Hörbehinderung (46 Beiträge, Seite 4/5)

Schreckliche Wissenschaft contra Gehörlose

AutorIn: Franz Dotter

Copyright: © Franz Dotter 1996

Aufspieldatum: 30.11.2005

Zusammenfassung: "Es ist nicht Ziel der Darstellung, die Diskurse bzw. Konflikte zwischen verschiedenen Lösungsansätzen in der Gehörlosenbildung zu analysieren. Es soll lediglich auf die Einmaligkeit des Eintretens von Wissenschaftlern (ich typisiere sie als ‚Oralisten') gegen die - aus meiner Sicht auf der heutzutage mehrheitlich anerkannten moralisch-ethischen Basis wissenschaftlich nachweisbaren - Interessen einer Bevölkerungsgruppe hingewiesen werden." (DOTTER). Der Autor beschreibt einige Fallen, Vorurteile und Kampfbegriffe der ‚Oralisten'. Z. B. verweist er auf das Cochlearimplantat (CI) das quasi als "materielles Kampfmittel" verwendet wird.

Wege der Integration -

Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Fachleuten bei hörgeschädigten Kindern

AutorIn: René J. Müller

Copyright: © René J. Müller 1994

Aufspieldatum: 23.11.2005

Zusammenfassung: MÜLLER beschreibt Phasen der Zusammenarbeit bei hörgeschädigten Kindern. Aus der eigenen beruflichen Erfahrung wurde ihm bewußt, wie wichtig die Zusammenarbeit mit anderen Menschen ist. Er konzentriert sich in seinem Referat auf das Modell eines "Beratungsbaums" und erfasst wesentliche Funktionen (Aspekte). Die eigentliche Grundregel in der Zusammenarbeit mit Eltern lautet: "Eltern ernst nehmen durch aktives Zuhören". Weiters erläutert der Autor die Situation von Eltern im Moment der Diagnosermitteilung. Er skizziert die Begriffe "Shoppers" und "Special School Reengineering".

Aspekte der psychischen Situation hörgeschädigter Kinder

AutorIn: René J. Müller

Copyright: © René J. Müller 1994

Aufspieldatum: 23.11.2005

Zusammenfassung: In diesem Aufsatz geht es vorallem um das Ökosystem und die Individualität von hörgeschädigten Kinder. Der Autor bezieht sich u.a. auf MEAD (Entwicklung des ‚Selbst' als Interaktionsprozess) und KRAPPMAN (‚balancierte Ich-Identität. Vier elementare Voraussetzungen zur Identitätsentwicklung werden herausgearbeitet und ausformuliert: die Rollendistanz, die Empathie bzw. das ‚Role taking', die Ambiguitätstoleranz und die Identitätsdarstellung. Eine Hörbehinderung als Teil der eigenen Persönlichkeit sollte von jeder betroffenen Person begriffen und in das Selbstbild eingefügt (integriert) werden. Dieser Prozess ist gerade in der Pubertät durch viele Unsicherheiten geprägt. "Das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit kann mangelndes Selbstvertrauen zur Folge haben, und die Unsicherheit, ob man alle Erwartungen gerecht wird, kann ein potentielles Problem [...] sein. Deshalb ist es notwendig, daß die Jugendlichen ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln." Für integrierte hörgeschädigtes Kinder in der Regelschule kann daher besondere Beratung und die Gelegenheit andere hörgeschädigte Kinder und Jugendliche zu treffen von Vorteil sein.

Gebärdensprache in der Gehörlosenbildung:

Zu den Argumenten ihrer Gegner

AutorIn: Franz Dotter

Copyright: © Franz Dotter 1991

Aufspieldatum: 17.11.2005

Zusammenfassung: DOTTER setzt sich ein für die Anerkennung der Gebärdensprache als eigenständiges muttersprachliches System für Gehörlose. Die Gebärdensprachorientierung als pädagogische Grundhaltung wird mittels vier Hypothesen umschrieben. Im vorliegenden Artikel geht es allerdings vielmehr um die Analyse der Aussagen und Argumente von Lautsprachbefürwortern (exemplarisch werden folgende Publikationen verwendet: Breiner, Hogger, Jann und Uden, sowie in letzterer die Arbeiten von Gipper, Löwe und Oléron). Damit sollen wissenschaftliche Defizite, offene und verborgene Einstellungen nachgewiesen werden, die sich auf den Umgang mit der Frage : 'Lautsprache oder Gebärdensprache in der Gehörlosenbildung?' auswirken.

