Zwischen Blumen und Behinderung: Das Bildnis eines behinderten Mannes von Schloss Ambras

AutorIn: Hila Kohner
Themenbereiche: Kultur
Textsorte: Artikel
Releaseinfo: M.A. Studentin, Institut für Kunsthistorik, Universität Tel Aviv
Copyright: © Hila Kohner 2017

Zwischen Blumen und Behinderung: Das Bildnis eines behinderten Mannes von Schloss Ambras

In der Kunst- und Wunderkammer von Ferdinand II., Erzherzog von Österreich (1529-1595), in Schloss Ambras bei Innsbruck ist das Bildnis eines behinderten Mannes ausgestellt. Ferdinand II. war von 1564 bis zu seinem Tod im Jahr 1595 Erzherzog von Österreich und Tirol und zu seiner Zeit einer der größten Sammler Europas. Das Gemälde ist bekannt als Das Bildnis eines behinderten Mannes von Ambras. Zu sehen ist ein Mann, der bäuchlings auf einem Tisch liegt und dessen Arme und Beine eine Behinderung aufweisen. Die Beine sind in Richtung seines Gesäßes angewinkelt, die Arme liegen nahe am Körper an, die Finger wirken spastisch.[1] Der Mann trägt eine rote Kappe mit Blumen und einen weißen spanischen Rüschenkragen, er lächelt und sein Blick ist auf den Betrachter gerichtet. Im Hintergrund befindet sich ein verschlossenes Holzkästchen. Um das gesamte Bildnis betrachten zu können, musste man ein über dem nackten Körper des Mannes angebrachtes rotes Papier heben. Ein kleiner Überrest des roten Papiers ist dort, wo es über dem Rücken des behinderten Mannes einmal befestigt war, noch zu sehen. Das Bildnis ist sehr rätselhaft, zu dem im Vergleich zu anderen Bildnissen aus dem 16. Jahrhundert sehr ungewöhnlichen Bild sind weder der Maler noch das Datum der Entstehung bekannt.

Es ist schwierig die Bedeutung der Details des Bildnisses zu verstehen, es fehlen Quellen und vergleichbare Dokumente aus dem 16. Jahrhundert. Die Kappe mit Blumen, die der Mann trägt, ist eines der rätselhaftesten Details des Bildnisses. Nach Schönwiese/Mürner, die das Bildnis analysiert haben, könnte der Hut ein Attribut für einen natürlichen Narren sein, da natürliche Narren oft mit Laubkränzen dargestellt wurden. Als Beispiel nennen sie den Holzschnitt „Natürliche Narren“, auf dem natürlichen Narren mit Laubkronen beim Triumphzug von Kaiser Maximilian I. dargestellt sind.[2]

Im vorliegenden Artikel werde ich den Hut des behinderten Mannes untersuchen, indem ich die Schriften eines bekannten Botanikers aus dem 16. Jahrhundert, Pietro Andrea Gregorio Mattioli (1501-1577), zu Hilfe nehme. Ich verwende die in Sefy Hendlers Buch Gracious and Beautiful Monster: The Literary Universe of Bronzino's Nano Morgante[3] vorgeschlagene Methode. In Hendlers Buch wird die Bedeutung der grünen Zweige im Bildnis des „Zwerg Morgante“ unter der Verwendung von Mattiolis Skripten und zeitgenössischer Dichtung charakterisiert, um den sozialen Status von Morgante und die Art und Weise, wie seine Behinderung am Hofe der Medicis wahrgenommen wurde, zu verstehen.[4] Ich möchte die gleiche Art von Untersuchung durchführen und versuchen, die Blumenart auf dem Hut des behinderten Mannes zu charakterisieren indem ich die zeitgenössische Botanik und dementsprechende kulturelle Symbolik, die im Zusammenhang mit den Blumen steht, untersuche. Durch die Untersuchung der Blumenart werde ich versuchen, die These von Schönwiese und Mürner zu erweitern, die besagt, dass die Blumen auf dem Hut des behinderten Mannes ein Symbol für einen natürlichen Narren sind.[5]

