgemeinen Schulen

Ilsedore Wieser: Zur wissenschaftlichen Begleitung integrativer Schulversuche in Österreich

Anna Gidoni/Nerina Landi: Therapie und Pädagogik ohne Aussonderung. Italienische Erfahrungen

Judith Kessler: Integration im Vorschulbereich: Frühförderung - Therapie - Kindergarten

Sabine Abram: Integration im Vorschulbereich

Lorenzo Toresini: Gibt es nicht-integrierbare Personen?

Lorenzo Toresini: Der Mythos vom harten Kern

Dietmar Raffeiner: Arbeit - ausschließlich unser Leben?

Reinhard Gunsch: Geistig Behinderte lernen einen Beruf

Peter Malina: Grundsätzliches zu den Lebensrechten behinderter Menschen

Klaus Rhomberg: Anmerkungen zur humangenetischen Praxis

Herlinde Pissarek-Hudelist: Die Stellung der Kirche zur Aussonderung

Klasse 1c, Volksschule Reutte: Die Aufgabe ist für alle gleich

Vorwort

In Österreich ist in den letzten Jahren eine beachtliche Bewegung gegen die Aussonderung von behinderten Menschen entstanden. Die Forderung nach einem "Leben ohne Aussonderung" beruft sich auf ein fundamentales Menschenrecht, und dementsprechend treten die Eltern von behinderten Kindern und die betroffenen behinderten Personen zusammen mit Freunden und "Profis" (wie vielen Lehrern, Therapeuten, Ärzten, Wissenschaftlern usw.) mit ihren Forderungen zunehmend selbstbewußt auf.

Eine große Anzahl von regionalen Initiativen ist in Österreich entstanden, die u.a. die 11. Novelle des Schulorganisationsgesetzes erreicht haben. Damit erhielten die von den regionalen Initiativen erkämpften integrativen Schulversuche eine gesetzliche Basis und in der Folge konnten bis zum Schuljahr 1989/90 über 100 integrative Schulklassen in Österreich eingerichtet werden.

Diese soziale Bewegung hat aus ihrer Praxis gelernt, immer grundsätzlichere Fragen zu stellen und wird dadurch immer mehr zu einer gewichtigen Herausforderung für die gesamte Pädagogik und Schule, für Therapie und Medizin, sowie für die gesamte Gesellschaft und alle ihre Teilbereiche.

Die österreichischen Initiativen für eine "Schule ohne Aussonderung" veranstalten seit 1985 jährlich ein gesamtösterreichisches Symposium, um einen überregionalen und auch internationalen Austausch zu ermöglichen.

Aus den Ergebnissen des 5. gesamtösterreichischen Symposiums "Schule ohne Aussonderung - Leben ohne Aussonderung, Integration in Kindergarten, Schule und Arbeitswelt", das vom 4. bis 7. Mai 1989 in Reutte/Tirol stattfand, wurde das vorliegende Buch gestaltet.

Das Symposium wurde von dem "Tiroler Arbeitskreis für integrative Erziehung" in Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, der "Tiroler Vereinigung zugunsten behinderter Kinder" und der Sektion Reutte der Lebenshilfe Tirol veranstaltet. Das Symposium wurde dadurch ermöglicht, daß das Planseewerk Reutte seinen Festsaal und die Gemeinde Reutte die Klassenräume der Volks- und Sonderschule zur Verfügung gestellt haben. Das Organisationsteam bestand aus: Roland Astl, Heinz Forcher, Annemarie Koch, Karl-Heinz Pohler, Klaus Pohler, Hansjörg und Ulli Schindl, Volker Schönwiese, Karl Sporschill, Bärbl Stabentheiner, Norbert Syrow, Richard Triendl, Roland und Ursula Walther. Den vielen weiteren Helfern, die hier nicht alle namentlich aufgezählt werden können, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Herausgeber- und Redaktionsarbeit des vorliegenden Buches wurde durch Brigitte Herdin und Volker Schönwiese besorgt.

