Behinderung und Identität

Inszenierungen des Alltags

Textsorte: Artikel
Releaseinfo: Erschienen in: Mürner, Christian/ Sierck, Udo (Hg.) Behinderte Identität) Neu Ulm: AG Spak Verlag 2011, Seite 143-162.
Copyright: © Volker Schönwiese 2011

Behinderung und Identität: Inszenierungen des Alltags

Identität ist entscheidend von der Fähigkeit bestimmt, das Selbstbild, ein vermutetes Fremdbild sich selbst gegenüber und das wie auch immer verifizierte Fremdbild in einem Gleichgewicht zu halten. Markowetz (2000) beschreibt Identität "als prozessual-dynamische, situative und transsituative Integrations- und Balanceleistung". Es stellt sich die Frage, wie unter den Bedingungen der Zuschreibung Behinderung und der sozial-kulturell-politisch gesteuerten Umgangsweise mit Unterstützungsbedarf von behinderten Menschen die zu beobachtenden Interaktionsspannungen "trianguliert" werden können. Maskos (2004) hat überzeugend die vielfältigen Strukturen des Stigmamanagements von behinderten Personen beschrieben und gefragt, ob Behinderung immer "beschädigte Identität" (Goffman 1970) zur Folge haben muss. Sie weist darauf hin, dass die klassischen Beschreibungen von Goffman u.a. aus einer Zeit stammen, in der die Tätigkeit der Selbstbestimmt Leben Bewegung noch kein relevanter politischer Faktor war und noch viel weniger als heute das Potential für veränderte Alltagskulturen in der Interaktion von behinderten und nichtbehinderten Personen hatte. "Bevor man ... die Ergebnisse von Davis und anderen zu einer Art universellen Reaktionsschema Behinderter verallgemeinert, sollte man die Zeit in Betracht ziehen, in der Davis zu seinen Forschungsergebnissen kam. Nach einem über 30jährigen kulturellen Einfluss der Behindertenbewegung gibt es sicher sehr individuelle Ausdifferenzierungen der Interaktionsstufen zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen, die dabei nicht nur zu der Verleugnung von Devianz, sondern auch umgekehrt zu ihrer positiven Herausstellung führen kann" (Maskos 2004). Maskos argumentiert auch: "Die Auseinandersetzung, die dem Stigma seine ‚beschädigende' Wirkung zu nehmen versucht, kann verschiedene Formen annehmen. ... Einerseits die Transformation der den ‚beschädigenden' Urteilen zu Grunde liegenden Werte, zum anderen die Identifikation mit anderen Körperbehinderten. Beides entzieht Identitätskonflikten ... den Boden." (ebd.)

Im vorliegenden Beitrag möchte ich anhand von persönlichen Geschichten einen weiteren narrativen Beitrag zum Verständnis der Interaktionsdynamik zwischen behinderten und nichtbehinderten Personen leisten. Es geht dabei um eine Darstellung des prekären Charakters von Strategien der InteraktionspartnerInnen (incl. meiner eigenen) und um eine erweiterte Setting-Beschreibung mit kurzen Verweisen auf Theoriezusammenhänge.

1 Sandler

Ich komme von einer Tagung am Bahnhof an und warte - im Rollstuhl sitzend - auf meinen Begleiter. Wie ich so etwas gelangweilt dasitze, kommen mir leicht schwankend zwei Personen entgegen, Plastiksäcke mit Bier- und Weinfaschen in den Händen, Personen, die ich schnell als Obdachlose "Sandler" ("Penner") einordne. Ich mache den "Fehler", ihnen wohl zwei Sekunden zu lange in die Augen zu schauen; jedenfalls kommt der jüngere der beiden Männer direkt auf mich zu, zückt seine Geldtasche und überreicht mir 10 Euro. Dass mir Geld geschenkt wird, ist mir früher manchmal passiert und für RollstuhlfahrerInnen eine nicht unbekannte Erfahrung. Aber jetzt schon von "Sandlern", frage ich mich, schaue ich wirklich schon so "alt" aus? Ich wehre jedenfalls ab, versuche schonend zu sagen, dass ich genug Geld habe usw. Daraufhin erklärt der eine "Sandler" dem anderen, der die Szene unfreundlich beobachtet, indem er mit dem Finger auf mich zeigt: "Nachbar in Not. Und die sind die ärmsten"! Ich weiß mir nicht mehr zu helfen und versuche das Kompromissangebot zu machen, er möge doch unter meinem Namen die 10 Euro auf das Konto von "Nachbar in Not" einzahlen. Der "Sandler" macht ein Gegenangebot, er steckt den Zehner-Schein wieder ein: "Dann nimm wenigstens 2 Euro". Der andere "Sandler" beginnt aggressiv zu werden - "lass ihn doch" - und versucht seinen Kollegen unsanft wegzuziehen. Fast kommt es zu einer Schlägerei. Die Ankunft meines Begleiters löst die Situation - alle gehen ihrer Wege.

