Moderation Persönlicher Zukunftsplanung in einem Unterstützerkreis

"You have to dance with the group! "

AutorIn: Ines Boban
Textsorte: Artikel
Copyright: © Ines Boban 2007

Moderation Persönlicher Zukunftsplanung in einem Unterstützerkreis

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

(Erich Kästner)

Danke, Mrs. Bradley! - "Be a change agent!"

US-Präsident Clintons Beraterin Valerie BRADLEY erklärt bereits 1994, dass nach den Phasen der Institutionsreform und der De-Institutionalisierung nun als neues Paradigma im Hilfesystem für Menschen mit Behinderung das ‚Leben mit Unterstützung' mit den folgenden Elementen zu realisieren sei: Ausgehend vom Leitbild des Bürgers und seinen Rechten (statt ehedem vom Klienten oder gar Patienten), und den üblichen Lebensweisen der Bewohner einer Kommune, wird der selbstverständliche Anspruch auf Teilhabe an den zuständigen Kiez-Kindergärten, Aufnahme und volle Teilnahme an der Stadtteilschule (in der Klasse mit dem für alle Kinder dieser Klasse verantwortlichen Klassenlehrer, in die das Kind ohne seine Beeinträchtigung sonst auch gekommen wäre) und den allgemeinen Freizeitangeboten, orts-üblich bezahlte Arbeitsmöglichkeiten in den Betrieben der Umgebung und eine eigenständige Lebensführung als Mieter oder Eigentümer in üblichen Wohngelegenheiten anerkannt. Um dies umzusetzen bedarf es in unterschiedlichen Umfängen individueller Unterstützung, es muss also Assistenz in den verschiedenen Lebensbereichen ermöglicht werden. Explizit lösen in dieser neuen Phase gemeinsame persönliche Zukunftsplanungen, bei denen die Kontrolle über die Planungsinhalte, -verläufe und deren Umsetzungsstrategien bei den Betreffenden selbst bleiben, alte Planungsinstrumente ab (wie z.B. ausschließlich von ‚ExpertInnen' aufgestellte Hilfe- oder Förderpläne). Der Kontext der Entscheidung ist nun nicht mehr die Übereinkunft eines interdisziplinären Teams, sondern die gemeinsam im Dialog entwickelte Perspektive eines persönlichen Unterstützerkreises. Vorrangiges Prinzip ist die Selbstbestimmung, die aber sozial (wünschenswert: einfachere Formulierung) eingebunden gehört, denn nur über die gegenseitige Anerkennung und im Bedeutung für einander Haben entwickeln sich lernende Gemeinschaften. So liegt das Problem nicht länger bei der Person mit der Beeinträchtigung (die ‚behindert ist') sondern bei den Hindernissen in ihrer Umwelt für die volle Teilhabe dieser Person (die sonst ‚behindert wird'). Von daher liegen alle Ansätze zur Problemlösung, auf die es sich nun zu konzentrieren gilt, in der Um- und Neugestaltung der jeweiligen Umwelt, so dass die je gewünschte Form der Teilhabe an ihr realisierbar ist: Die inklusive Gesellschaft.

In diesem Zusammenhang sind also Persönliche Zukunftsplanungen in Unterstützerkreisen zu sehen, und nur mit dieser Grundauffassung lassen sie sich aufrichtig moderieren. Der ‚heimliche Lehrplan' des Zweifels an der Umsetzbarkeit der eigenen Perspektiven von Menschen mit Behinderungen und ihren Unterstützerkreisen und der Umgestaltbarkeit der Gesellschaft in eine inklusive führt zu Irritationen und verstärkt unbewusst die tradierte Bescheidenheit von Menschen mit Beeinträchtigungen in ihren Ansprüchen und deren Habitus der "resignativen Zufriedenheit" (vgl. HINZ & BOBAN 2001).