Autoren

ABRAM, Sabine Dr., I-39100 Bozen

GIDONI, E. Anna Dr., Kinderneurologin, Arezzo

GUNSCH, Reinhard Dr., I-39100 Bozen,

KESSLER, Judith Dr., A-1080 Wien,

LANDI, Nerina Dr., Kinderneurologin, I-50133 Florenz

LENZ, Josef, D-1000 Berlin,

MALINA, Peter Dr. Univ.-Ass, A-1090 Wien

PISSAREK-HUDELIST, Herlinde Dr. Univ-Prof, A-6020 Innsbruck,

RAFFEINER, Dietmar, I-39026 Prad am Stilfserjoch,

RHOMBERG, Klaus Dr., Arzt mit Erfahrung in genetischer A-6020 Innsbruck

SCHÖLER, Jutta Prof., D-1000 Berlin 10,

TORESINI, Lorenzo Dr., I-34143 Triest,

VIERLINGER, Rupert Dr. Univ.-Prof., Universität Passau

WIESER, Ilsedore Dr., Univ.-Prof, A-6020 Innsbruck

WOCKEN, Hans Dr. Univ.-Prof., Universität Hamburg,

Literaturempfehlungen zum Thema Integration von behinderten Menschen

Kindergarten

Kessler, Judith:Gemeinsam leben lernen. Behinderte und nichtbehinderte Kinder im integrierten Kindergarten. Verlag Jugend & Volk, Wien 1986.

Klein, G. u.a.: Integrative Prozesse in Kindergartengruppen. Über die gemeinsame Erziehung von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Deutsches Jugendinstitut, München 1987, Auslieferung: Juventa Verlag.

Miedaner, Lore: Gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder. Materialien zur pädagogischen Arbeit im Kindergarten. Deutsches Jugendinstitut, München 1986, Auslieferung: Juventa Verlag.

Schule

Bürli, Alois: Zur Behindertenpädagogik in Italien, England und Dänemark. Verlag d.Schweiz.Zentralstelle f. Heilpäd., Luzern 1985.

CERI (centre for educational research and innovation): The education of handicapped adolescent. Integration in the school. Publikation der OECD, Paris (2, rue Andre-Pascal, 75775 Paris Cedex 16, France) 1981.

CERI: Integration of the handicapped in secondary schools. Five case studies. Publikation der OECD, Paris 1985.

CERI: Young people with handicaps. The road to adulthood. Publikation der OECD, Paris 1986.

CERI: The education of handicapped adolescent. The transition from school to working live. Publikation der OECD, Paris 1983.

CERI: Handicapped Youth at work. Personal experiences of school-leavers. Publikation der OECD, Paris 1985.

Cuomo, Nicola: "Schwere Behinderungen" in der Schule - unsere Fragen an die Erfahrung. Verlag Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1988.

Eberwein, Hans: Behinderte und Nichtbehinderte lernen gemeinsam. Handbuch der Integrationspädagogik. Beltz Verlag, Weinheim 1988.

Feuser, Georg/ Heike Meyer: Integrativer Unterricht in der Grundschule. Ein Zwischenbericht über den Fortgang des Schulversuchs "Integration" in Bremen. Verlag Jarick-Oberbiel, Solms-Oberbiel 1986.

Feuser, Georg: Gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder im Kindertagesheim. Diakon. Werk Bremen (Rembertistr. 64, D-2800 Bremen 1) 1984.

Heyer, Peter/Ulf Preuss-Lausitz/Gitta Zielke: Wohnortnahe Integration. Abschlußbericht der wissenschaftlichen Begleitung über sechs Jahre Schulversuch an der Uckermark-Grundschule in Berlin-Schöneberg (1982-1988). Pädagogisches Zentrum Berlin (Uhlandstr.96/97, D-1000 Berlin 31). Der Bericht erscheint vorraussichtlich 1990 im Beltz Verlag.

Jegge, Jürg: Dummheit ist lernbar. Über Erfahrungen mit "Schulversagern". Rowohlt Verlag, Reinbek 1983.

Jegge, Jürg: Angst macht krumm. Rowohlt Verlag, Reinbek 1983.