Laut Schönwiese/Mürner gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen dem auf dem Bildnis zu sehenden von Geburt an behinderten Mann als natürlichen Narren, und Schauspielern oder Schalknarren, die nicht zwangsläufig behindert waren.[6] Es scheint als ob die Behinderung des Mannes im Bildnis hauptsächlich von seinen Extremitäten ausgeht, was die Beschreibung als natürlichen Narren nahelegt, die in den zeitgenössischen Schriften als Wundermenschen oder Missgeburt bezeichnet wurden. Im Gegensatz zu humanistischen Diskussionen, die sich in Bezug auf weise Narren durch soziale und religiöse Moraldiskussion auszeichneten, war der Diskurs von Humanisten in Bezug auf natürliche Narren Teil ihrer Beschäftigung mit Fragen über Phänomene der Natur.[7] Es scheint als ob sich der natürliche Narr an der Grenze zwischen natürlich, wild und unkontrollierbar auf der einen und menschlich und kulturell auf der anderen Seite befand. Menschen mit Behinderungen wurden als Wunder der Natur betrachtet und deshalb meistens mit Laubkränzen abgebildet.[8]

Der Hut des behinderten Mannes ist eine Art rote Kappe, wie man sie von Abbildungen junger Männer kennt, die in Italien seit Mitte des 15. Jahrhunderts verbreitet waren.[9] Ende des 16. Jahrhunderts waren diese Hüte nicht mehr in Mode, während die Krause nach spanischer Mode, die der Mann trägt, typisch für die Mode des späten 16. Jahrhunderts war. Deshalb ist allein die Kappe schon ziemlich rätselhaft. Die Blumen auf der Kappe sind ebenfalls eine ungewöhnliche, seltene Darstellung. Es ist bekannt, dass Blumen, die in Gemälden aus der Renaissance auftauchen, oft ikonografisch bedeutsam sind. In vorliegenden Fall ist es extrem schwierig, die Art der Blumen botanisch genau zu identifizieren, da kurze und schnelle Pinselstriche und keine Umrandungen verwendet wurden. Der kleine Blumenstrauß besteht aus wenigen Farben, darunter weiß, rot, gelb und grün, die einer Vielfalt an Blumen zugeordnet werden können.[10] Deshalb ist es sehr schwierig, dem kleinen Blumenstrauß eine ikonografische Bedeutung zuzuordnen. Jedoch gehe ich davon aus, dass bezüglich der dargestellten Blumenart Vermutungen angestellt werden können und der Blumenstrauß komplexen Bedeutungen zugeordnet werden kann, indem man die Schriften des Arztes von Ferdinand II., Pietro Andrea Mattioli, zu Rate zieht.

Mattioli war einer der bekanntesten, vielleicht sogar der bekannteste italienische Arzt und botanische Forscher und Mediziner des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1544 übersetzte er das Werk De Materia Medica des Griechen Dioscorides ins Italienische und verkaufte rund 32.000 Kopien, eine große Verbreitung für jene Zeit.[11] In seinem Buch bezieht sich Mattioli auf die Schriften von Plinius dem Älteren und fügt seine eigenen Notizen und Neuerungen hinzu.[12] Im Jahr 1554 wurde Mattioli nach Prag gerufen, wo er als Leibarzt des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, Maximilian II., und seines Bruders, Erzherzog Ferdinand II., diente. Im Jahr 1558 widmete er eine Neuauflage seines Buches Erzherzog Ferdinand II..[13] Im Jahr 1570 wurde Mattioli im Schloss Ambras ansässig, wo er die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte.[14]

Wenn man die Blume im vorderen Bereich des Hutes des behinderten Mannes von Schloss Ambras betrachtet, sieht man ganz genau, dass die Blütenblätter weißlich sind und einen gelben Punkt in der Mitte haben, eine Beschreibung, die zum Gänseblümchen (Ochsenauge) passt, einer Blume, die Mattioli in seinem Buch beschreibt. Mattiolis Aufzeichnungen über Gänseblümchen untermauern die Vermutung, dass es sich tatsächlich um diese Blumenart handelt und dass es dazu dienen soll, den behinderten Mann als natürlichen Narren zu kennzeichnen.

In Mattiolis Buch scheint das Gänseblümchen unter der Überschrift Buphthalmus und Rindsauge auf und ist aus der Familie der Korbblütler. Mattioli beginnt mit einer Beschreibung der Blume, genauso wie bei allen anderen Blumen im Buch und er bezieht sich auf die Schriften von Dioscorides über die Blume.[15] Wenn er über Buphthalmo schreibt, welche die Römer als Chrysantheme bezeichneten, sagt er, dass es eigentlich die Bellis ist - welche er als weiße Blume mit einem gelben Punkt in der Mitte beschreibt, der größer ist als der der Kamille. Er fügt hinzu, dass die Blume verschiedene Größen haben kann und sie auch rote oder rosa Blütenblätter haben kann. Er beschreibt außerdem ihre Verbreitung, die natürliche Umgebung und zeigt drei Arten auf – groß, mittel und klein.