Während bei Hilfeplanungen eher im Rahmen des Status Quo beraten - und er damit aufrecht erhalten - wird, in welchen bestehenden Institutionen und mit welchen verfügbaren Maßnahmen ein weiterer, quasi bereits geebneter Weg organisiert werden kann, wird bei Persönlicher Zukunftsplanung dagegen bewusst vom vielleicht noch nicht Vorhandenen, noch zu Entwickelnden, zu Schaffenden, von Träumen, Hoffnungen und Utopien ausgegangen und den je eigenen Weg und die je eigene Lebensperspektive mit Phantasie, Humor und Optimismus entworfen, um aus der hoffnungsvollsten aller Zukünfte eine beglückende oder wenigstens je zufriedenstellende Gegenwart zu ermöglichen und erlebbar zu machen (vgl. O'BRIEN & O'BRIEN 2000, 2002). In einer Gruppe diese (Erwartungs-)Haltung zu bestärken und es den Individuen in ihr leicht zu machen, sich in einer gemeinsamen Sehnsucht auf eine Veränderung unangemessener Verhältnisse einzustellen, ist die Aufgabe der Moderation (im Engl. ‚facilitation', aus dem Lateinischen ‚facile' = leicht). "Jeder ist ein Change Agent," so Michael FULLAN, "der Wandel ist zu wichtig, als dass wir ihn den Experten überlassen dürften" (2001, 48).

Nicht selten sind diese in Vorträgen vorgestellten Gedanken der ausschlaggebende Impuls, der dazu führt, dass Eltern oder PädagogInnen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung oder diese selbst Lust oder auch den Handlungsdruck verspüren, die Zukunft in die eigenen Hände nehmen zu wollen - begleitet durch einen aufzubauenden Unterstützerkreis. Hierfür greifen sie gern auf die offenbar Sicherheit gebende Moderation zurück, die es ihnen leichter machen soll, eine neue und eben bessere Qualität des Umgangs miteinander auszuprobieren und die gleichsam als Agent für Planungen für eine gute Zukunftsperspektive steht:

"Die Zukunft liegt nicht darin, dass man an sie glaubt oder nicht an sie glaubt,

sondern darin, dass man sie vorbereitet."

(Erich Fried)

Unterstützerkreise als Schlüsselelement für Inklusion - "Let us learn how to make friends!"

Unterstützerkreise sind also ein Schlüsselelement des ‚Lebens mit Unterstützung' zur Adaption der direkten Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen, die nicht länger hinnehmen wollen, an (Sonder-)Institutionen an- und eingepasst zu werden, sondern ein eigenes Lebenskonzept als gleichberechtigte BürgerInnen einer Gemeinde - also Inklusion - verwirklichen möchten (vgl. HINZ 2004).

Die Aufforderung "Lasst uns lernen, wie man Freunde macht!" löst hierzulande allerdings doch eher Befremden aus: "Kann man es lernen, Freunde zu machen?!" Gewinnen schon. Hier gewinnt man Freunde. Nur wie eigentlich? Als Zufallstreffer beim Beziehungs-Bingo und Glücksgriff bei einer Lotterie im Mus-Topf der Möglichkeiten, nach einem also eher geringen Einsatz und wenig eigener Aktivität oder nach harter persönlicher (Überzeugungs-) ‚Arbeit', wie Stimmen nach dem Wahlkampf? Sind also Freunde diejenigen Menschen, die ich ‚auf meine Seite' ziehen konnte? Gewinnen wir einander wie Land, das wir dem Meer der feindlichen Welt abringen oder gar wie eine Parzelle ‚eigenen Landes und sicheren Bodens', die wir hinter der Grenze dem Nachbarn abgetrotzt oder abgeluchst haben? Oder gewinnen wir einander wie Bodenschätze, wenn wir lange genug gebohrt und tief geschürft haben? Halten wir es vielleicht für ein Naturereignis, ein Geschenk des Himmels oder ein chemisches Phänomen, ob wir Freunde werden? Und so entstehen Empfindlichkeiten und Frustrationen, wenn in der Integrationsklasse beim ersten und auch beim nächsten Kindergeburtstag ausgerechnet das Kind ‚mit dem Gutachten' keine Einladung erhält... Ratlos zucken dann so manche Erwachsene mit den Schultern, da sie sich diesem ‚Naturereignis' gegenüber hilflos wähnen - vielleicht auch, weil alte Kränkungen unbewusst reaktiviert werden, als sie selbst nicht wussten, warum sie nicht Teil einer Runde sein konnten? Wie also werden wir in der hiesigen Kultur zu Freunden? Sind wir damit zufrieden oder können wir lernen freundlicher miteinander umzugehen und damit freundesreicher zu werden? Unterstützerkreise und die Art wie in ihnen miteinander Sein und Tun verbunden wird, können uns dahingehend sehr stärken und bereichern.