Kasztantowicz, Ulrich (Hrsg.): Wege aus der Isolation. Konzepte und Analysen der Integration Behinderter in Dänemark, Norwegen, Italien und Frankreich. Schindele Verlag, Heidelberg 1982.

Lau, Gisela und Wolf-Dieter: Jenny darf nicht in die Oberschule - Dokumentation. Berlin 1987, im Eigenverlag von Gisela und Wolf-Dieter Lau, Neue Straße 6, D-1000 Berlin 37.

Meissner, Klaus/Erik Hess (Hrsg.): Integration in der pädagogischen Praxis. Auf dem Weg zur Nichtaussonderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Edition Diesterweg-Hochschule (Diesterweg-Hochschule e.V., Ahornstr 5, D-1000 Berlin 30, Tel.: (030) 246992), Berlin 1988.

Muth, Jakob: Behinderte in allgemeinen Schulen. Verlag Neue Deutsche Schule, Essen 1982.

Muth, Jakob: Integration von Behinderten. Über die Gemeinsamkeit im Bildungswesen. Verlag Neue Deutsche Schule, Essen 1986.

Mutzeck, Wolfgang/Waldemar Pallasch: Integration von Schülern mit Verhaltensstörungen. Deutscher Studien Verlag, Weinheim 1987.

Pestalozzi, Hans A.: Auf die Bäume Ihr Affen. Zytglogge Verlag, Bern 1989.

Preuss-Lausitz, Ulf: Fördern ohne Sonderschule. Konzepte und Erfahrungen zur integrativen Förderung in der Regelschule. Beltz Verlag , Weinheim 1981.

Preuss-Lausitz/Richter/Schöler: Integrative Förderung Behinderter in pädagogischen Feldern Berlins, TU Berlin, 1986.

Projektgruppe Integrationsversuch: Das Fläming Modell. Gemeinsamer Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder an der Grundschule. Beltz Verlag, Weinheim 1988.

Rudnick, Martin: Laßt uns mit euch leben! Beltz Verlag, Weinheim 1983.

Schöler, Jutta (Hrsg.): Italienische Verhältnisse - insbesondere in Schulen in Florenz. Verlag Klaus Guhl, Berlin 1988.

Schülerschule (scuola di Barbiani). Brief über die Lust am Lernen. Wagenbach Taschenbuch, Berlin 1984.

Spandauer Verhältnisse für Kinder und Jugendliche mit/ohne Behinderungen. Integration durch gemeinsames Leben und Lernen. Verlag Klaus Guhl, Berlin 1989.

Valtin, Renate /Alfred Sander/Anton Reinartz (Hrsg.): Gemeinsam leben - gemeinsam lernen. Behinderte Kinder in der Grundschule. Konzepte und Erfahrungen. Dieses Buch ist zu bestellen bei: Arbeitskreis Grundschule e.V., Schloßstraße 29, Postfach 900 148, D-6000 Frankfurt/Main 90. (ca. DM 22,-, 330 Seiten).

Wocken, Hans/Georg Antor (Hrsg.): Integrationsklassen in Hamburg. Verlag Jarick Oberbiel, Solms-Oberbiel 1987.

Wocken, Hans/Georg Antor/Andreas Hinz (Hrsg.): Integrationsklassen in Hamburger Grundschulen. ( Stand: 25.04.2005, Link aktualisiert durch bidok) Curio Verlag Erziehung und Wissenschaft, Hamburg (Rothenbaumchaussee 11, 2000 Hamburg 13) 1988.

Therapie

Aly,Monika/Götz Aly/Morlind Tumler: Kopfkorrektur oder der Zwang gesund zu sein. Ein behindertes Kind zwischen Therapie und Alltag. Rotbuch Verlag, Berlin 1981.

Milani-Comparetti,Adriano/Ludwig O. Roser: Förderung der Normalität und Gesundheit in der Rehabilitation. In: Wunder, Michael/ Udo Sierk (Hrsg.): Sie nennen es Fürsorge. Behinderte zwischen Vernichtung und Widerstand. Verlag Dr.med.Mabuse, Frankfurt (Postfach 110642, D-6000 Frankfurt 1) 1987, Seite 77-88.