In der italienischen Version des Buches aus dem Jahr 1573, das Erzherzog Ferdinand II. gewidmet war, wurde das Kapitel über Gänseblümchen durch Abbildungen und zusätzliche taxonomische Unterscheidungen ergänzt. Mattioli beschreibt außerdem auf interessante Art und Weise, wie die Blume gern und regelmäßig verwendet wurde. Er schreibt: „In dieser Zeit verwendet sie jeder für Kränze, da die Stängel biegbar sind und leicht zusammengebunden werden können. Das Ergebnis ist eine Art Blumenstrauß, der für den Betrachter verschwommen scheint, da es schwierig ist, die Grenzen zwischen den Blumen zu erkennen. Es scheint, als ob ein solcher Effekt nur von der Natur geschaffen werden kann.“[16]

Diese Bemerkung hat eine Bedeutung in Bezug auf den Hut des behinderten Mannes; nicht nur in der Beschreibung der gemalten Blumen, sondern auch in der Art und Weise, wie sie den Mann als natürlichen Narren darstellen. Mattioli beschreibt, dass die Gänseblümchen im Strauß in einer Art und Weise miteinander verbunden sind, dass es schwierig ist, die einzelnen Blütenblätter zu erkennen. Im Bildnis ist der Blumenstrauß auch als einheitliches Blumenbündel dargestellt. Die Darstellung der Blumen passt zu Mattiolis Beschreibung der Blumensträuße, die bei seinen Zeitgenossen so beliebt waren.

Jedoch ist es diese Bemerkung über die optische Wirkung des Blumenstraußes, die den Hut des behinderten Mannes in der ikonografischen Beschreibung des natürlichen Narren einordnet. Die Schwierigkeit Mattiolis als Wissenschaftler den Effekt der nicht abgegrenzten Farbpunkte des Blumenstraußes zu verstehen, wird auf gleiche Weise beschrieben wie die natürlichen Narren: als einzigartiges Ergebnis der Natur, jenseits der menschlichen Vorstellungskraft – ein natürliches Wunder. Dies zeigt, wie der Gänseblümchenstrauß als Symbol des natürlichen Narren wahrgenommen werden kann.

Die ikonografische Darstellung der natürlichen Narren mit komplexeren Sträußen sieht man jedoch in vielen Bildern, die natürliche Narren mit wilden, blumenlosem Grünzeug darstellen, die ihre Behinderung symbolisieren, welche natürlich ist und vom Menschen nicht kontrolliert werden kann. Ein Beispiel dafür ist Ätzradierung des Künstlers Daniel Hopfer aus Augsburg (1470-1536), die den Tanz der aus der deutschen Volkskunde bekannten Zwerge Bolikana und Marcolfus (1505-1536) zeigt. [17] Das Bild zeigt Marcolfus mit einem Vogelnest auf dem Kopf und Bolikana mit blumenlosen Blätterstrauch auf dem Kopf.

Es gibt nur wenige Bilder, die behinderte Personen mit Blumen abbilden und es scheint, als ob Blumen nur Frauen vorbehalten waren. Zum Beispiel die Bildnisse von Antonietta Gonzalez, in denen sie mit Blumen auf dem Kopf abgebildet ist. Antonietta war die Tochter des Ehepaares Gonzalez, dessen Bildnisse Erzherzog Ferdinand II. als Geschenk überreicht wurden und die heute noch immer in der Kunstkammer von Schloss Ambras hängen. Genauso wie ihr Vater hatte Antonietta Hypertrichose. In einer Abbildung in Monstrorum Historia, geschrieben von Ulisse Aldrovandi (1522-1605) im Jahr 1641, ist sie mit Blumen auf dem Kopf abgebildet, jedoch ist es sehr schwierig die Blumen taxonomisch zuzuordnen. Im Ölgemälde der italienischen Künstlerin Lavinia Fontana (1552-1614) aus dem Jahr 1595 ist Antonietta auch mit Blumen im Haar abgebildet, unter anderem mit Maiglöckchen und Nelken. Möglicherweise bedeutete die Auswahl dieser Blumen nicht nur, dass sie ein Wunder der Natur war sondern zeigte auch ihre Weiblichkeit und Heiratsfähigkeit.[18] Wenn das der Fall war, muss man sich die Frage stellen, wieso ein Mann mit Blumen auf dem Hut abgebildet wurde? Vielleicht liegt die Antwort in der zusätzlichen Symbolkraft der Gänseblümchen – ein Symbol der Weiblichkeit und somit Teil der Natur oder etwas zwischen Tier und Mensch.

