Heimke Schümann (1 Beitrag)

Kommunikationsprobleme zweisprachiger Kinder unter den Bedingungen der Immigration

- ein Fall von "Selektivem Mutismus"?

AutorInnen: Annette Kracht, Heimke Schümann

Copyright: © Annette Kracht, Heimke Schümann 1997

Aufspieldatum: 10.03.2005

Zusammenfassung: Migrationsbewegungen gehören von jeher zu den menschlichen Grunderfahrungen. Dennoch leitet sich hieraus nicht selbstverständlich ein toleranter und gleichberechtigter Umgang der Kulturen und Sprachen im unerklärten Einwanderungsland Deutschland ab. Kinder aus immigrierten Familien erleben in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen häufig die ausschließliche Orientierung an Kultur und Sprache des Einwanderungslandes. Sie stehen vor dem Problem, daß ihre eigene Muttersprache und kulturelle Identität nur eine geringe oder gar keine Beachtung findet und daher als Entwicklungsgrundlage ungenutzt bleibt. Vor dem Hintergrund dieser Lebensbedingungen wird das Problemfeld "Selektiver Mutismus" bei Einwandererkindern betrachtet, um einen möglichen Zusammenhang von Sprechhemmung und Immigration herauszuarbeiten. Ob der Begriff "Selektiver Mutismus" für die "Sprachlosigkeit" dieser Kinder eine angemessene Kategorie darstellt, wird dabei kritisch hinterfragt.

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