Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft (2/1999) (6 Beiträge)

Ethische Fragen zum Umgang mit Verhaltenseigenarten bei Menschen mit geistiger Behinderung

AutorIn: Theo Klauß

Copyright: © Theo Klauß, 1999

Aufspieldatum: 30.11.2010

Zusammenfassung: Menschen mit geistiger Behinderung können Verhaltenseigenarten entwickeln, die für sie und das soziale Zusammenleben belastend sind. Das fordert von Wissenschaft und Praxis nicht nur Verstehensmöglichkeiten. Es stellen sich auch ethische Fragen, die pädagogisches Handeln und fachliche Kompetenz betreffen. Eine aufwandsorientierte Sicht fragt vor allem aus der Perspektive des Betreuenden, wie die Situation zu bewältigen ist. Gewaltanwendung liegt nahe, wenn bei auffallendem Verhalten die Situationsbewältigung im Vordergrund steht. Ethisch begründetes Handeln orientiert sich demgegenüber vorrangig am Bedarf des anderen Menschen, achtet dessen Würde und basiert auf Konzepten, die diesen nicht auf einzelne Aspekte des Menschseins reduzieren.

Label: Non-YARVIS

Von der Etikettierung zum Verstehen behinderter Menschen

AutorIn: Georg Theunissen

Copyright: © Georg Theunissen 1999

Aufspieldatum: 17.05.2010

Zusammenfassung: Der vorliegende Beitrag greift ein Thema auf, das zusehends Aktualität erfährt: Es geht um den Versuch, sozial benachteiligte, geistig-, lern- und psychisch behinderte Menschen, die bislang zum "harten Kern" von Psychiatrie, (Psycho-)Therapie und Heilpädagogik zählten, sog. "Non-YARVIS"-Patienten oder Klienten, als "kompetente Akteure ihrer Entwicklung" zu verstehen, um Anknüpfungspunkte für eine tragfähige, am Empowerment-Konzept orientierte Einzelhilfe zu finden. Ausgehend von einer kurzen Darstellung der methodischen Vorgehensweise werden anhand eines Beispiels aus der Praxis Aspekte einer "verstehenden Sichtweise" aufgezeigt und für die handlungspraktische Ebene einer lebensweltbezogenen Behindertenarbeit fruchtbar gemacht.

Schwerpunktthema: Vom Wissen zum Verstehen

AutorIn: Verein "1% für behinderte Kinder und Jugendliche"

Copyright: © Verein "1% für behinderte Kinder und Jugendliche" 1999

Aufspieldatum: 10.06.2008

Missachtung, Mystifizierung, Anerkennung

Ein Überblick zur Außenseiterkunst - Wahnsinn und Behinderung

AutorIn: Christian Mürner

Copyright: © Christian Mürner 1999

Aufspieldatum: 31.10.2006

Zusammenfassung: Bilder, gemalt von Psychiatriepatienten und Menschen mit geistiger Behinderung, haben Konjunktur auf dem Kunstmarkt. Am bekanntesten sind die Maler der "Niederösterreichischen Landesnervenklinik Gugging", aber von Braunschweig bis Lienz/Tirol gibt es entsprechende Ateliers. In Hamburg fand Ende 1998 ein "Festival verrückter Kunst" statt, mit Theateraufführungen und Konzerten verschiedener Gruppen aus Bremen oder Berlin, aus Dänemark, Polen und der Schweiz. Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen problematisierten das Thema der Außenseiterkunst.

Frau Schreck

AutorIn: Sigrid Mols

Copyright: © Sigrid Mols 1999

Aufspieldatum: 23.08.2006

Zusammenfassung: Folgendes erlebte ich während der ersten Jahre meiner Tätigkeit in einer Behindertenwerkstatt. Ich war zu der Zeit etwa 22 bis 24 Jahre alt. Außer Schulzeit, mehreren Reisen und Freizeiten, auch ohne meine Eltern, hatte ich noch kein Leben in Öffentlichkeit und Beruf kennengelernt. Ich kannte fast nur Menschen, die mir wohlwollend begegnet sind, wenn sich auch wegen meiner Behinderung oft ein Abstand einstellte. Ich sollte Ungerechtigkeit zu spüren bekommen, und wie wenig ich in der Lage war, mich dagegen zu wehren.

Vorwort - Vom Wissen zum Verstehen

AutorIn: Josef Fragner

Copyright: © Josef Fragner, 1999

Aufspieldatum: 11.07.2005

zum Textanfang | zum Seitenanfang | zur Navigation