Mit den Überlegungen, wer zum Unterstützerkreis der Hauptperson (im Engl. oft ‚the focus person') - oder einer Familie mit Bedarf an Unterstützung - gehört, beginnt in der Regel meine Moderationstätigkeit: Wir setzen uns zusammen, schreiben den Namen der Hauptperson in das Zentrum eines Papiers und machen uns bewusst, wer die wichtigsten (Vertrauens-) Personen sind. Hilfreich ist es dabei, mit Hilfe von vier aufgezeichneten konzentrischen Kreisen systematisch über das Umfeld der Hauptperson nachzudenken. So werden die potenziellen MittänzerInnen quasi in den Blick genommen, manchmal erst jetzt erkannt und explizit benannt (vgl. FALVEY u.a. 2000, NEWTON & WILSON 2003, BOBAN & HINZ 2004a).

  • Zum ersten Kreis (‚Circle of Intimacy') um die betreffende Person könnte der Impuls lauten: "Wer sind die Menschen, zu denen die größte Nähe besteht?" oder "Wer sind die Menschen in deinem Leben, auf die du dich hundertprozentig verlässt?" Bei Erwachsenen werden hier meist Lebenspartner und ggf. die eigene Gegenwartsfamilie, bei Kindern meist Menschen der Ursprungsfamilie genannt. Aber auch Tiere können hier von größter Bedeutung sein, also alle Wesen, ohne die das eigene Leben eben nicht vorstellbar scheint und die zum ‚intimen Kreis' gehören. Der Moderator kann die Namen eintragen, wenn die Person dies nicht selber machen möchte.

  • Zum zweiten Kreis (‚Circle of Friendship') sollen die Personen benannt werden, zu denen eine Beziehung besteht, die als Freundschaft empfunden wird: "Wer sind die Menschen in deinem Leben, denen du dich ‚freundschaftlich' verbunden fühlst?" Hier kann es hilfreich sein, sehr ermutigend und ‚weich' zu formulieren, denn manchmal vergeben Menschen den ‚Titel' Freund nur einem sehr erlauchten, klitzekleinen Kreis von Menschen. Es kann also auch hilfreich sein zu fragen: "Wen empfindest du als ‚freundlich' dir gegenüber?" oder "Wen magst du eigentlich sehr und wen hast du früher mal sehr gemocht?" Bei alledem gilt es, jeglichen Druck zu Quantitäten zu vermeiden - wenn jemand darauf besteht, mit genau dem einen besten Freund diesen Kreis zu versehen, dann ist das so zu akzeptieren. Mit Menschen dieses Kreises besteht ein großes Potenzial zum Aufbau von weiterer Intimität.

  • Im dritten Kreis (‚Circle of Participation') werden alle weiteren Menschen des informellen Kontakts in Betracht gezogen, mit denen die Hauptperson alltäglich Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen teilt und zu denen eine grundsätzliche Sympathiebeziehung besteht: "Mit wem triffst du ansonsten gern zusammen? Über wen freust du dich besonders, wenn du in deine Klasse / in deine Arbeitsstelle / zu deinem Chor u.ä. kommst?" Auch hier wird dazu ermutigt, ‚freundlich', mit einer Haltung der Offenherzigkeit und Großzügigkeit über die Menschen des Alltaglebens, also auch NachbarInnen oder ehemalige MitpatientInnen in einem Krankenhaus nachzudenken und diese ‚guten Geister' zu würdigen, in dem sie hier aufgeschrieben werden. Ob sie dann auch die Ehre erfahren, tatsächlich eingeladen zu werden, ist Überlegung eines späteren Schritts. Aber alle notierten Namen sind kostbar, denn mit Menschen dieses Kreises besteht so oder so ein großes - nun in den Blick kommendes - Potenzial zum Aufbau von Freundschaften.

  • Der vierte Kreis (‚Circle of Exchange') soll vor Augen führen, wer als Professioneller eine Rolle im Leben der Person spielt: "Wer wird dafür bezahlt, sich in deinem Leben nützlich zu machen?" oder "Wer bekommt Geld dafür, in deinem Leben eine gute Rolle zu spielen?" Beim Überlegen, wer tatsächlich in den Unterstützerkreis eingeladen werden soll, werden hingegen nur die in Erwägung gezogen, die dafür bezahlt werden, sich positiv im Leben der einladenden Person (bzw. Familie) einzubringen und dies nach deren Einschätzung auch tatsächlich tun, also ihr Geld buchstäblich verdienen (‚gebend und nehmend'). Mit Menschen, die zu diesem Kreis gerechnet werden, besteht - insbesondere durch die Bereitschaft Teil des Unterstützerkreises zu sein - großes Potenzial zum Aufbau von Beziehungen, die die Qualität von freundlicher Zugewandtheit und auch Freundschaft haben.