Diese Szene lese ich zuerst mal als ein Beispiel für die Macht von Projektionen. Sie zeigt in diesem Zusammenhang sehr typisch den alltäglichen Wunsch oder die traurige Befriedigung, die davon ausgeht, dass es anderen schlechter geht als einem selbst. Die dargestellte Szene ist nur unter der Bedingung zu verstehen, dass die "Sandler" (Penner) nichts Reales über mich wussten. Mein Rollstuhl war für sie Beweis meines "Arm-Seins". Im Sinne eines zweiten semiologischen Systems (Barth 2003) ist das Zeichen Rollstuhl mit "Arm-Sein" verbunden, die Bedeutung des Rollstuhls als alltäglicher Gebrauchsgegenstand (wie z.B. ein Fahrrad) ist verdeckt und nicht mobilisierbar, schon gar nicht durch meinen Hinweis, dass ich gar nicht "arm" bin. Der Blick ist auf den Rollstuhl als Transformations-Symbol fixiert (vgl. Schönwiese 2007) und verweist auf die gesellschaftliche Funktion von behinderten Menschen als Projektionsfeld für Schicksalskonstruktionen , um von politisch-sozialen Konflikten abzulenken. Diese Funktion der Repräsentationen von Behinderung und ihre Mechanismen lassen sich bis in die frühe Neuzeit nachweisen (vgl. Mürner/ Schönwiese 2007)

Bezogen auf die "Sandler" stellt sich die Situation umgekehrt allerdings ähnlich dar: Mir war ohne nachzudenken klar, dass die beiden Männer "Sandler" waren, obdachlos und Alkoholiker, vermutlich "arm". Dies determinierte meine handlungsleitende Bewertung und Abwehrstrategie. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die "Sandler" sich als "soziale Problemfälle" fühlten, die man besser nicht anschaut (auch nicht zwei Sekunden lang, das ist schon ein Regelbruch), vor denen man besser Distanz wahrt oder krampfhaft so tut, als wäre nichts (im Sinne der Irrelevanz-Regel nach Goffman bzw. Emerson 1974): "... können wir versuchen zu handeln, als ob er ein ‚Niemand' sei und überhaupt nicht jemand Gegenwärtiges, von dem rituell Notiz genommen werden muss." (Goffman 1970, S. 29)

Dass die "Sandler" mein sehr "normales" Abwehr- und Ausweichverhalten kennen und unter anderen Umständen geschickt zum "Ansandeln"- Spenden einfordern (als sekundären Gewinn im Rahmen des Stigmamanagements, Goffman 1970, S.20) - benutzen, steht noch auf einem anderen Blatt.

Im Versuch, mich zum "Allerärmsten" zu erklären, ist die Angst, selbst zum Außenseiter erklärt und ausgesondert zu werden, stark zu spüren. Dies ist als allgemeines Phänomen gut bekannt, jeder Mensch hat eigene Anteile, die er nicht mag, bei sich selbst ablehnt oder in denen er Normen nicht nachkommt - nicht schön genug, nicht leistungsfähig genug, nicht reich genug. - individuelle Bezugnahmen auf gesellschaftliche Ästhetik-Diskurse, Leistungsanforderungen und -kulte sowie die großen gesellschaftlichen Verteilungsfragen vermischt mit fundamentalen Existenzfragen. Diese Angst vor der eigenen Abweichung agiert im Rahmen der gesellschaftlich projektiven Funktion von Behinderung und führt z.B.

  • zum Erschrecken beim Anblick von abweichenden Personen (z.B. Personen mit Lernschwierigkeiten, physisch als abweichend erkannte Personen),

  • zum meist unbewussten Wunsch, dass diese Personen nicht so sein sollten, wie sie sind bzw. nicht hier sein sollen (in der konsequentesten Form verbunden mit Euthanasie/Todeswunsch), oder

  • zu unmittelbar empfundenen Mitleidsgefühlen, die in spontanen Aktionen wie z.B. Spenden umgesetzt werden (wobei solches Mitleid von "einfühlendem Verstehen" zu unterscheiden ist, auf das wir alle existentiell angewiesen sind).

