Jenseits des Mythos vom Reptiliengehirn

AutorIn: Hans von Lüpke
Themenbereiche: Medizin
Textsorte: Artikel
Releaseinfo: erschienen in: Goll, H., Jaquier, M., Römelt, J. (Hrsg.): Kinder mit Anenzephalie und ihre Familien. Bad Heilbrunn, Klinkhardt 2009, S. 101-107.
Copyright: © Hans von Lüpke 2009

Jenseits des Mythos vom Reptiliengehirn

Das Gefühl, handlungsfähig zu sein, ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Der Säuglingsforscher Stern (2007) spricht in seinem Entwicklungskonzept unter dem Begriff "self agency" ab dem 2. Monat vom Stellenwert der Wahrnehmung, sich durch selbst iniziierten Handlungen wirksam zu fühlen. Wird die vorgeburtliche Entwicklung einbezogen, kann der von Stern beschriebene Aspekt bereits in dieser Lebensphase zum Thema werden (von Lüpke 1995). Handeln zu können, bewältigt die Angst vor dem passiv Ausgeliefert-Sein und bildet eine der Voraussetzungen zum Aufbau eines Identitätsgefühls. Die weitere Entwicklung der Handlungsfähigkeit lässt einen Aspekt immer bedeutsamer werden: den der Kontrolle. Ohne Kontrolle kein gezieltes Handeln. Die im Verlauf der Entwicklung zunehmend erfolgreichere Kontrolle bleibt jedoch unzulänglich: trotz verbesserter Bewältigungsstrategien verweigert sich die Umwelt immer wieder dem erfolgreichen Zugriff. Und schließlich erscheint die Möglichkeit der Kontrolle gerade durch die kontrollierende Instanz selbst, den Menschen, am stärksten bedroht. Nicht nur als Teil dieser Umwelt sind seiner Kontrolle Grenzen gesetzt. Die Impulse des eigenen Handelns entziehen sich dem Bewusstsein. Dies löst tiefe Angst aus. Durch Rituale in den Religionen und künstlerische Gestaltung sowie im Kampf gegen das "Böse", den "Feinde", wird versucht, dieser Angst entgegen zu treten. Bereits die griechische Tragödie bewältigt menschliche Abgründe - nicht zuletzt durch das anschließende Satyrspiel. In der christlichen Lehre wird das "Fleisch" zur Metapher für jene unkalkulierbare Macht, die es zu überwinden gilt. Dass dieses "Fleisch" "schwach" ist, könnte ermutigen. Doch die Geschichte hat gezeigt, dass trotz ständig neuer Reformbemühungen das "schwache Fleich" immer wieder siegt. Den Grenzen von Rationalität konnte sich selbst die Aufklärung nicht verschließen. So schreibt Leibnitz im Jahre 1767: "Mit einem Wort, der Glaube, dass es in der Seele keine anderen Perzeptionen gibt, als die, die sie gewahr wird, ist eine große Quelle von Irrtümern". Gut hundert Jahre später, im Jahre 1879, berichtet Francis Galton, ein Neffe von Charles Darwin, von seinen experimentellen Untersuchungen über " ... ganze Bereiche geistiger Leistungen, die normalerweise dem Bewusstsein entgehen, ... die Dunkelheit, die die ersten Schritte unserer Gedanken umgibt und einen ... guten Grund zur Annahme noch tieferer Schichten geistiger Tätigkeiten, die völlig unter die bewusste Ebene geistiger Leistungen gesunken sind" (zitiert nach Spitzer 2006, 615).

Ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gewann die Vorstellung von menschlicher Entwicklung aus frühen primitiven Vorstufen zunehmend an Bedeutung. Dabei ergab sich eine bemerkenswerte Parallelität zwischen biologischen Perspektiven mit Schwerpunkt auf der Entwicklung des Gehirns und Vorstellungen von Struktur und Entwicklung der menschlichen Psyche. Damit war eine neue Phase im Bemühen um die Bewältigung des ängstigend Unkontrollierbaren im Menschen eingeleitet. Davon soll im folgenden die Rede sein.