Diese informellen Strukturen des Umfelds bilden das "kulturelle" und das "soziale Kapital" (BOURDIEU 1997, vgl. ZIEMEN 2001), das es Wert zu schätzen und so aufzuwerten gilt. Jeder Mensch hat in gewissem Sinn einen Unterstützerkreis und ist Teil eines solchen - nur machen wir uns das in der Regel nicht bewusst und laden nur sehr selten alle zusammen ein, geschweige denn, um dann auch noch gezielt miteinander zu planen. Das Aufzeichnen der Kreise kann der erste Schritt zum nun bewussten ‚miteinander Tanzen' sein. Schon das Bild dieser Kreise, das ab nun an der Pinwand beim Esstisch hängt (oder anderswo gut sichtbar, denn oft kommen später, bei längerer Betrachtung des eigenen Umfeldes, noch weitere Menschen in den Sinn), hat Stärkungsmomente. Zuweilen, wenn z.B. der Sohn seinen Vater im Moment in den dritten Kreis platziert hat, kann es wichtig sein, darauf aufmerksam zu machen, dass dies kein Soziogramm ist und es also nicht so sehr auf das Wo ankommt, sondern darauf, dass man einen Platz in den Kreisen der Hauptperson hat.

Der zweite Schritt ist die (allmähliche) Entscheidung, welchen Menschen nun wirklich die Ehre gegeben wird, aktiver Teil des Unterstützerkreises zu werden. Hierbei kann es wichtig sein, die einladende Person darin zu bestärken, nur die Personen einzuladen, die mehr als Energiespender denn als Energiezieher in der Beziehung erfahren werden: "Welche dieser Personen möchtest du sehr gern bei dir haben, weil du sie als stärkend erlebst? Wem magst du deine ‚Mokassins' anbieten, um darin ein Stück deines Weges mit dir zu gehen?" - oder um im Bild zu bleiben: "Wem leihst du deine Tanzschuhe aus, um mit dir ein neues Tänzchen zu wagen?" Wenn, was öfter geschieht, Jungen nur weibliche Unterstützerinnen wählen, erlaube ich mir zu insistieren und zu betonen, dass wir schlecht über die Perspektive eines Mannes nachdenken können ohne männliche Mitdenker - wir brauchen ein möglichst weites Spektrum an Erfahrungen und Sichtweisen!

Auch kann es hilfreich sein, miteinander diplomatische oder strategische Aspekte des Auswählens unter einer bestimmten Fragestellung (z.B. "Wo werde ich später arbeiten?" oder "Wie werde ich wohnen?") abzuwägen. Und da die Person immer Teil eines (Familien-) Systems ist, ermutige ich ggf. auch direkte Angehörigen dazu, sich z.B. die eigenen besten Freunde einzuladen. Zumal wenn die Hauptperson auf ihr direktes Umfeld sehr angewiesen ist, da sie z.B. anders als lautsprachlich kommuniziert und viele Interpretationen herausfordert, macht es Sinn, einen sehr vielfältigen Kreis zusammenzurufen. Als wichtig erlebe ich es, den Blick auf Gleichaltrige und Jüngere als gute potenzielle UnterstützerInnen zu bestärken, da die Gewohnheit uns eher zu Älteren und Fachleuten tendieren lässt.

Wenn nun von der Hauptperson (ggf. mit Hilfestellungen) die Einladungen zu einem Auftakttreffen eines Unterstützerkreises ausgesprochen oder schriftlich angefertigt werden, empfehle ich einen Termin in circa drei Monaten an einem Wochenende zu wählen, da Zeit heute ein knappes und verplantes Gut ist - und zugleich das zentrale Geschenk, das die Gäste zu diesem Tag mitbringen (müssen, denn jede Person sollte die anberaumten sechs Stunden - oder acht, wenn eine größere Pause gebraucht wird - voll und ganz da sein!).

Wir können es lernen, Freunde zu sein - indem wir uns gegenseitig die Ehre, Zeit und Raum geben! Unterstützerkreise sind eine intensive Form Beziehungen anzubahnen, aufzubauen und zu pflegen, sie sind die beste Gelegenheit, sich jeweils von seiner besten Seite zu zeigen: Zum Auftakt des Unterstützerkreises sollte - neben viel Zeit für gemeinsame Arbeit und Entspannung - mindestens ein gutes gemeinsames Essen eingeplant werden, denn auch das verbindet ungemein.