Die beschriebene Szene reproduziert Spendensammlungen für behinderte Personen, die den gleichen Mechanismus nutzen und zyklisch auf alltägliches Verhalten verstärkend zurückwirken. Spendensammlungen wie die in Österreich weiterhin ungebrochen agierende Aktion "Licht ins Dunkel" erreichen durch die aufwendig inszenierte Öffentlichkeit der Spende eine emotionale Koppelung, die alle Zweifel an dem Sinn der Spende aus dem Weg räumt. Mit den Spenden werden oft Einrichtungen finanziert, die garantieren, dass behinderte Personen vom allgemeinen gesellschaftlichen Alltag ferngehalten werden; somit wird der Abwehrwunsch durch die Spende verwirklicht und ritualisiert unsichtbar gemacht. In vielen Ländern werden weiterhin derartige Shows produziert; ähnlich inszeniert sind Ehrungen von behinderten Personen, die "trotz ihrer Behinderung" etwas geleistet haben. Die "Aktion Mensch" in Deutschland, die ausdrücklich an Menschenrechten orientiert ist, stellt eher die Ausnahme. In jedem Fall beinhalten Spenden und Charity-Inszenierungen mächtige Zuschreibungen, die je nach Status der betroffenen Person durchaus andere Bedeutungen haben können. Dazu ein Beispiel:

Zu Beginn der 80er-Jahre hat Ernst Klee (vgl. Klee 1980) mit unserer Innsbrucker Initiativgruppe ein Seminar veranstaltet. Dabei haben wir ein aktionistisches Rollenspiel gemacht. Wir haben uns im Innsbrucker Stadtzentrum verteilt und kleine Geldbeträge an PassantInnen verschenkt - unter dem Motto: Behinderte spenden Nichtbehinderten. In der Reflexion nach diesem Rollenspiel konnten wir bemerkenswerte Erkenntnisse gewinnen. Kinder und Jugendliche haben das Geld freudig angenommen und sind damit meist schnell weggelaufen. Männer mittleren Alters gingen immer ohne Reaktion vorbei, als wären wir nicht vorhanden - die perfekte "als wäre nichts-Reaktion" (nach der Irrelevanzregel). Frauen mittleren Alters antworteten oft mit einer kurzen freundlichen oder verständnisvollen Bemerkung oder blieben stehen und erkundigten sich darüber, was wir hier machen. Ältere Personen reagierten durchwegs schroff ablehnend bis zornig. Ein älterer Herr, der am Stock an mir vorbeiging und dem ich eine Spende geben wollte schrie mich - den Stock drohend schwingend - an "um die Ecke wollte mir schon jemand 20 Schillinge schenken - so eine Frechheit!!!" Eine sprachbehinderte Person aus unserer Gruppe kam mit wesentlich mehr Geld zurück als sie mitgenommen hatte - sie wurde bei dem Versuch Geld zu verschenken vielfach selbst beschenkt.

Alle Inklusions-Diskussionen gehen davon aus, dass Angst als Identität stiftende Funktion nur entgegengetreten werden kann, wenn alltägliche Begegnungsmöglichkeiten unter günstigen (institutionellen) Bedingungen geschaffen werden, die dialogische Validierungen ermöglichen (vgl. Markowetz 1998). Das Stichwort dazu ist die "Neugestaltung der Umwelt als inklusive Gesellschaft" (Hinz 2006) als wie auch immer reale Utopie oder heterotoper Raum (Foucault 2005). Dazu gehört der Abbau unterschiedlichster Barrieren, die hohe symbolische Bedeutung und große Auswirkungen auf Aushandlungsprozesse zwischen behinderten und nichtbehinderten Personen haben. Dazu möchte ich einige eigene Erlebnisse berichten.

2 Stufen

Szene 1

Ich fahre nach Wien, hab' an einem Donnerstag eine Arbeitsgruppe zur schulischen Integration im Unterrichtsministerium. Ich denke, ich bleibe noch übers Wochenende in Wien, mach mir am Freitag noch ein paar Termine. Die Termine fallen dann ins Wasser; sehr schön, ein freier Freitag. Ich wohne im ersten Stock ohne Lift bei lieben Freunden. Alleine komme ich weder aus der Wohnung heraus noch hinein. In der Früh gehen meine Bekannten alle in die Arbeit, ich alleine in der Wohnung. Dummerweise hab' ich nichts Interessantes zum Lesen mitgenommen. Ich krame in der Wohnung, suche nach Literatur, nichts Tolles zu finden. Ich lese sowieso dauernd beruflich. In der Arbeit lesen, in der Freizeit lesen. Nein, das ist nervend. Ich entdecke den Fernseher, toll - sehr viele Programme. Also nichts wie hinein. Verdammt, ist das öd, lauter Blödsinn. Ich lande beim Kieler Regattatag, erlebe sensationelle Fehlstarts, und Abbruch des Rennens, weil der Wind gedreht hat. Die nächste Sensation in Kiel, es fängt an zu regnen. Ich schalte den Apparat wieder ab. Soll ich nicht besser ein Taxi rufen, denen erklären, dass ich im ersten Stock sitze, dass die mir jemanden senden, der mich hinuntertragen kann, und fahre dann in eine Buchhandlung, kaufe Bücher, fahr dann irgendwohin in den Prater (Park), lese (schon wieder) - nein, alles zu mühsam. Und Taxler, der ausreichend stak ist und bereit ist, mich herumzutragen, würde ich sowieso keinen finden, oder es wird ganz schön teuer. Verdammt, ich emanzipierter Behinderter trau mich einfach nicht, mich mit der Taxi-Zentrale herumzuschlagen. Probiert hab' ich das noch nie, warum ausgerechnet jetzt? Lassen wir es. Der Tag beginnt mir auf den Kopf zu fallen. Wie ich abstürze, wenn ich mich nicht mit Arbeitsterminen vollpflastere! Wenn es um die Arbeit geht, da hab' ich mir immer noch alles organisiert, und wenn es darum geht, einen Tag allein und angenehm zu gestalten, bin ich unfähig. Typisch. Am besten ich schalte wieder den Fernseher ein. Toll, die Nummer eins verliert gegen eine Null im Tennis, na wenigstens etwas Erfreuliches. Meine Stimmung wird immer aggressiver, nervöser und dann depressiv. Wie komme ich hier raus? Warum hab' ich nichts geplant, mir keinen Assistenten besorgt? Das müsste ich wohl schön langsam drinnen haben: ohne mitdenken, vorausdenken, planen geht halt schon gar nichts, wenn man auf Unterstützung angewiesen ist. Warum hab' ich mir gestern so phlegmatisch nichts gedacht! Selbstzorn. Wenn es wenigstens regnen würde! Wäre ich doch gleich wieder nach Hause gefahren! Am Abend kommen die Freunde nach Hause, ich lade sie zum Essen ein, bin aber gar nicht kommunikativ.