Im 16. Jahrhundert wurden Frauen mit Naturgewalten in Verbindung gebracht und oft mit der fruchtbaren Erde verglichen.[19] Außerdem wurden Frauen während der aristotelischen Zeit als unvollkommene und missratene Männer angesehen.[20] Der weibliche Aspekt der Blumen kann auch ein Schlüsselpunkt bei der Bestimmung als Gänseblümchen sein.

Da Gänseblümchen im Frühling blühen, sind sie Attribute der Göttin Venus, der Göttin der Schönheit und Liebe, und ein Symbol für Weiblichkeit.[21] Zum Beispiel in Sandro Botticellis (1445-1510) bekanntem Gemälde Geburt von Venus (Mitte 148er), wo eine Frauenfigur in der rechten Seite des Bildes vorkommt – Leon Battista Alberti (1404-1472) bezeichnet sie als die „Horae of Spring“. Sie hält ein großes Leintuch, das mit Gänseblümchen dekoriert ist und verwendet es, um den Körper von Venus zu bedecken. Gänseblümchen kommen auch in Botticellis Primavera (1482) vor, wo man die mit Gänseblümchen bedeckte Weide in der unteren Hälfte des Bildes sieht, außerdem sind die Haare der Frühlingsgöttin Flora in der rechten Seite des Bildes mit Gänseblümchen geschmückt.[22]

Dank der Identifizierung der Blume als Gänseblümchen und als Symbol für die Venus (Luxuria) kann der behinderte Mann in die Kategorie der Narren eingeordnet werden, da Venus als Beschützerin der von Liebe und Leidenschaft verführten Narren angesehen wurde.[23] Im 16. und 17. Jahrhundert war die mythologische Darstellung der Venus die als Herrscherin über Liebe und Leidenschaft und sie stand für die destruktive Macht des Weiblichen. Venus und ihr Sohn Amor waren die Beschützer der Narren und man war der Meinung, dass sie alles zerstören konnten. Ihre Darstellung als Herrscher des gefährlichen und dunklen Königreichs der Liebe war in deutschen Gedichten und Aufführungen des 16. Jahrhunderts sehr beliebt, zum Beispiel in Das Narrenschiff.[24] Venus wird mit Verrücktheit und Tod, Sexualität und der daraus resultierenden moralischen Strafe in Verbindung gebracht.[25] Man könnte das Gänseblümchen als weibliches Symbol interpretieren, das für Venus, die Beschützerin der natürlichen Narren, steht. Das bedeutet, dass der behinderte Mann nicht nur als natürlicher Narr abgebildet wurde, sondern auch als eine Person, die in der Liebe gescheitert ist. Deshalb ist er als schwach und weiblich abgebildet oder als jemand, der aus der gesellschaftlichen Norm fällt und die Gänseblümchen als Zeichen der Schande trägt.

Jedoch ist diese Interpretation der Blumen des behinderten Mannes nicht eindeutig, da das Gänseblümchen weitere Bedeutung hat, die im Gegensatz zur negativ besetzten Venus steht und doch auch zur Theorie von Schönwiese und Mürner über den Strauß als Symbol des natürlichen Narren passt. In dieser alternativen Interpretation ist das Gänseblümchen ein positives Symbol der Unschuld und Kindheit und ein Attribut des Jesuskindes, weshalb es oft in Stundenbüchern aufscheint.[26] Das Symbol für Kindheit passt als Motiv der natürlichen Narren, da sie als kindlich angesehen wurden.

Verena O. Brown schreibt: „Kinder und Narren wurden aufgrund ihrer Torheit als unschuldig beschrieben. Kinder haben jedoch die Möglichkeit noch erwachsen zu werden und im Laufe ihres Lebens mehr Weisheit zu erlangen. Jedoch ist das für den Narren nicht mehr möglich. Er bleibt sein Leben lang ein Narr.“[27]

Somit kann man zusammenfassend sagen, dass die Entscheidung, den behinderten Mann mit einem Gänseblümchen darzustellen, eine Möglichkeit ist, dem Betrachter ihn als kindlich und närrisch darzustellen. Es könnte sogar bedeuten, dass der Mann eine geistige Behinderung hatte oder dass das zumindest am Hof angenommen wurde.