"Inclusion is about all of us and building relationships is a key element."

(Chris Atkinson)

Wenn einer einen kennt, der einen kennt, der einen kennt... - "Loneliness is the only real disability!"

Der Unterstützerkreis ist also ein Schlüsselelement bei der Entwicklung von Inklusion, denn er besteht aus verschiedenen Menschen, die aus unterschiedlichen Perspektiven ihre Ideen in die Planung einbringen - als Gleichaltrige, Freunde, Verwandte, auch als Fachleute im beruflichen Zusammenhang (vgl. hierzu vertiefend BOBAN & HINZ 1999, 2004a, BOBAN 2003a, 2003b, 2003c, NIEDERMAIR & TSCHANN 1999).

Unterstützerkreise sind in Diskurs und Praxis im deutschsprachigen Raum bislang vor allem bekannt beim Übergang von der Schule in den Beruf in integrativen Kontexten und insbesondere zum Aufbau eines Netzwerkes um eine Person mit Behinderung herum (vgl. NIE-DERMAIR 2004, BOBAN 2005, BOBAN & HINZ 2005), sie können aber für die gesamte Lebensspanne und für jede Person von großer Bedeutung sein: Als ein Kernstück Integrativer Pädagogik auf dem Weg zur Inklusion (vgl. NEWTON & WILSON 2003) in Kindergärten und Schulen und zu inklusiver Gemeinschaftsentwicklung im sozialen Umfeld für alle weiteren Lebensbereiche und -phasen (vgl. WERTHEIMER 1995). Was wäre übrigens, wenn gleich nach einer Diagnosestellung damit begonnen würde, ein Netzwerk um eine Familie herum in Form eines Unterstützerkreises aufzubauen? Dies hätte bei einer Diagnose im Säuglingsalter auch eine erhebliche Auswirkung auf bisherige Formen der Frühförderung bzw. könnte es Krisenbewältigungsstrategien und Stigma-Abwehr-Prozesse erheblich erleichtern. Vor allem aber führen solche Runden, wo einer einen kennt, der einen kennt, der einen kennt ... zu Netzwerken, die z.B. zum (Er-) Finden von Praktikumsplätzen oder Jobmöglichkeiten und Freizeitgelegenheiten sehr nützlich und weitertragend sind. So hat der 18jährige Jan durch die Idee, eine Sozialpädagogin aus seinem Jugendtreff zu seiner Zukunftskonferenz einzuladen, die dann eine Freundin hatte, deren Mann beim Rundfunksender XY arbeitete, nun dort seine feste Anstellung gefunden.

Nicht alle, die eingeladen sind, können oder wollen zu dem Tag kommen, der für die Hauptperson und ihr direktes Umfeld oft schon seit Wochen von zentraler Bedeutung ist (vgl. BOBAN, EHLER & EHLER 2005). Deshalb ist es wichtig zu betonen, dass es so wie es ist richtig ist. Schon vorher kann es entlastend sein zu klären, dass wir nicht trauernd oder gar wütend an die denken müssen, die nicht kommen, sondern uns freuen können über diejenigen, die kommen. Nach einer Begrüßungsansprache durch die Jugendlichen oder einen Elternteil bitte ich immer um die aktive Übergabe der Verantwortung für den dann folgenden Prozess.

Wenn, wie David PITONYAK oben sagt, Einsamkeit die einzige wirkliche Behinderung ist, dann sind Wege zu ‚Zweisamkeit' und ‚Mehrsamkeit' und gar ‚Vielsamkeit' Formen der ‚Enthinderung' - der Aufbau eines Unterstützerkreises ist ein aktiver Beitrag dazu, denn es ist eine starke Verbindungsstiftung gemeinsame Hoffnungen zu haben. Diese ‚Vielsamkeit' kann dazu führen, dass von 39 eingeladenen 42 Personen kommen - einige fanden, dass sie auch Teil des Kreises sein müssten. Die Mutter eines elfjährigen Jungen eröffnete die Zusammenkunft im Unterstützerkreis mit dem folgenden Postkarten-Zitat:

"Hoffnung heißt, dass es Sinn macht etwas zu tun,

auch wenn man nicht weiß, wie es ausgeht."

