Aktions-Plan: Wie kann man damit die Lage von Menschen mit Behinderungen besser machen?

AutorIn: Leander Palleit
Schlagwörter: Politik, Gleichstellung, Menschenrecht, UN-Konvention
Textsorte: Artikel
Copyright: © Monitoring-Stelle 2010

Information zu diesem Text von bidok

Diesen Text finden Sie in unserer Bibliothek auch in Schwerer Sprache:

http://bidok.uibk.ac.at/library/monitoringstelle2-palleit-aktionsplan.html

Um was geht es in dem Text?

Die Regierung will die Lage von Menschen mit Behinderungen in Deutschland verbessern.

Deshalb arbeitet sie an einem Plan.

In schwerer Sprache sagt man dazu auch Aktions-Plan.

In diesem Text geht es um den Aktions-Plan.

  • Was ist das genau.

  • Warum macht die Regierung einen Aktions-Plan.

  • Woran muss die Regierung dabei denken.

Was ist ein Aktions-Plan?

Ein Aktions-Plan ist ein Arbeits-Plan für ein bestimmtes Ziel.

Ein Ziel ist zum Beispiel:

Menschen mit Behinderungen sollen besser leben.

Dann steht in dem Plan:

  • Was sind die Probleme von Menschen mit Behinderungen.

  • Wie kann man die Probleme lösen.

  • Wer muss welche Aufgaben erledigen.

  • Wie prüft man, ob die Aufgaben gut erledigt sind.

Einige Infos:

Einige Wörter in dem Text sind blau geschrieben.

Das sind schwere Wörter.

Die schweren Wörter werden im Text erklärt.

Information zu diesem Text von bidok:

Die schweren Wörter in diesem Text sind nicht blau geschrieben.

Wir haben die schweren Wörter fett geschrieben.

Warum macht die Regierung einen Aktions-Plan?

Die Regierung hat 2009 einen wichtigen Vertrag unterschrieben.

Der Vertrag heißt

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Der Vertrag ist wichtig für behinderte Menschen auf der ganzen Welt.

im Vertrag steht:

Menschen mit Behinderungen sollen die gleichen Rechte haben wie alle anderen Menschen auch.

Das gilt für behinderte Menschen in Deutschland.

Und das gilt für behinderte Menschen auf der ganzen Welt.

Jetzt muss sich die Regierung an diesen Vertrag halten.

Die Regierung weiß, dass sie in Deutschland noch viel für Menschen mit Behinderungen tun muss.

Deutschland soll auch ein Vor-Bild für andere Länder sein.

Auch deshalb macht die Regierung jetzt einen Aktions-Plan.

Woran muss die Regierung beim Aktions-Plan denken?

1. Verschiedene Leute machen Aktions-Pläne, auch die Bundes-Länder.

Die Regierung muss dafür sorgen, dass alle Aktions-Pläne zusammen passen.

Sie muss auch dafür sorgen, dass alle Pläne gut sind.

2. An dem Aktions-Plan müssen viele Menschen zusammen arbeiten.

Menschen mit verschiedenen Behinderungen sollen dabei mit machen.

Auch Kinder mit Behinderungen.

Alle sollen prüfen, ob die Arbeit nach dem Plan gut gemacht wurde.

Dafür müssen alle den Plan kennen und verstehen.

3. Im Aktions-Plan muss stehen:

Was für Probleme haben Menschen mit Behinderungen.

Das ist wichtig.

Dann weiß man, was noch getan werden muss.

Und dann kann man in einem Jahr sehen, was schon besser geworden ist.

4. Im Aktions-Plan muss alles stehen, was wichtig ist.

Zum Beispiel:

  • Wie können Menschen mit Behinderungen besser Arbeit finden.

  • Wie können Menschen mit Behinderungen besser wohnen.

  • Wie können Kinder mit Behinderungen mit anderen Kindern zusammen in die Schule gehen.

Auch schwere Probleme müssen im Plan stehen.

Der Aktions-Plan muss so sein, dass die größten Probleme schnell gelöst werden.

5. Im Aktions-Plan muss stehen:

So soll das Leben von Menschen mit Behinderungen in Deutschland besser werden.

Zum Beispiel:

Menschen mit Behinderungen sollen nicht öfter arbeitslos sein als Menschen ohne Behinderung.

Im Plan muss auch stehen:

  • Wer muss dieses Ziel erreichen.

  • Wie schnell soll das gehen.

Zum Beispiel:

In ein paar Jahren muss jeder neue Betrieb so gebaut werden, dass behinderte Menschen dort gut arbeiten können.

Im Aktions-Plan muss auch stehen:

  • Jemand muss immer wieder berichten, ob das Ziel erreicht ist.

6. Im Aktions-Plan muss stehen:

  • So prüft man, ob der Plan gut ist.

  • Und so kann man den Plan immer weiter verbessern.

Zum Beispiel:

Alle Menschen, die an dem Plan arbeiten, treffen sich jedes halbe Jahr und prüfen:

  • Was haben wir geschafft.

  • Was müssen wir noch tun.

  • Müssen wir einen neuen Plan machen.

Wer hat den Text geschrieben?

Dr. Leander Palleit hat den Text geschrieben.

Dr. Palleit arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.

Er hat Recht studiert.

Der Text in Leichter Sprache ist eine Zusammen-Fassung von einem Text in schwerer Sprache.

Die Zusammen-Fassung ist von Gisela Holtz.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Westfalenfleiß gGmbH, Münster,

haben den Text geprüft.

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Quelle:

Leander Palleit: Aktions-Plan: Wie kann man damit die Lage von Menschen mit Behinderungen besser machen?

Original: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/positionen_nr_2_aktionsplaene_zur_umsetzung_der_un_behindertenrechtskonvention.pdf

bidok - Internetvolltextbibliothek. Wiederveröffentlichung im Internet.

Stand: 04.04.2012

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