Szene 2:

Vor vielen Jahren war ich für ein Monat in einem integrierten Studentenheim zu Besuch. Feldstudie. Viele behinderte Studierende, noch mehr nichtbehinderte (interner Slogan: Zweibeiner). Sie haben dort viel Erfahrung miteinander. Ich begegne am Gang einem Bekannten. Er fragt, ob ich am Abend mitgehen möchte zu der Veranstaltung XY. Ich frage: Sind dort viele Stufen? Er schimpft los: "Ach diese Scheiß-Behinderten. Ich stelle eine ganz normale Frage, und was kommt? Stiegen! Stiegen! Überleg doch zuerst einmal, ob Du mitgehen möchtest, und denk dann nach, ob Du es organisieren kannst!"

Szene 3:

Gute Freunde wohnen in einer Parterre-Wohnung. Ich besuche sie manchmal oft, manchmal sehr selten. Ich komme zwar mit Mühe, aber immerhin selbständig in die Wohnung. Sie ziehen um. In den 4. Stock. Ich bin zornig. Wo kommen wir hin, wenn auch all die, die genau wissen, was für Barrieren Stufen sind, in die letzten Dachböden ziehen! Was für eine Ungerechtigkeit, von mir zu verlangen, dass niemand mehr in eine Wohnung ohne Lift ziehen soll! Ich weiß es, aber der Zorn ist da; was soll ich tun? Über die Jahre verläuft sich die Freundschaft vollständig.

Szene 4:

Ich habe Bekannte im 3. Stock. Ich besuche sie, werde hinaufgetragen, schöner Abend, es wird spät, um 3 Uhr in der Früh werd ich wieder hinuntergetragen. Das geht am besten, wenn man mich über die Schulter nimmt, wie einen Zementsack, wie ich manchmal zynisch sage. Am Vormittag gehen die Bekannten ins Lebensmittelgeschäft in der gleichen Straße. Aufgeregt wird ihnen erzählt, dass gerade der Briefträger vorbeigekommen ist und erzählt hat, dass in ihrem Haus jemand ermordet worden ist. Man hat gesehen, wie die Leiche in der Nacht abtransportiert worden ist. Ich weiß, die Zementsack-Methode (die in "Wirklichkeit" Feuerwehrgriff heißt) wirkt für unbeteiligte Zuschauer sehr dramatisch. Passanten glauben an ein Unglück (oder an einen Mord) oder lachen, weil sie glauben, da macht sich jemand einen Witz - um so mehr erschrecken sie dann, wenn sie merken, dass es "ernst" ist. Eine belastete Situation. Auf den Händen getragen zu werden, wird durch Unbeteiligte weniger schlimm empfunden. Ich weiß nie recht, was ich in solchen Situationen tun soll. Soll ich die für mich und die HelferInnen praktischste Methode des über Stufen-Tragens wählen oder die anstrengendere, aber sozial akzeptiertere Version? Also zuerst abschätzen: Die Anzahl der Stufen, Schwierigkeitsgrad, Vorhandensein von Zuschauern, Kräfte der HelferInnen, evtl. Alkoholspiegel; bei welcher Methode fühlen sich HelferInnen am sichersten, oder kennen sie sich überhaupt nicht aus - dann Achtung, nicht zu schnell zugreifen lassen, zuerst Verhandlungen führen, und dann gibt es immer noch genügend Ängste. Und verdammt - die Leute starren schon wieder auf dich - und ich emanzipierter Krüppel behaupte auch noch immer, die Leute sind ja so arm und unerfahren, dass sie keine Behinderten kennen, und sie haben deshalb das Recht, halt mal Behinderte blöd anzustarren, und dann möchte ich doch wieder in den Boden versinken, wenn es recht auffällig passiert. Sonst vergesse ich es oft, oder es fällt mir gar nicht mehr auf. Manchmal leiste ich mir die Methode des aggressiven Zurückstarrens, bis der- oder diejenige betreten wegschaut. Ach, am schönsten ist es doch, so unauffällig im Auto zu sitzen, da könnte man fast glauben, man ist normal. Und ich kämpfe dauernd dafür, dass meine lieben behinderten KollegInnen endlich aus ihren Löchern kommen. Alles sehr zwiespältig.