(Vaclav Havel)

Das erste Unterstützertreffen ist ein besonderer Tag, der von zwei Personen moderiert werden muss - "Never dive alone!"

Struktur und spezifische Qualität gewinnen Unterstützerkreise durch eine stringente Orientierung an Prinzipien und Vorgehen Personenzentrierter Planung (vgl. O'BRIEN & O'BRIEN 2000, 2002, BOBAN & HINZ 2005), bei der eine konsequent personale statt einer institutionellen Orientierung und eine Kompetenz- und Interessensorientierung statt einer Anpassungsorientierung gepflegt wird.

Die das Gespräch moderierende Person (im Engl. "Group-Facilitator") hat hierbei Modellcharakter, sie verkörpert durch die Art der Interaktion mit der einladenden Hauptperson und all deren Gästen den Geist, den es (ab nun) miteinander zu kultivieren gilt, um einen positiven Schwung zu erhalten für eigene ideale Visionen und ihnen nahe kommende Entwicklungsschritte. Sie muss mit ‚guten Ohren' aktiv zuhören und mit ‚Augen, von denen man gern angesehen wird' ganz bei der Gruppe und jedem Individuum sein, damit aus dem eben diese Gruppe und jetzt dieser Unterstützerkreis wird.

Schon deshalb bedarf diese Art des Zusammenarbeitens immer einer weiteren, die Moderation erst ergänzenden und komplett machenden Person, die nämlich der ersten den Rücken buchstäblich freihält, indem sie alles, was Gesprochen wird, für alle gut sichtbar auf großen Papieren festhält (im Engl. "Graphic-Facilitator"). Das ist eine hoch anspruchsvolle Tätigkeit, zumal wenn man nicht wortwörtlich protokolliert, sondern Oberbegriffe aufschreibt oder noch besser aufzeichnet (vgl. PEARPOINT & O'BRIEN 2002). Bilder und Symbole zu kreieren, die den Prozess der Gruppe spiegeln und die von den Individuen entzifferbar sind, ist eine hohe Kunst, die bisher von Kolleginnen und StudentInnen mit Bravour und Enthusiasmus - gern auch zu zweit im Wechsel - ausgeübt wird.[1] Aber auch deshalb, weil emotional zuweilen sehr tief eingetaucht werden kann, macht es Sinn, dass dieser Moderationsprozess stets von zwei sich ergänzenden, ggf. gegenseitig unterstützenden, u.U. erinnernden oder auch korrigierenden, später auch Rückmeldung gebenden und den Prozess gemeinsam reflektierenden Menschen gestaltet wird (vgl. zum ‚reflecting team' CONEN 2002).

"Das Und durchlöchert das Entweder/Oder!"

(Ulrich Beck)



[1] Danke Angela, Brit, Hella, Kathleen, Klemens, Marion, Mona, Nina, Rainer, Sebastian und Silvia! Und dafür, dass wir diese Zusammenarbeit erleben konnten, danke ich Felix, Melanie, Jan, Miriam, Jens, Jasmine, Tobias, Susanne, Matti, Luise, Kevin und Patti - und ihren Unterstützerkreisen!

Von der Zukunftskonferenz zum Zukunftsfest - "MAPS and PATH are performing arts!"

Es war der 14jährige Tobias, der das Wort Zukunftskonferenz zu amtlich, zu schulisch fand und der statt der Konferenz lieber ein Fest veranstalten wollte, ein Zukunftsfest im sommerlichen Garten unter dem Kirschbaum, an einer langen Tafel, die zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Abendessen genauso einladen sollte wie zum Planen seines weiteren Weges. Seitdem biete ich immer an, das Auftakttreffen des Unterstützerkreises als Konferenz oder als Fest zu betrachten und zu bezeichnen und richte mich nach der jeweiligen Entscheidung.