Die mit den Modellen von Darwin, Heckel und später Freud verbundene Hoffnung bestand darin, dass die unkontrollierbare Seite des Menschen letztlich nur ein Entwicklungsproblem sei und durch deren Fortschritt überwunden werden könne. In der Biologie wurde alles Unkontrollierbare tieferen Hirnabschnitten, deren Einfluss durch das Wachstum des Großhirns sich zunehmend verringere, zugeordnet. Die Vorstellung von einer Wiederholung der Phylogenese in der Ontogenese schuf die Metapher vom "Reptiliengehirn" im Menschen, dem nun alles unerwünscht Primitive zugeordnet werden konnte - verbunden mit der Vorstellung, dass es durch die forschreitende Entwicklung seine Gefährlichkeit verliere. Das Großhirn wurde zur Repräsentanz des sich selbst und die Umwelt erfolgreich kontrollierenden Menschseins. Freud beschrieb im Jahre 1900 in seiner "Traumdeutung" mit der Analyse von Traumstrukturen dynamische Gesetzmässigkeiten wie Verdichtung, Verschiebung sowie die Erfüllung von Wünschen und damit erstmals Strukturelemente der nicht bewussten Anteile. Darüber hinaus entwickelte er ein Konzept vom Zusammenspiel dieser Strukturen mit dem Bewusstsein. Das ausschließlich auf die egoistische Erfüllung seiner Triebwünsche hin orientierte Unbewusste wurde mit seiner "primärprozesshaften" Dynamik zum "Es", das durch die Vermittlung eines "Ich" im Sinne des "Sekundärprozesses" mit Abwehrmechanismen (etwa Verdrängung) die kontrollierende Auseinandersetzung mit der Umwelt führt. Anna Freud vergleicht noch 1952 das "Es" mit einem bedrohlichen, unsozialen und destruktiven Tier: "Hätte das kleine Kind, das völlig unter der Herrschaft seines Es handelt, volle Kontrolle über seine Muskelkräfte, wäre es das gefährlichste Individuum, das man sich vorstellen kann. Es wäre eine Art Orang Utan, der nach rechts und links um sich schlägt und sich nimmt, was er will. Allein die Tatsache, dass dieses gefährliche Individuum sich nicht bewegen, nicht gehen, nicht greifen kann und keine Stärke hat, rettet uns vor ihm. Glücklicherweise entwickelt sich mit der wachsender körperlichen Stärke auch ein funktionierendes Ich, welches diese Stärke automatisch kontrolliert" (zitiert nach Köhler 2000, 51f). Auch hier richtet sich alle Hoffnung auf die Entwicklung. Eigentliches Menschsein entsteht erst als Ergebnis einer in diesem Sinne erfolgreichen Entwicklung: "Wo Es war, soll Ich sein". Freud gebraucht in diesem Zusammenhang das Bild vom Reiter, der "die überlegene Kraft des Pferdes zügeln soll" (Freud 1923, 253). Wie so oft deutet die Metapher über das, was sie formuliert, hinaus. Der Reiter muss, will er die überlegene Kraft des Pferdes wirklich zügeln, mit diesem ein Zusammenspiel, eine Abstimmung finden. Freud ist sich darüber im Klaren, dass nicht alles Unbewusste bewusst gemacht werden kann - und dass dies auch nicht geschehen sollte: "Es ist das oft missbrauchte Vorrecht der bewussten Tätigkeit, dass sie uns alle anderen verdecken darf, wo immer sie mittut" (Freud 1900, 618). Bei aller Parallelität zwischen Freuds Vorstellung vom Ich und der seiner neurologischen Kollegen vom Großhirn als jeweilige Kontrollinstanzen über tiefere primitive und gefährliche Anteile des Menschen vermittelt dieser bereits eine Ahnung von der weiteren Entwicklung der Konzepte vom Unbewussten.