Barrieren wirken als Sozialisation beeinflussende Bedingungen einschränkend, isolierend, deprivierend und entfremdend - also als strukturelle Gewalt. Bourdieu (1998) nennt dies "Ortseffekte, die Relation zwischen den Strukturen des physischen Raums und des Sozialraums. "In einer hierarchisierten Gesellschaft gibt es keinen Raum, der nicht hierarchisiert wäre und nicht Hierarchien und soziale Abstände zum Ausdruck brächte. Dies allerdings in mehr oder weniger deformierter Weise und durch Naturalisierungseffekte maskiert, die mit der dauernden Einschreibung sozialer Wirklichkeiten in die natürliche Welt einhergehen." (ebd. S. 160) Die alltäglich erlebbare und scheinbar objektive Schwierigkeit bauliche Barrieren zu überwinden entspricht einem solchen Naturalisierungseffekt. Dieser verweist das Problem immer als individuelles Problem auf die ausgeschlossene Person selbst zurück bzw. auf ihre Fähigkeit, Kompensationsstrategien zu entwickeln oder Raummanagement zu betreiben. Dafür stehen die oben von mir geschilderten Beispiele. Der Effekt dieser Überlebensstrategie ist allerdings fatal: "Ganz allgemein spielen die heimlichen Gebote und stillen Ordnungsrufe der Strukturen des angeeigneten Raums die Rolle eines Vermittlers, durch den sich die sozialen Strukturen sukzessiv in Denkstrukturen und Prädispositionen verwandeln. (ebd. S. 162). Sich den architektonischen Raum mit Hilfe von Kompensationsstrategien zu erobern (sich von FreundInnen oder AssistenInnen tragen zu lassen), stabilisiert den deprivierenden symbolischen Raum architektonischer Barrieren genauso wie sich den nicht zugänglichen Räumen aktiv zu verweigern - einfach nicht hinzugehen, den "stillen Ordnungsrufen" zu folgen, sich zu isolieren oder in privatisierte Subkulturen zurückzuziehen. Diese Handlungs-Situation hat die Struktur von Doppelbindungen: Jede Option ist falsch, stabilisiert entfremdende und Identität beschädigende Verhältnisse. Hier zeigen sich die Grenzen eines mikrosoziologischen Ansatzes, wie des interaktionistischen Identitätsansatzes von Goffman, der ausschließlich an dem "wie" der Aushandlungsprozesse von Identität orientiert ist. Der Ausstieg aus der genannten Struktur ist durch Reflexion der mit Barrieren verbundenen (Macht-)Verhältnisse verbunden und erfordert einen nicht immer leichten Wechsel auf eine Metaebene. Betroffene können Gleiches durch symbolische Aktion leisten und z.B. bezogen auf Menschenrechte im Rahmen zivilgesellschaftlichen Widerstandes agieren. Ein praktisches Beispiel dafür ist in Österreich die Einleitung von formellen Schlichtungsverfahren, wie sie das Behinderteneinstellungs- und das Behindertengleichstellungsgesetz ermöglichen. Diese Schlichtungsverfahren haben kaum direkte praktische Effizienz, können aber als Verhandlungsmacht hohen Symbol- und Mobilisierungswert erhalten, wenn sie mit Öffentlichkeit verbunden werden.