Wegen der Wichtigkeit dieses Artikels wird er als Einzelbeitrag eines Sammelbandes hier eigens aufgeführt.

Pikler, Emmi: Laßt mir Zeit - Die selbständige Bewegungsentwicklung des Kindes bis zum freien Gehen. Pflaum Verlag, München 1988.

Aucouturier,Bernard/Andre Lapierre: Bruno. Bericht über eine psychomotorische Therapie bei einem zerebral-geschädigten Kind. Verlag Ernst Reinhardt, München 1982.

Von der Behandlung der Krankheit zur Sorge um die Gesundheit ... Dokumentation einer Fachtagung des Paritätischen Bildungswerkes Bundesverband (Heinrich-Hoffmann-Str.3, D-6000 Frankfurt am Main) 1985.

Freinet-Pädagogik/Montessori/Alternativen/Didaktik

Andresen-Möller, Ute: Das erste Schuljahr. Unterrichtsmodelle. Klett Verlag, Stuttgart 1987.

Andresen, Ute: Das zweite Schuljahr. Beltz Verlag, Weinheim 1986.

Baillet, Dietlinde: Freinet - praktisch. Beispiele und Berichte aus Grundschule und Sekundarstufe. Verlag Beltz-praxis, Weinheim 1983.

Fittkau, Bernd: Pädagogisch-psychologische Hilfen für Erziehung, Unterricht und Beratung. 2 Bände. Agentur Pedersen, Braunschweig 1983.

Freinet, Celestin: Die moderne französische Schule. Verlag Schöningh, Paderborn 1979.

Freinet, Celestin: Pädagogische Texte - mit Beispielen aus der praktischen Arbeit nach Freinet. rororo-sachbuch, Reinbek 1980.

Freinet, Elise: Erziehung ohne Zwang. Der Weg Celestin Freinets. Verlag dtv/Klett-Cotta, München 1985.

Hänsel, Dagmar: Handlungsspielräume. Portrait einer Freinet-Gruppe. Verlag Beltz-Bibliothek, Weinheim 1985.

Heggle, Irmintraud: Lernziel freie Arbeit. Unterrichtsbeispiele aus der Grundschule. Beltz Verlag, Weinheim 1988.

Holtstiege, Hildegard: Maria Montessoris Neue Pädagogik: Prinzip Freiheit - Freie Arbeit. Herder Verlag, Freiburg,1987.

Holtstiege, Hildegard: Maria Montessori und die reformpädagogische Bewegung. Herder Verlag ,Freiburg 1986.

Jörg, Hans (Hrsg.): Praxis der Freinet-Pädagogik. Verlag Schöningh-Neue Reihe Pädagogik, Paderborn 1981.

Kayser, Annette/Lieselotte Schäkel: Kinder und Lehrer lernen: freie Arbeit. Scriptor Verlag, Frankfurt 1986.

Klein Jäger, Wilma: Fröbel Material, Edition Schindele, Heidelberg 1987.

Koitka, Christine: Freinet-Pädagogik. Unterrichtserfahrungen zu: Freier Text, Selbstverwaltung, Klassenzeitung, Korrespondenz u.a.; Basis Verlag, Berlin 1977.

Kramer, Rita: Maria Montessori. Biographie. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 1983.

Kret, Ernst: Spielend lernen. Veritas Verlag, Linz 1989 (auch Materialkoffer lieferbar).

Laun, Roland: Freinet - 50 Jahre danach. Verlag bvb-Edition Schmidt-Herb & Mehlig, Heidelberg 1983.

Löwe, Armin: Pädagogische Hilfen für hörgeschädigte Kinder in Regelschulen. Eine Handreichung für Eltern und Lehrer gehörloser und schwerhöriger Regelschüler. Schindele Verlag, Heidelberg 1987.