Die neuere Entwicklung der Hirnforschung findet ihren Niederschlag in einer weiteren Metapher. Der Hirnforscher Roth verweist die bewussten Anteile des Menschen auf die Rolle eines Regierungssprechers, "der Dinge interpretieren und legitimieren muss, deren Gründe und Hintergründe er gar nicht kennt" (Roth 2001, 370). Im Gegensatz zu Freuds Psychoanalyse wird den unbewussten Anteilen jedoch keine psychische Struktur zugeordnet, sondern das nicht Bewusste auf rein biologische, deterministisch vorstrukturierte Prozesse reduziert. Charakteristisch sind die Titel einiger Arbeiten zu dieser Thematik: so bei Singer (2004, 30): "Verschaltungen legen uns fest, wir sollten aufhören von Freiheit zu sprechen" oder bei Roth (2004, 218): "Wir sind determiniert, die Hirnforschung befreit von Illusionen". Spitzer spricht von der "Automatizität im Bereich der Emotionen": "Unser Geist arbeitet zu einem Großteil vollautomatisch" (Spitzer 2006, 616). Was bleibt noch vom Menschen? Auf der einen Seite der "Regierungssprecher", auf der anderen eine angeblich durch biologisch determinierte Verschaltungen bestimmte Welt der unbewussten Prozesse, die jedoch dadurch, dass sie die Entscheidungen trifft, den Menschen und seine Entscheidungen letztlich bestimmt. Die neurobiologischen Aspekte sollen hier nicht weiter verfolgt werden, es sei auf den Beitrag von Andreas Zieger verwiesen. Die Metapher vom Reiter und dem Pferd hatte bereits gezeigt, dass es schon bei Freud möglicherweise um mehr geht als ein Ich, das "seine Libido ausschicken musste, um nicht an ihrer Stauung zu erkranken" (Freud 1917,436). Die Vorstellung, dass es auch beim Es wie im gesamten Primärprozess um einen "Niederschlag sozialer Interaktionen" handelt, wurde mit Bezug auf Loewald von Mitchell thematisiert (2003, 80). Das Es ist damit nicht mehr "das gefährlichste Individuum, das man sich vorstellen kann". Unbewusste Prozesse sind nicht mehr lediglich primitive Vorstufen zu kognitiv fassbaren Symbolisierungsprozessen. Auch in der analytisch orientierten Säuglingsforschung wird dieses Konzept weiter entwickelt. Es geht nicht mehr um die Polarisierung von bewusst und unbewusst, sondern um deklarative (explizite), dem Bewusstsein zugängliche und prozedurale (implizite) primär nicht bewusstseinsfähige - also nicht erst durch Verdrängung unbewusst gewordene - Inhalte. So nimmt Lyons-Ruth (1999, 759) an, dass "Entwicklung nicht allein oder ursprünglich durch eine Bewegung von prozedualem zu symbolischem Kodieren (oder vom Primär- zum Sekundärprozess oder von präverbalen zu verbalen Formen des Denkens) fortschreitet. Prozeduale Form der Repräsentation sind nicht infantil, sondern in jedem Alter ein Bestandteil menschlichen Denkens ( intrinsic to human thinking) und bilden die Grundlage für zahlreiche Formen von erlernten Handlungsweisen einschließlich sozialer Interaktion". Stern et al. (1998) sprechen vom "implizit relational knowing" als einem für jede menschliche Kommunikation und auch für therapeutische Prozesse grundlegenden Phänomen. Auch Teicholz (2007) geht davon aus, "dass die frühe Entwicklung Lernen anhand von repetitiven Mustern interaktive Erfahrung beinhaltet, die unter Umständen nie bewusst werden" (S. 280). So neu diese Erkenntnisse innerhalb der Psychoanalyse erscheinen mögen, so alt sind deren Vorläufer. Der Mathematiker und Physiker Pascal hat sie schon 1670 in einem unübersetzbaren Wortspiel mit dem Begriff "raison" formuliert: "Le coer a sa raison que la raison ne connait pas": "Das Herz hat seine Vernunft (Gründe, Orientierung an der Logik), welche die Vernunft (Verstand, Rationalität) nicht kennt". Bemerkenwert erscheint dabei, dass der heute nur noch negativ (als Abwesenheit von Bewusstheit) gefasste Begriff des Un-Bewussten hier durch die körperbezogene, inzwischen lediglich in der Umgangssprache noch gebräuchliche Metapher vom "Herzen" ausgedrückt wird.