Mir, meinem Temperament und meiner Lebensweise kommt der Festgedanke sehr entgegen - und auch meiner Praxis der Gestaltung der Persönlichen Zukunftsplanung in Unterstützerkreisen. Die Struktur der Vorgehensweisen "Making Action Plans", kurz "MAP" ("Landkarte") und "Planning Alternative Tomorrows with Hope", kurz "PATH" ("Pfad" oder "Weg") helfen mir dabei, den Prozess der Persönlichen Zukunftsplanung so zu moderieren, dass beim Auftakttreffen ("initial planning event", SNOW in PEARPOINT & FOREST 2000, 99) eine tragende Vision entstehen kann (vgl. hierzu vertiefend BOBAN & HINZ 2004a), mit der die Gruppe sich als ein Ensemble fühlt, das danach auch ohne den Choreographen sicher miteinander weitertanzt. Wenn MAPs und PATHs zu gestalten darstellende Künste sind und "no matter how experienced you are, you can always improve your practice" (O'BRIEN & PEAR-POINT 2002, 16), dann gibt es nur einen Weg, sich in dieser Kunst zu verbessern: "PATH is a performing art, like music or drama or dance or juggling. It is a public act, created by disciplined collaboration. As such, it can only be understood and skillfully performed by people who devote themselves to regular practice and training over time" (ebd., 58). Also: "PATH ist eine darstellende Kunst wie Musik, Schauspiel, Tanz oder Jonglieren. Es ist eine sichtbare Kunst, geschaffen durch disziplinierte Zusammenarbeit. Als solche kann sie nur verstanden und kunstfertig ausgeübt werden von Menschen, die sich ihr regelmäßig widmen und sie immer wieder trainieren."

Manchmal geschieht es, dass die Hauptperson selbst zum Stift greift, wie neulich die 17jährige Patricia, damit alle direkt sehen, welche Planungen ihr wie wichtig sind bei ihrem Zukunftsfest... Sie hatte auch den Impuls, ein Gästebuch auszulegen, aus dem sie voller Stolz die Zeilen ihrer Klassenkameradin zitiert: "Liebe Pati! Danke, dass du mich eingeladen hast, dass ich an deiner Zukunft teilnehmen darf. Ich freue mich, dass du meine Freundin bist. Ich hoffe, dass du deinen Beruf findest und viele andere Menschen glücklich machst. Viel Glück und viel Spaß für dich, und denke nächstes Mal wieder an mich. Deine Freundin Özlem." Patricia weiß nun das Instrument Unterstützerkreis für sich aktiv zu nutzen; aber sie wird sicher auch bald als "Graphic-Facilitator" und später auch als Moderatorin von Auftakttreffen für Unterstützerkreise tätig werden.

Anders als sonst wohl meist, gehören für mich MAP und PATH unmittelbar aufeinander aufbauend und folgend zusammen. Wenn im "Workbook for Facilitators" gesagt wird: "When a person is in a 'Don't just do something, sit there!' situation, MAP can help." Und "when a person is in a 'Don't just sit there, do something!' situation, PATH can help" (O'BRIEN & PEARPOINT 2002, 34), also: "Wenn eine Person in einer ‚Tu nicht irgendwas, setz dich erst mal!'-Situation ist, kann MAP helfen - und wenn eine Person in einer ‚Sitz nicht rum, tu etwas!'-Situation ist, kann PATH helfen dann spiegelt dies erfrischend prägnant die beiden für mich unverzichtbaren Phasen eines Auftakttreffens für einen Unterstützerkreis, ob es nun Zukunftskonferenz oder Zukunftsfest heißt. Denn meistens braucht es erst das eine und dann das andere.

"Es ist was es ist, sagt die Liebe!"

(Erich Fried)

Personenzentrierte Gegenwarts-Klärung mit dem MAP-Prozess - "Who is the person?"

Beim MAP kommt man erst mal an, beginnt sich zu öffnen, nähert sich aneinander an, wärmt sich auf - und übt sich in einer gemeinsam optimistischen, humorvollen, an Stärken, Kompetenzen und Ressourcen orientierten Haltung, beginnt mit der Erweiterung des je eigenen und damit des gemeinsamen und damit wieder des je eigenen Horizonts. Denn MAP lädt zu einem echten Dialog ein (vgl. BOBAN & HINZ 2004); die Art der Moderation sorgt dafür, diesen wirklich führen zu können, und ebenso (und genau auch dadurch), dass alle acht Schritte des MAP-Prozesses miteinander gegangen werden. Beim direkten aufeinander Aufbauen des PATH auf MAP wird der achte Schritt "Aktionsplanung" hier weggelassen, denn der PATH behandelt genau dieses mit größerer Genauigkeit.

"Glaube mir, es kommt im Leben auf Kleinigkeiten an."

(J. H. Pestalozzi)

Personenzentrierte Zukunfts-Planung mit dem PATH - "How do we make it happen?"