Meyer, Gertrud: Schauelmümpfeli 1-3. Handfestes für Lehrende und Lernende. Zytglogge Verlag, Bern 1987/88/89.

Meyer, Hilpert: Unterrichtsmethoden. Band 1: Theorie, Band 2: Praxis. Scriptor Verlag, Frankfurt 1988/89.

Montessori, Maria: Kinder sind anders. dtv, München 1987.

Montessori, Maria: Erziehung zum Menschen. Montessori Pädagogik heute. Fischer Verlag, Frankfurt 1984.

Pallasch, Waldemar/Dietmar Zopf: "Methodik" und "Praktik". Bausteine für den Unterricht. 2 Bände. Beltz Verlag, Weinheim 1987.

Politische Ziele der Freinet-Pädagogik. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Ingrid Dietrich. Verlag Beltz, Weinheim 1982.

Wild, Rebeca: Erziehung zum Sein. Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. Arbor Verlag, Heidelberg 1988.

Elternberichte

Beuys, Barbara: Am Anfang war nur Verzweiflung. Wie Eltern behinderter Kinder neu leben lernen. Rowohlt Verlag, Reinbek 1984.

Häusler, Ingrid: Kein Kind zum Vorzeigen? Bericht über eine Behinderung. rororo, Reinbek 1979.

Mitgutsch, Waltraud Anna: Ausgrenzung (Roman). Luchterhand Verlag, Frankfurt 1989

Zeile, Edith (Hrsg.): Ich habe ein behindertes Kind. Mütter und Väter berichten. dtv sachbuch, München 1988.

Berichte von Betroffenen

Carlson, Earl: So geboren. Lebensbericht eines spastisch gelähmten Arztes und Heilpädagogen. Ogham Verlag. Stuttgart 1981.

Eggli, Ursula: Herz im Korsett. Tagebuch einer Behinderten. Zytglogge Verlag, Bern 1977.

Knop, Jürgen: Sie werden uns doch bemerken müssen. Geschichten aus einem behinderten Leben. SOAK-Verlag (D-3000 Hannover, Am Taubenfelde 30) Hannover 1981.

Nolan, Christopher: Unter dem Auge der Uhr (autobiographischer Roman). Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1989

Paulmichl, Georg: Verkürzte Landschaft. Texte und Bilder. Haymon Verlag, Innsbruck 1990.

Radtke, Peter: M wie Tabori. Erfahrungen eines behinderten Schauspielers. Pendo Verlag, Zürich 1987.

Schlett, Christa: Krüppel sein dagegen sehr. Lebensbericht einer spastisch Gelähmten. Fischer Verlag, Frankfurt 1984.

Schwerdt, Cilly: Hunger auf Blüten. Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1986.

Zötsch, Hugo: Meine Zettel, Verlag Garage, Graz 1988.

Selbsterfahrung für Nichtbehinderte

Leisen/Trabert: Selbsterfahrung. Ein Weg für Nichtbehinderte zum besseren Verständnis der Behinderung. Verlag der AG-SPAK (Adlzreiterstr.23, D-8000 München 2, Tel.: 06-089-774078), München.

Sexualität und Behinderung/Geschlechtsrollen

Ewinkel/Hermes u.a.: Geschlecht: behindert, bes. Merkmal: Frau. Ein Buch behinderter Frauen über ihre Lebenssituation. Verlag der AG-SPAK (Adlzreiterstr.23, D-8000 München 2, Tel.: 06-089-774078), München 1985.

Hoyler-Herrmann, Annerose/Joachim Walter: Sexual-pädagogische Arbeitshilfe für geistigbehinderte Erwachsene. Verlag Schindele, Heidelberg 1987.

Köbsell, Swantje: Eingriffe. Zwangssterilisation geistig behinderter Frauen. Verlag der AG-SPAK (Adlzreiterstr.23, D-8000 München 2, Tel.: 06-089-774078), München 1987.

Schildmann, Ursula: Lebensbedingungen behinderter Frauen. Focus Verlag, Gießen 1983.

Walter, Joachim: Sexualität und geistige Behinderung. Schindele Verlag, Heidelberg 1983.