Interaktive Kommunikation bedeutet, dass beide Partner gleichzeitig sich wahrnehmen und aufeinander wirken. Das Ergebnis ist eine fortschreitende wechselseitige Verwandlung. Spätestens mit Beginn der spürbaren Kindsbewegungen wird dieser Prozess schon in der Schwangerschaft deutlich, etwa wenn die Bewegungen des Kindes mit Berührung durch die Bauchdecke beantwortet werden und dies zu neuen Bewegungsmustern oder auch zur Ruhe führt (von Lüpke 2003). Hier sind die Elternbefragungen von Jaquier & Koch im Hinblick auf die pränatalen Beobachtungen bei Kindern mit Anenzephalie von besonderer Bedeutung. Die von ihnen beschriebene Reaktion auf vertraute Stimmen, auf Bewegungen der Mutter und das Streicheln des Bauches sind deutliche Hinweise auf eine dialogische Kommunikation. Nach der Geburt entspricht diesen Wahrnehmungen das von den Eltern am häufigsten beschriebene Gefühl: dass ihr Kind ihre Liebe fühlte. Werden bereits die pränatalen Fähigkeiten als Ausdruck einer impliziten Beziehungsgestaltung verstanden, so ist die Bewertung der vorgeburtlichen Zeit bei Kindern, deren Lebenszeit vorwiegend auf die intrauterine Phase beschränkt bleibt, von größter Bedeutung. Viele Kulturen rechnen die Schwangerschaft zum Lebensalter des Menschen. Der englische Dichter Samuel Taylor Coldrigde schreibt im Jahre 1802: "Die Geschichte des Menschen in den neun Monaten, die seiner Geburt voraus gehen, wäre vermutlich weit interessanter und enthielte Ereignisse von größerer Tragweite als alle drei Lebensalter und Jahrzehnte, die ihr folgen" (zitiert nach Macfarlaine 1977, 11). Auch ein anenzephales Kind hat wie jedes andere zum Zeitpunkt der Geburt bereits neun Monate in dialogischem Austausch mit Eltern und anderen Personen gelebt.

Abschließend noch einige Bemerkungen zu den wissenschaftlichen Denkmodellen, welche die in der Forschung über anencephale Kinder bestimmen. Metaphern wie die vom Reptiliengehirn sind nur dann gefährlich, wenn sie Ausdruck einer definitiven Festlegung im Sinne eines Ausschlusses vom Kontext des Menschlichen bedeuten. Dann werden sie zum Ort, an dem sich die Angst vor dem Unkontrollierbaren einnisten und zum Feind werden kann. Nicht selten wird der betroffene Mensch Aggressionen, Tötungsphantasien und real vollzogener Vernichtung ausgesetzt, wie die Geschichte des Umgangs mit behinderten Menschen zeigt. Metaphern können jedoch, wie das Beispiel vom Reiter und dem Pferd gezeigt hat, über die ursprüngliche Bedeutung hinaus neue Perspektiven eröffnen. Wissenschaftliche Daten fixieren auf angebliche Wahrheiten oder führen durch den Spielraum ihrer Interpretationsmöglichkeiten über sich hinaus. Je nach Kontext können sie unterschiedliche Bedeutung haben: Bedeutungen, die neue Fragestellungen, neue Wahrnehmungen und damit weitere Daten liefern. Dies entspricht dem wissenschaftlichen Modell komplexer Systeme, die den einzelnen Elementen erst im Kontext eine Bedeutung zuschreiben (Cilliers 1998). Die Sprache wie auch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente innerhalb des Gehirns können als komplexe Systeme in diesem Sinn verstanden werden. Dasselbe gilt für jede Form von Kommunikation, beginnend bei der Verständigung zwischen zwei Personen. Die Gleichzeitigkeit von Mitteilen und Wahrnehmen im Sinne eines Dialogs kann nur als unendliche Vielfalt von Wechselwirkungen einzelner Elemente vorgestellt werden. Unter wissenschaftstheoretischen Gesichtspunkten bedeutet dies nicht, dass die Erfassung einzelner Daten überflüssig wird. Der Versuch jedoch, mit "harten Daten" statistisch abgesicherte Wahrheiten zu finden, wird zur Illusion. Die kategoriale Unterscheidung von "harten" und "weichen" Daten, die zwischen Fakten und Interpretation beginnen sich dort aufzulösen, wo die Methodik bei der Gewinnung von Daten und die Interpretation in ihrer Bedeutung für die Erhebung von Daten zum Thema werden. Die wissenschaftliche Erforschung der Thematik anenzephaler Kinder ist hierfür ein gutes Beispiel: Die Vorstellung vom Gehirn als "funktionsloser Gewebsmasse" hat lange Zeit die Forschung über ein Wesen, das völlig unter der Herrschaft primitiver Impulse zu stehen schien und damit Angst und Abwehr ausgelöste, verhindert. Ein verändertes Menschenbild machte Untersuchungen wie die von Jaquier & Koch erst möglich. Diese wiederum wurden zur Grundlage für neue weiterführende Interpretationen. Erst eine veränderte wissenschaftliche Perspektive ermöglicht die weitere Forschung über anenzephale Kinder und kann zugleich einen Beitrag liefern zur Weiterentwicklung einer Wissenschaft, die sich komplexen Systemen und deren Herausforderung stellt.