Zur jüngsten Entwicklung bezüglich der Gebärdensprache in Österreich

AutorIn: Franz Dotter

Copyright: © Franz Dotter 1992

Aufspieldatum: 17.11.2005

Zusammenfassung: DOTTER nimmt in diesem Artikel Stellung zu einer parlamentarischen Anfrage vom 12. 12. 1990 bezüglich der Gebärdensprache Gehörloser. Seiner Meinung nach wird die Realität der durch Lautsprachorientierung enorm verringerten Bildungs- und Lebenschancen der Gehörlosen im lautsprachorientierten Bereich im klassisch Freud'schen Sinne verdrängt und auf das Ungenügen der Lehrer und Schüler projiziert. Nach DOTTER entstehen gravierende kognitive und damit allgemeine Nachteile für das ganzes Leben, wenn als Kind kein vollfunktionsfähiges Sprachsystem entwickeln werden kann. Die Einführung einer gebärdensprachorientierten Frühförderung und einer entsprechenden Elternbildung ist daher ein dringendes Anliegen.

Gebärdensprachforschung in Klagenfurt

AutorIn: Franz Dotter

Copyright: © Franz Dotter 1997

Aufspieldatum: 17.11.2005

Zusammenfassung: DOTTER beschreibt die junge Entwicklung der Gepärdensprachforschung in Klagenfurt (erstes Projekt 1990). Die Ziele der ersten Arbeiten befassen sich mit einer Dokumentation und Beschreibung sowie einer umfassenden sprachwissenschaftlichen Analyse der österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) sowie die Erarbeitung eines Einführungskurses und einer 'Praktischen Grammatik' der ÖGS. DOTTER meint, daß die Verwendung der Gebärdensprache die Lautsprachentwicklung nicht behindert. Es wird im Gegenteil durch den Zugang zu Information bzw. Kommunikation (z.B. durch das Ausdrückenkönnen von Wünschen und Bedürfnissen) eine positive Gesamtentwicklung gefördert. Integration muß gerade im Gehörlosenbereich sehr sorgfältig die 'Welt' der Gehörlosen beachten. Unter Umständen müssen gehörlosenspezifische Kindergarten- und Schulphasen aufrecht bleiben. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die volle Anerkennung der Gebärdensprache in Österreich und ihren vermehrten Einsatz in der (Aus)Bildung Gehörloser bzw. schwer Hörbehinderter.

Empathie-Förderung im Kindergarten

AutorInnen: Beata Feldmann, René J. Müller

Copyright: © Beata Feldmann, René J. Müller 1994

Aufspieldatum: 17.11.2005

Zusammenfassung: Am Beispiel von Anina, einem hochgradig hörgeschädigten Mädchen, das zusammen mit 17 anderen Kindern einen Regelkindergarten in Bubikon (Kanton Zürich) besuchte, skizzieren Beata Feldmann und René J. Müller, die Möglichkeiten, wie durch eine wirksame Empathieförderung bereits im Vorschulalter erfahrbar gemacht werden kann, daß eine Hörbehinderung eine erschwerte Situation bedeutet. Neben diesem Beitrag beschreibt die Mutter des Kindes ihren Weg bis zur Einschulung.

Die Beschulung hörgeschädigter Kinder in der Nordwestschweiz

AutorIn: René J. Müller

Copyright: © René J. Müller 1995

Aufspieldatum: 16.11.2005

Zusammenfassung: Der Autor zeigt einige Prinzipien auf, wie sie bei der gemeinsamen Beschulung hörgeschädigter und normal hörender Kinder in der Nordschweiz Gültigkeit haben. Anhand einer konkreten Situation beschreibt er, wie gemeinsamer Unterricht praktiziert wird. Die Familie Wenger und die Familie Knaus als betroffene Eltern äußern sich aus ihrer individuellen Sicht. Abschließend stellen die im Team-Teaching unterrichtende Regelschullehrerin und der Hörgeschädigtenlehrer stichwortartig dar, wie sie ihre Situation erleben und welche Auswirkungen dies auf ihren Unterricht hat. "Dass immer wieder Kolleginnen und Kollegen aus dem Schulhaus zu uns kommen mit den Worten: ‚Ich beneide Euch eigentlich, wie Ihr nun unterrichten könnt!' ist Aussage genug und braucht keinen weiteren Kommentar."(RB für BIDOK 26.3.98)

Herausforderung: Kleine bunte Wedel

AutorIn: Jutta Schöler

Copyright: © Jutta Schöler 1989

Aufspieldatum: 08.11.2005

Gehörlose Lehrlinge in der Steiermark

Ihre Situation in der Berufsschule und am Arbeitsplatz

AutorIn: Kerstin Treffkorn

Copyright: © Wissenschaftsladen Graz 2000

Aufspieldatum: 03.11.2005

Zusammenfassung:  

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