Schließlich ist die Darstellung des behinderten Mannes auf dem Gemälde der frühen Neuzeit sehr komplex und hat Bedeutungen auf mehreren Ebenen, da das Bild des behinderten Mannes die Grenze zwischen dem Bekannten und Verständlichen und dem Wunder, der Natur und dem Unkontrollierbaren repräsentiert.[28]

Bildnisse, wie das de behinderte Mannes, dienen zur Unterhaltung des Betrachters, sie zeigen die Verspieltheit der Natur,[29] und die Schwierigkeit, diese mit ikonografischen Traditionen zu verbinden. Dies kommt daher, dass sie wirkliche Personen abbilden, die am Hof aktiv involviert waren und auch ihre Lebensgeschichte präsentierten.[30] Deshalb sind die individuellen Darstellungen, die von der Zeit und Epoche abhängen, und die ohne wirkliche Verifikation in ihrer Bedeutung ungewiss bleiben. Jedoch kann die Komplexität des Gänseblümchens als Symbol mit vielen Bedeutungen, die einander ausschließen, sicherlich als Metapher für die Wahrnehmung behinderter Menschen in der frühen Neuzeit als Zwischenwesen ohne einheitliche, zuverlässige Definition dienen.



[1] Typisch für AMC - Arthrogryposis multiplex congenita.

[2] Volker Schönwiese, Christian Mürner, Das Bildnis eines behinderten Mannes Kulturgeschichtliche Studie zu Behinderung und ihre Aktualität, http://bidok.uibk.ac.at/library/schoenwiese-bildnis.html.

[3] Sefy Hendler, Gracious and Beautiful Monster: The Litrary Universe of Bronzino's Nano Morgante (Florence: Maschietto Editore, 2016).

[4] Ibid. 34-46.

[5] Schönwiese und Mürner, Das Bildnis eines behinderten Mannes.

[6] Ibid

[7] Paromita Chakravarti, "Natural fools and the historiography of Renaissance folly," Renaissance Studies 25 no. 2 (2011): 211.

[8] Wie man zum Beispiel im Bild des Triumphzuges von Kaiser Maximilian sieht. Hans Burgkmair der Ältere, Natürliche Narren, Holzschnitt, 1515. Von: The Triumph of Maximilian I. Wien, ca. 1515.

[9] Diese Hüte sieht man auf mehreren Bildnissen junger Nobelmänner (Sandro Botticelli, 1445-1510).

[10] Margot Rauch spekulierte, dass diese Farben eine ost-europäische Herkunft der Person bedeuten könnte.

Margot Rauch, „Alles was seltsam ist''- das Bildnis eines behinderten Mannes als Sammlungsobjekt,'' Das Bildnis eines behinderten Mannes: Bildkultur der Behinderung vom 16. bis 21. Jahrhundert, Hrsg., Petra Flieger und Volker Schönwiese (Innsbruck: AG SPAK Bücher, 2007), 131.

[11] Pedanius Dioscorides, De Materia Medica, ca. 50-70 n. Chr.

[12] Karen Meier Reeds, "Renaissance Humanism and Botany," Annals of Science 33 no.6 (1976): 525.

[13] Pietro Andrea Mattioli, Petri Andreae Matthioli senensis, serenissimi Principis Ferdinandi Auchiducis Austriae &c. Medici, commentarii secundo aucti, in libros sex Pedacii Dioscoridis Anazarbei de medica materia: adjectis quam plurimis Plantarum, & Animalium Imaginibus quae in priore Editione non habentur, eodem Authore (Venetiis : Ex officina Erasmiana, 1558).

[14] Mattiloli starb an der Pest in der Stadt Trient bei seinem Italienbesuch im Jahr 1577. Cesare Preti, "Mattioli Pietro Andrea," Dizionario Biografico degli Italiani, 72 (2008). Online Version: http://www.treccani.it/enciclopedia/pietro-andrea-mattioli_(Dizionario-Biografico).

[15] Mattioli unterscheidet zwischen Gänseblümchen, Kamille und Chrysantheme, aber von der römischen Zeit bis zu Mattiolis Zeit gab es diese Unterscheidung nicht.

Mirella Levi D'Ancona, The Garden of the Renaissance: botanical symbolism in Italian painting (Firenze: L.S. Olschki, 1977).