3 Fahrkarte

Innsbruck hat in der Folge jahrelanger Kämpfe immerhin alle öffentlichen Busse mit Klapprampen ausgestattet. Ich fahre nicht so oft mit den Bussen, bin Auto-verwöhnt (schlechtes Gewissen). Einmal fahre ich wieder mit dem Bus, bitte den Buslenker die Rampe auszuklappen und gebe ihm Geld für die Fahrkarte. Der Busfahrer: "Hast deinen Behindertenausweis dabei? Du bekommst die Karte ermäßigt." Ich antworte: "Ich möchte bitte eine normale Karte." Der Fahrer: "Aber mit einem Ausweis bekommst du die Karte ermäßigt!". Ich: "Ich habe keinen Ausweis und möchte eine normale Karte". Der Busfahrer schon recht unwillig "Aber...." Da mischt sich eine Frau ein und sagt zum Fahrer: "Schaun Sie ihn doch an!" - zeigt auf mich - "Wozu braucht der einen Ausweis, schaun Sie ihn doch einfach mal an, der braucht keinen Ausweis!" Ich sage: "Ich will bitte eine normale Karte." So geht es mehrfach zwischen Busfahrer, der Frau und mir hin und her. Irgendwann dreht sich der Bus-Fahrer schwer verärgert um, kommt mit Karte und Wechselgeld wieder zu mir "Hier, für dich die ermäßigte Karte! Aber das nächste Mal nimmst du den Ausweis mit!!!"

Der Abbau von Barrieren mobilisiert Konflikte, die Verhandlungen über die realen Konsequenzen von Behinderung (Kompensationsbedarf, positive Diskriminierung) ebenso wie unzulässige und Entrüstung provozierende "sekundäre Gewinne" (ermäßigte Fahrkarte) zum Inhalt haben. Die Visibilität von bestimmten Behinderungen - bedeutsam vermittelt über das Symbol Rollstuhl - verbindet sich mit Zuschreibungen von "arm sein" im Doppelten Sinn, vom Schicksal geschlagen und/oder von realer Armut betroffen zu sein. Das Aufdrängen der ermäßigten Karte hat auch den Hintergrund, dass ich nur über die Statusdefinition Behinderung ein Recht auf Anwesenheit habe. Ordnung muss Ordnung bleiben. Verletzung von Ordnung wird so sanktioniert, als wäre ich ein "Schwarzfahrer". Die Intervention der Frau polarisiert den Konflikt. Scheinbar auf meiner Seite stehend betreibt sie weitere Zuschreibungen, die mich zum Objekt machen und meinen formulierten Wunsch, ein normaler Konsument einer Dienstleistung zu sein, ignoriert. Die Szene ist kein Beispiel dialogischer Validierung von Behinderung (vgl. Markowetz 1998). Sie ist eher ein Beispiel, wie nach dem Abbau von physischen Barrieren Begegnungen prekären Charakter haben können, sich nur mühsam stabilisieren und Identitäten immer wieder zur Disposition stellen. Um hier von der Struktur her Entspannung zu unterstützen, sollte vermutlich eine Karten-Ermäßigung nicht an Behinderung (über medizinische Definitionsleistungen) sondern an eine vom Finanzamt nachgewiesene Einkommensgrenze gebunden werden, völlig unabhängig von Behinderung oder irgendeinem anderen sozialen Status.

4 Kinder

Szene1

Ich rolle in einer Kleinstadt in der Nähe meines Wohnortes zu einem Cafehaus, in dem meine Frau auf mich wartet. Es ist Winter. Unser Sohn ist gerade drei Wochen alt, ich habe ihn unter meiner Daunenjacke eingewickelt, es sieht nur sein Kopf etwas heraus. Wie ich so mit meinem schlafenden Sohn vor mich hin rolle, kommt mir eine Frau entgegen, die mich bereits aus der Entfernung freudig anlächelt. Fast bei mir sagt sie "Gehst mit dem Kind spazieren?!". Dann schaut sie das Baby an, springt entsetzt zurück und ruft laut: "Das ist ja ein echtes!!!". Verwirrt schaut sie sich um, ob irgendwo eine Betreuerin zu sehen ist. Ich rede ihr erklärend gut zu, dass ich zu meiner Frau unterwegs bin usw. bis die Situation soweit entspannt ist, dass ich nicht mehr den Eindruck hab, dass sie gleich die Polizei ruft, und rolle normal weiter.

Szene 2

Mehrere Jahre später passiert es immer wieder, wenn ich mit meinem Sohn unterwegs bin, dass PassantInnen zu ihm sagen "Sehr schön, gehst mit dem Opa spazieren?". Das trifft mich - älteren Vater - an einem wunden Punkt, und ich weiß oft nicht, wie ich reagieren soll. Einmal frage ich meinen Sohn, ca. 5 Jahre alt , was ich denn in so einer Situation tun solle. Er antwortet locker - ganz aus der Welt der Ritter, Steinzeitmenschen und Cowboys heraus:_ "Schlag sie einfach nieder!". Echt entspannend.

