Statement bei der öffentlichen Sitzung des Monitoringausschuss am 30. Oktober 2014 in Wien

AutorIn: Erich Girlek
Schlagwörter: Politik, Österreich, Menschen mit Lernschwierigkeiten, UN-Konvention, Partizipation
Textsorte: Vortrag
Releaseinfo: Der Text wurde 2014 in Wien bei der öffentlichen Sitzung des Monitoringausschuss von Erich Girlek vorgetragen
Copyright: © Erich Girlek 2014

Statement bei der öffentlichen Sitzung des Monitoringausschuss am 30. Oktober 2014 in Wien

Hallo mein Name ist Erich Girlek

und für mich ist das Thema

der heutigen Sitzung des Monitoringausschuss:

Partizipation von Menschen mit Behinderungen

oder Teilhabe von Menschen mit Behinderung

auch Poltische Teilhabe für Menschen mit Behinderungen

immer sehr wichtig gewesen.

Bei einer Tagung in Graz

wo es um Poltische Teilhabe

für Menschen mit Behinderungen

gegangen ist habe ich gesagt:

Politische Teilhabe heißt für mich nicht nur,

dass Menschen mit Lernschwierigkeiten wählen gehen dürfen.

Es heißt,

dass wir bei Entscheidungen,

die uns betreffen mitbestimmen!

Nichts über uns Ohne uns!

Zum Beispiel:

Wenn Gesetze gemacht werden.

Es ist nicht freiwillig,

dass wir mitbestimmen dürfen,

es ist unser Recht!

Bei politischer Teilhabe geht es darum,

dass Menschen mit Behinderung

schon am Anfang gefragt werden

wenn es um Verbesserungen

oder um Neugestaltungen geht.

Und man muss ihre Meinung auch ernst nehmen.

Das steht auch in der UN-Konvention drinnen.

Die größte Barriere bei der Poltischen Teilhabe

für Menschen mit Behinderung

ist die Barriere die in den Köpfen der Menschen sind.

Sei es das meisten in schwere Sprache gesprochen wird

oder sei es das manche Glauben

das wir viele Dinge nicht verstehen wurden.

Bei der Frage:

Was muss ich tun,

damit ich bei Gesprächen

über wichtige Themen mitreden kann?

Ich und auch andere Selbstvertreter haben gemerkt

das bei Gesprächen über wichtige Themen

die Ampelkarte benutzen sollten.

Welche guten Beispiele gibt es,

wo Partizipation funktioniert?

Das beste Beispiel wo Partizipation sehr gut funktioniert

das ist der Monitoring-Ausschuss dabei.

Da können alle Menschen mit Behinderungen

sagen können was sie sich denken.

Was mich beeindruckt ist die Vorsitzende des Ausschusses,

Marianne Schulze.

Sie schaut immer, was gesagt wird,

in einer Sprache ist,

die Menschen mit Lernschwierigkeiten gut verstehen.

Beim Monitoring Ausschuss

muss man als Selbstvertreter

nicht 5-mal umsonst die Rote Karte herzeigen,

sondern wenn jemand nicht in leichter Sprache redet,

weist ihn die Vorsitzende sofort zurecht.

Quelle

Erich Girlek: Statement bei der öffentlichen Sitzung des Monitoringausschuss am 30. Oktober 2014 in Wien. Wien 2014.

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 02.02.2017

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