[16] Pietro Andrea Mattioli, I discorsi DI M. Pietro Andrea Matthioli sanse, medico cerareo, et del serenissimo principe Ferdinando arechidvca d'avstria &c. (Venetia: Appresso gli Heredi di Vincenzo Valgrisi: 1573), 596-598. Übersetzung: Alexandra Dvorkin.

[17] Weitere Informationen:

Michael Curschmann, "Marcolf or Aesop? The question of identity in visio-verbal contexts," Studies in Iconography 21 (2000): 1-45.

[18] Die Blumenarten und deren Bedeutungen bedürfen weiterer Untersuchungen.

[19] Zum Beispiel im Gedicht von Malchior Lorch, Allegory of Nature, 1565, in dem er die Erde mit einer schwangeren Frau vergleicht und mit einer Mutter, die ihr Kind stillt. In: Merry E. Wiesner, Women and gender in early modern Europe (Cambridge: Cambridge University Press, 1952), 27-19.

[20] Ibid

[21] Mirella Levi D'Ancona, The Garden of the Renaissance, 124.

[22] Roland Lightbown, Sandro Botticelli: Life and Work (New York: Abbeville Press Publishers, 1989), 156-159.

[23] Auch Dame Folly genannt.

[24] Yona Pinson, The fools' journey: a myth of obsession in northern Renaissance art (Turnhout : Brepols, 2008), 98.

[25] Ibid, 102.

[26] Levi D'Ancona, The Garden of the Renaissance, 123.

[27] Verena Oberhöller Brown, "About the Portrait of Elisabeth: between recognition and projection," Natalie Mair trans., Das Bildnis eines behinderten Mannes: Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jhd, Jahrhundert, Petra Flieger und Volker Schönwiese Hrsg. (Innsbruck: Verlag AG SPAK, 2007): 272-305.

[28] Chakravarti, Paromita. "Natural fools and the historiography of Renaissance folly," 215.

[29] Lorraine Daston, and Katharine Park. Wonders and the Order of Nature, 1150-1750 (New York: Zone Books, 1998), 192-193.

[30] Ibid. 198.

Bibliography

Chakravarti, Paromita. "Natural fools and the historiography of Renaissance folly." Renaissance Studies 25 no. 2 (2011): 208-227.

Curschmann, Michael. "Marcolf or Aesop? The question of identity in visio-verbal contexts." Studies in Iconography 21 (2000): 1-45.

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________, Petri Andreae Matthioli senensis, serenissimi Principis Ferdinandi Auchiducis Austriae &c. Medici, commentarii secundo aucti, in libros sex Pedacii Dioscoridis Anazarbei de medica materia : adjectis quam plurimis Plantarum, & Animalium Imaginibus quae in priore Editione non habentur, eodem Authore. Venetiis : Ex officina Erasmiana, 1558.

Meier Reeds, Karen. "Renaissance Humanism and Botany." Annals of Science 33 no.6 (1976):519-542.

Oberhöller Brown, Verena. "About the Portrait of Elisabeth: between recognition and projection." Natalie Mair transübersetzt. Das Bildnis eines behinderten Mannes: Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jhd, Jahrhundert. Petra Flieger und Volker Schönwiese Hrsg. Innsbruck: Verlag AG SPAK, 2007, 272-305.

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Preti, Cesare. "Mattiolli Pietro Andrea." Dizionario Biografico degli Italiani. 72 (2008). Online edition: http://www.treccani.it/enciclopedia/pietro-andrea-mattioli_(Dizionario-Biografico).

Rauch, Margot. ''Alles was seltsam ist – das Bildnis eines behinderten Mannes als Sammlungsobjekt'. Das Bildnis eines behinderten Mannes: Bildkultur der Behinderung vom 16. bis 21. Jahrhundert. Flieger, Petra und Volker Schönwiese Hrsg. Innsbruck: AG SPAK Bücher, 2007.

Schönwiese, Volker und Christian Mürner. Das Bildnis eines behinderten Mannes Kulturgeschichtliche Studie zu Behinderung und ihre Aktualität. http://bidok.uibk.ac.at/library/schoenwiese-bildnis.html

Wiesner, Merry E. Women and gender in early modern Europe. Cambridge: Cambridge University Press, 1952.

Quelle

Hila Kohner: Zwischen Blumen und Behinderung: Das Bildnis eines behinderten Mannes von Schloss Ambras.

Ein besonderer Dank gilt meiner geschätzten Freundin Alexandra Dvorkin für die Übersetzung von Mattioli.

bidok - Volltextbibliothek: Erstveröffentlichung im Internet

Stand: 23.11.2017

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