Szene 3

Kinder - vor allem Buben - sind oft sehr an meinem elektrischen Rollstuhl interessiert. Vor einigen Jahren rolle ich in Innsbruck durch die Stadt, von der Ferne sehe ich eine Mutter mit einem vielleicht vierjährigen Buben an der Hand mir entgegenkommen. Ich sehe schon, was kommt: Der Bub strahlt mich von der Weite her an, in unmittelbarer Nähe sagt er ganz begeistert "Hallo, alter Mann!!". Die Mutter ganz abwesend vorbeischauend erschrickt sehr über die Worte des Kindes und reißt es dabei heftig an der Hand. Erschrocken beginnt es zu weinen. Da stehen wir alle drei und wissen nicht, wie wir die Situation lösen können. Meine beruhigenden Worte kommen nicht an, die Mutter hilflos, das Kind verstört. Irgendwann gehen wir einfach weiter. Diese Szene ist schon einige Jahre her. Inzwischen habe ich immer öfter harmlose Erfahrungen bei ähnlichen Begegnungen, die in kurze entspannte Dialoge mit Mutter und Kind münden. Insgesamt habe ich auch den Eindruck, dass das Interesse der Kinder am Rollstuhl schwindet. Es sind inzwischen so viele RollstuhlfahrerInnen unterwegs (alle Busse sind zugänglich, viele Gehsteigübergänge sind abgeflacht, eine relevante Anzahl öffentlicher Dienstleistungen sind barrierefrei zugänglich), dass die Aura des Besonderen abnimmt.

Szene 4

Anruf im Sommer von meiner Arbeitsstelle: "Komm sofort ins Büro! Dein elektrischer Rollstuhl ist vollkommen zerstört, alle Teile liegen im Gang herum. Das waren vermutlich die Sandler (Penner) vom Platz in der Nähe!". Ich eile zum Institut. Tatsächlich, über den ganzen Gang verstreut Einzelteile des Rollstuhls. Sie schauen aber nicht wirklich zerstört, sondern eher zerlegt aus. Nach meinen Anweisungen bauen wir den Rollstuhl wieder zusammen. Alles okay. Ich sage "das sieht nicht nach Sandlern aus, eher nach Kindern". Am nächsten Tag höre ich Kinderlärm im Stiegenhaus. Schnell fahre ich hinaus - drei Buben im Alter von ca. 5 bis 8 Jahren laufen herum. Ich plaudere mit ihnen, es sind Nachbarsbuben, die am Dachboden unseres Unigebäudes nach interessanten Materialen gesucht haben. Ich erkläre ihnen, was das für ein Gebäude ist und dass sie besser nichts mitnehmen sollen. Dann frage ich: "Habt ihr gestern mit meinem Rollstuhl etwas gemacht?" Die beiden älteren Buben schauen betroffen, der kleinste sagt schnell "ja, wir haben den Schalter zum Einschalten gesucht, ihn aber nicht gefunden!" Entsetzen bei den älteren Buben, ich muss lachen. Ich erkläre den Kindern den Rollstuhl, die Buben sind total interessiert, ich lasse sie bei mir mitfahren und dann sogar den ältesten selbständig mit dem Rollstuhl fahren (auf kleinster Geschwindigkeit), was sonst absolut tabu ist. Die Begeisterung hat kaum Grenzen und ich habe in diesem Sommer Kinderfreunde gewonnen.

Die erste Szene mit meinem Sohn als Baby ist davon geprägt, dass in der näheren Umgebung des Ortes der Handlung mehrere traditionelle Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Psychiatrie angesiedelt sind und in der Bevölkerung durchaus eine bestimmte Routine des Umgangs mit in der Öffentlichkeit präsenten behinderten Personen existiert. Infantilisierte geschlechtliche Identitäten sind in Form von erwachsenen Frauen mit Lernschwierigkeiten, die von Klosterschwestern bei Führungen im Heim als Puppenmamas bezeichnet werden, bekannt (vgl. dazu die Abb. 2 in Schönwiese 2007). Im Rollstuhl mit einem realen und sehr jungen Baby unterwegs zu sein, noch dazu als Mann, bricht vollständig mit dem Mechanismus der Infantilisierung. Die Spannung in der Begegnung kann nur mühsam unter Kontrolle gehalten werden.

Kinder können im Allgemeinen eine wichtige Eisbrecher-Funktion haben. Dies allerdings nur, wenn ihnen nicht unwillkürlich unter der Last von Interaktionsspannungen beigebracht wird, Behinderung als Tabu zu behandeln, wie in Szene 3 dargestellt. Szene 3 ist ein Beispiel dafür, wie gesellschaftliches Abwehr-Wissen gegenüber Behinderung - ohne es direkt zu wollen- sozialisationswirksam und Kultur reproduzierend von Generation zu Generation weitergegeben wird. Mein Sohn, allerdings, nimmt die Eisbrecher-Funktion fast schon zu wörtlich....