Walter, J./A. Hoyler-Herrmann: Erwachsensein und Sexualität in der Lebenswirklichkeit geistig behinderter Menschen. Biographische Interviews. Schindele Verlag, Heidelberg 1987.

Ambulante Dienste für Behinderte

Behindernde Hilfe oder Selbstbestimmung der Behinderten. Neue Wege gemeindenaher Hilfen zum selbständigen Leben. Vereinigung Integrationsförderung München (Klenzestr.57, D-8000 München 5, Tel.:089-2015466).

Mayer, Anneliese/Jutta Rütter (Hrsg.): Abschied vom Heim. Verlag der AG-SPAK (Adlzreiterstr.23, D-8000 München 2, Tel.: 06-089-774078), München 1988.

Faschismus

Aly, Götz/ Karl Heinz Roth: Die restlose Erfassung. Volkszählen, Identifizieren, Aussondern im Nationalsozialismus. Rotbuch Verlag, Berlin 1984.

Aussonderung und Tod. Die klinische Hinrichtung der Unbrauchbaren. Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits-und Sozialpolitik, Bd.1, Rotbuch Verlag, Berlin 1985.

Dörner, Klaus: Tödliches Mitleid. Zur Frage der Unerträglichkeit des Lebens; oder: die Soziale Frage: Entstehung, Medizinisierung, NS-Endlösung heute, morgen. Verlag Jakob van Hoddis, Gütersloh 1988.

Klee, Ernst: "Euthanasie" im NS-Staat. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Fischer Verlag, Frankfurt 1983.

Müller-Hill, Benno: Tödliche Wissenschaft. Die Aussonderung von Juden, Zigeunern und Geisteskranken 1933-1945. rororo aktuell, Reinbek 1984.

Reform und Gewissen. "Euthanasie" im Dienst des Fortschritts. Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits-und Sozialpolitik, Bd.2, Rotbuch Verlag, Berlin 1985.

Sierk, Udo/Nati Radtke: Die Wohltäter-Mafia. Vom Erbgesundheitsgericht zur Humangenetischen Beratung, Hamburg 1984, Verlag Dr. med. Marbuse (Postfach 11 06 42, D-6000 Frankfurt 1).

Stromberger: Die Ärzte, die Schwestern, die SS und der Tod. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec 1988.

Wichtige Bücher / Überblicksbücher / Sammelbände

Daniels, Susanne u.a.: Krüppel-Tribunal. Menschenrechtsverletzungen im Sozialstaat. Verlag AG-SPAK (Adlzreiterstr.23, D-8000 München 2, Tel.: 06-089-774078), München 1983.

Daoud-Harms, Mounira: Blindheit. Zur psychischen Entwicklung körpergeschädigter Menschen. Campus Verlag, Frankfurt 1986.

Deppe-Wolfinger, Helga: Behindert und abgeschoben. Zum Verhältnis von Behinderung und Gesellschaft. Beltz Verlag, Weinheim 1983.

Ebert, Dorothee (Hg.): Wer behindert wen. Eltern behinderter Kinder und Fachleute berichten. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 1987.

Jantzen, Wolfgang: Allgemeine Behindertenpädagogik. Beltz Verlag, Weinheim 1987.

Klee, Ernst: Behindert. Ein kritisches Handbuch. Fischer Verlag, Frankfurt 1980.

Meister, Birgit/ Volker Schönwiese/ Klaus Thaler/ Ilsedore Wieser (Hrsg.): Blinder Fleck und rosarote Brille. Behinderung und Integration als Herausforderung für Familie, Kindergarten und Schule. Österreichischer Kulturverlag (Thaur) 1989.

Das bisher einzige Buch, das den österreichischen Stand der Integration beschreibt!

Niedecken, Dietmut: Namenlos. Geistig Behinderte verstehen. Ein Buch für Psychologen und Eltern. Vorwort Mario Erdheim. Piper Verlag, München 1989.