Literatur

Cilliers, P. (1998): Complexity and Postmodernism. Understanding Complex Systems. London/New York

Freud, S. (1900): Die Traumdeutung. GW II/III, S. 1-642

Freud, S. (1917): Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. GW XI

Freud, S. (1923): Das Ich und das Es. GW XIII, S. 235-289

Jaquier & Koch: in diesem Band (S. ... )

Köhler, L. (2000): Ergebnisse der Kleinkindforschung: Ihre Bedeutung für die Theorie und Praxis der Psychoanalyse und (Heil)Pädagogik. In: Werkstattgruppe familienorientierte Frühförderung (Hg.): Das behinderte Kind und seine Eltern. Psychoanalytische Perspektiven der Frühförderung. Heidelberg, 51-67

Lüpke, von, H. (1995): Säuglingsforschung und pränatale Psychologie. Eine Diskussion mit Dr. Joseph D. Lichtenberg. The International Journal of Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine, 7, 529-534

Lüpke, von, H.(2003): Vorgeburtliche Bindungserfahrungen - Konsequenzen für die Interpretation und Begleitung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten. In: Finger-Trescher, U. & Krebs, H. (Hg.): Bindungsstörungen und Entwicklungschancen. Gießen, Psychosozial, S. 133-144

Lyons-Ruth, C. (1999): The two-person unconscious: Interacitve dialogue, enactive relational representation, and the emergence of new forms of relational organization. Psychoanalyt Inqu 19, 576-617

Mcfarlane, A. (1977): The psychology of childbirth. Fontana/Open Books Original, London 1977

Mitchell, S.A. (2003): Bindung und Beziehung. Auf dem Weg zu einer relationalen Psychoanalyse. Gießen, Psychosozial 2003

Pascal, B. (1670): Pensées. Aus: Rüttenauer, W. (Ohne Jahresangabe): Pascal Gedanken. Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung Wiesbaden (Sammlung Dieterich Nr. 7)

Roth, G.(2001): Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert. Suhrkamp, Frankfurt/M.

Roth, G. (2003): Wir sind determiniert. Die Hirnforschung befreit von Illusionen. In: Geyer, C. (Hrsg.): Hirnforschung und Willensfreiheit. Suhrkamp, Frankfurt/M., S. 218-222

Singer, W. (2003): Verschaltungen legen und fest: Wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen. In: Geyer, C. (Hrsg.): Hirnforschung und Willensfreiheit. Suhrkamp, Frankfurt/M., S. 30-65

Spitzer, M. (2006): Das neue Unbewusste - oder die unerträgliche Automatizität des Seins. Nervenheilkunde 25 (8), 615-22

Stern, D. N. (2007): Die Lebenserfahrung des Säuglings. Stuttgart, 9. erweiterte Auflage (Original: The Interpersonal World of the Infant. New York 1985)

Stern, D.N., Bruschweiler-Stern, N., Harrison, A.M., Lyons-Ruth, K., Morgan, A.C., Nahum, J. P., Sander, L., Tronick, E.Z. (1998) : The process of therapeutic change involving implicit knowledge: some implications of developmental observations for adult psychotherapy. Infant Mental Health Journal Vol 19(3), 300-308

Teicholz, J. G. (2007): Eine unerwartete Annäherung - Postmoderne Theorie, Säuglingsforschung und das psychoanalytische Unbewusste. Selbstpsychologie 8 (29/30), S. 263-285

Quelle:

Hans von Lüpke: Jenseits des Mythos vom Reptiliengehirn

erschienen in: Goll, H., Jaquier, M., Römelt, J. (Hrsg.): Kinder mit Anenzephalie und ihre Familien. Bad Heilbrunn, Klinkhardt 2009, S. 101-107.

bidok - Volltextbibliothek: Erstveröffentlichung im Internet

Stand:14.09.2010

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