5 Schlussbemerkung

Identitäten balancierend zu wahren ist für sozial und kulturell als behindert kategorisierte Personen prekär, wie anhand der dargestellten Szenen nachvollzogen werden kann. Wie sich diese Kategorien über Jahrzehnte unter dem Einfluss von Menschenrechtsaktivitäten und dem sukzessiven Bemühen des Abbaus von Barrieren und geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen entwickelt haben, lässt sich sehr schwer systematisch darstellen. Sicher sind alle dargestellten Szenen besondere (im Sinne von: "Hier geschieht etwas Besonderes", das Narration ermöglicht), unauffällig geglückte Identität stiftende Balanceleistungen sind schwer darstellbar und sehr unsichtbar. Es wird deutlich, dass sich manche traditionellen Interaktionsspannungen in den letzten Jahrzehnten reduziert haben. Dies kann auch als Erfolg von Selbstvertretungsarbeit und unterschiedlichen Integrations- und Inklusionsbemühungen gesehen werden, die sich langsam auch auf den Alltag auswirken. Die Ambivalenz der Moderne wird dabei nicht grundsätzlich relativiert. Die immer größere werdende Dominanz eines flexiblen Normalismus (Link 1998), die die Auflösung traditioneller Polarisierungen beinhaltet und gleichzeitig mit historisch neuen Möglichkeiten direktiver Normalisierung (z.B. Enhancement, Neue Bioethik und Biopolitik usw. - vgl. Wunder 1999) Druck und Belastungen für Identitätsstrategien erzeugt, ist in ihren Auswirkungen noch schwer nachzuvollziehen. Identität im Sinne von Befreiung in einer "flüchtigen Moderne" (vgl. Baumann 2003) aufzubauen und zu bewahren bleibt notwendigerweise eine Herausforderung.

Literatur:

Barthes, Roland: Mythen des Alltags. Frankfurt: Suhrkamp 2003 (erstmals 1964)

Baumann, Zygmunt: Flüchtige Moderne. Frankfurt: suhrkamp 2003

Bourdieu, Pierre: Ortseffekte. In: Bourdieu, Pierre (Hrsg.). Das Elend der Welt. Zeugnisse und Diagnosen alltäglichen Leidens an der Gesellschaft. Konstanz: UVK Universitätsverlag 1998 (2. Auflage), Seite 159-167

Emerson, Joan P.: Was hier geschieht, ist wirklich nichts Besonderes. In: Gruppendynamik Heft 2/ 1974, S. 84-97

Foucault, Michel: Die Heterotopien. Der utopische Körper. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2005

Goffman, Erving: Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. Frankfurt: Suhrkamp Verlag 1970

Hinz, Andreas: Inklusion und Arbeit - wie kann das gehen? 2006. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/imp-39-06-hinz-inklusion.html (29.1.2011)

Klee, Ernst: Behindert. Über die Enteignung von Körper und Bewußtsein. Frankfurt: S. Fischer Verlag 1980. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/klee-behindert.html (29.1.2011)

Link, Jürgen: Versuch über den Normalismus. Wie Normalität produziert wird. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1998

Markowetz, Reinhard: Dialogische Validierung identitätsrelevanter Erfahrungen - ein Konzept zur Entstigmatisierung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen als Gegenstand und Ziel einer integrativen Pädagogik. 1998. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/markowetz-validierung.html (29.1.2011)

Markowetz; Reinhard: Identität, soziale Integration und Entstigmatisierung. 2000. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/gl3-00-identitaet.html (17.1.2011)

Maskos, Rebecca: Leben mit dem Stigma: Identitätsbildung körperbehinderter Menschen als Verarbeitung von idealisierenden und entwertenden Stereotypen. Diplomarbeit, Bremen 2004. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/maskos-stigma-dipl.html  (17.1.2011)

Mürner, Christian/ Schönwiese, Volker: Wolffgang Gschaidter - Innsbrucker Wahrzeichen. In: Flieger, Petra/ Schönwiese, Volker (Hrsg.): Das Bildnis eines behinderten Mannes. Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Wissenschaftlicher Sammelband. Neu Ulm: AG SPAK Bücher 2007, S. 244-257

Schönwiese, Volker: Vom transformatorischen Blick zur Selbstdarstellung. Über die Schwierigkeit der Entwicklung von Beurteilungskategorien zur Darstellung von behinderten Menschen in Medien. In: Flieger, Petra/ Schönwiese, Volker (Hrsg.): Das Bildnis eines behinderten Mannes. Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jahrhundert. Wissenschaftlicher Sammelband. Neu Ulm: AG SPAK Bücher 2007, S. 43-64. Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/schoenwiese-blick.html

Wunder, Michael: Bio-Medizin und Bio-Ethik - Der Mensch als Optimierungsprojekt. 1999. Im Internet: http://bidok.uibk.ac.at/library/wunder-bio_medizin.html (29.1.2011)

Quelle:

Volker Schönwiese: Behinderung und Identität: Inszenierungen des Alltags

erschienen in: Mürner, Christian/ Sierck, Udo (Hg.): Behinderte Identität? Neu Ulm: AG Spak Verlag 2011, S. 143-162.

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 08.05.2012

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