Reichmann, Erwin (Hrsg.): Handbuch der kritischen und materialistischen Behindertenpädagogik. Verlag Jarick Oberbiel, Solms-Oberbiel 1984.

Sorrentino, Anna Maria: Behinderung und Rehabilitation. Ein systemischer Ansatz. Verlag Modernes Lernen, Dortmund 1989.

Speck, Otto: System Heilpädagogik. Reinhardt Verlag, München 1988.

Rosenberger, Manfred: Ratgeber gegen Aussonderung. Schindele Verlag, Heidelberg 1988.

Steiner, Gusti: Hand- und Fußbuch für Behinderte. Fischer Verlag, Frankfurt 1988.

Wunder, Michael/ Udo Sierk (Hrsg.): Sie nennen es Fürsorge. Behinderte zwischen Vernichtung und Widerstand. Verlag Dr.med.Mabuse, Frankfurt (Postfach 110642, D-6000 Frankfurt 1) 1987.

Eine Auswahl von Grundsatzbüchern

Basaglia, Franco: Der Begriff der Psychiatrie. edition suhrkamp 708, Frankfurt 1974.

Basaglia, Franco: Die abweichende Mehrheit. Die Ideologie der totalen sozialen Kontrolle. edition suhrkamp 537, Frankfurt 1972.

Basaglia, Franco: Die negierte Institution. Oder: Die Gemeinschaft der Ausgeschlossenen. Ein Experiment der psychiatrischen Klinik in Görz. edition suhrkamp, Frankfurt 1971.

Bettelheim, Bruno: Liebe allein genügt nicht. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1970.

Bettelheim, Bruno: So können sie nicht leben. Die Rehabilitierung emotional gestörter Kinder. Verlag dtv/Klett-Cotta, München 1985.

Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Über die Geburt des Gefängnisses. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1977.

Goffman, Erving: Asyle. Die soziale Situation psychiatrischer Patienten. edition surkamp 678, Frankfurt 1973.

Goffman, Erving: Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. stw 140, Frankfurt 1988 (8.Auflage).

Gstettner, Peter: Zwanghaft deutsch? Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec 1988.

Miller, Alice - alle im Buchhandel erhältlichen Bücher sind zu empfehlen.

Schmidbauer, Wolfgang: Die hilfslosen Helfer: Über die seelische Problematik der helfenden Berufe. Rowohlt Verlag, Reinbek 1985.

Trojan, Alf (Hrsg): Wissen ist Macht. Eigenständig durch Selbsthilfe in Gruppen. Fischer Verlag, Frankfurt 1986.

Willis, Paul: Spaß am Widerstand. Gegenkultur in der Arbeiterschule. Syndikat Verlag, Frankfurt 1982.

Zeitschriften:

"Behindertenpädagogik", Verlag Jarick Oberbiel, Postfach 30, D-6336 Solms, Lahn 2, Tel.:06441-5868.

"Behinderte in Familie Schule und Gesellschaft", Vertrieb: Alberstraße 8, A-8010 Graz.

"b:i" - betrifft integration, Redaktion: Helmut Spudich, A-2392 Sulz 191/3, Tel.:02238-83714.

"Gemeinsam leben", Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen (BRD), Christa Roebke, Auguste Viktoria Str. 55, D-5040 Brühl.

"Gemeinsam leben", Deutsches Jugendinstitut, Projektgruppe "Integration von Kindern mit besonderen Problemen", Freibadstraße 30, D-8000 München 90, Tel.:089-62306-206.

"LOS", Vertrieb: Klaudia Karoliny, Hallestr. 1/2, 4030 Linz

"randschau", Vertrieb: Gerda Jansen, Pohlmannstraße 13, D-5000 Köln 60, Tel.:0221-7121300.

"zusammen: behinderte und nichtbehinderte Mitmenschen", Friedrich Verlag, 3016 Seelze 6.

Quelle:

TAFIE (Hrsg.): Pädagogik und Therapie ohne Aussonderung. 5. Gesamtösterreichisches Symposium

Autoreneigenverlag TAK, Innsbruck 1990

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 25.04.2005

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