Statt ängstlich zu fragen, "aber was passiert wenn ... ?" wird nun die Frage bearbeitet: "Wie machen wir es möglich, dass ...?" und das "dass" zielt. Die graphische Pfeil-Form des PATH und deren logischer Aufbau ermöglicht es, kleinschrittig zielstrebig zu großen Entwürfen einer zukünftigen Gegenwart vorzudringen, nachdem wir die diversen bedeutsamen Kleinigkeiten in den Blick genommen haben, aus denen sie bestehen wird.

Dieses systematische Vorgehen verlangt von der Moderation, jedem Teilschritt mit großer Achtsamkeit Raum zu geben. Nicht alle Etappen bis zum Schluss zu gehen, wäre ein echter Kunstfehler, denn nur durch die Zerlegung des Weges zu einer konkreten Umsetzbarkeit der Zukunftsträume ermöglicht das zuversichtlich machende Gemeinschaftsgefühl (vgl. LORENZ 2004), das der Unterstützerkreis benötigt, um die nächsten Schritte auch tatsächlich - und dann unmoderiert - tun zu können.

Gerade die beim gemeinsamen Visionieren und Planen sichtbar werdende, oft hohen emotionalen Ladungen und zuweilen auch die sozialen Verstrickungen machen eine externe Moderation des Prozesses notwendig, zumal die hier so bearbeiteten Themen im System Triangulierungsprozesse anrühren können (vgl. SCHÖNWIESE 2005). Sie sorgt für die Sicherheit, von der gemeinsamen Be(tr)achtung des ‚Nordsterns' zur Bestimmung des Reiseziels und der Route dorthin zu kommen, denn es gilt ja, eine Gruppe für eine gemeinsame Zielperspektive so nachhaltig zu entflammen, dass sie den großen, ganzen Kuchen sieht und weiß, wie sie ihn Stück für Stück aufschneiden und lange genährt geniessen kann - oder dass sie den Rhythmus und die Botschaft des Tanzes sich so einverleiben kann, dass die einzelnen Figuren des gesamten Tanzes leicht verkörpert werden können. Es bleibt also nicht bei einem einmaligen Fest. Nicht zu unterschätzen ist hierbei die Wahl eines ‚Agenten', der alle Beteiligten bei Gelegenheit und Notwendigkeit freundlich an die übernommenen Aktionsteile erinnert und bei der Einladung zum nächsten Treffen hilft.

"Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus:

Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen."

(Johann Wolfgang von Goethe)

Moderation der Wiederentdeckung des Selbstverständlichen - "Start to build your community!"

Für mich persönlich wird die ganze Geschichte genau deshalb so rund, weil ich meine, dass darin zwei Grundprinzipien erfahrbar werden, nämlich beim MAP der archetypisch weibliche, mütterliche Modus und beim PATH de archetypisch männliche, väterliche. Der Bedarf an Mütterlichkeit und Väterlichkeit (vgl. MAAZ 2003, 2005), an Anerkennung und Bedeutungsgebung, der meiner Einschätzung nach mindestens so groß ist wie der Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung, kann eine starke Triebfeder für das Gelingen von Unterstützerkreisen werden, die Mikrokosmen verändern. Und: So wie in unserer technisierten Zeit ungenügende Bewegung zu Muskelatrophie führt, "so bedingt eine zu große Entlastung von sozialer Bedeutung für Andere soziale oder moralische Atrophie" (DÖRNER 2003, 64). Persönliche Zukunftsplanung in Unterstützerkreisen ermöglicht, die Sorge füreinander "aus ihrem modernisierungsbedingten Exil in den Institutionen wieder in die Kommunen" zurückzuholen, "wo sie menschheitsgeschichtlich schon immer ihren Ort hatte" (ebd., 65). Deshalb wohl sagen Mitwirkende in Unterstützerkreisen häufig, dass sie sich durch die Einladung geehrt fühlen und es als beglückende Erfahrung empfinden, in dieser Weise Bedeutung und Verantwortung übernehmen zu können. Nicht selten entsteht zugleich die Sehnsucht, für sich oder andere nahestehende Menschen ebenfalls einen Unterstützerkreis zu initiieren. Das Bedürfnis nach gegenseitiger ‚Anteilnahme' und ‚Anteilgabe' wird wiederentdeckt - oder neu geweckt. Mit der Erinnerung an den eigentlich verfügbaren Reichtum eigenen sozialen und kulturellen Kapitals verändert sich der Habitus von Individuen und Gruppen - manchmal sichtbar in wenigen Stunden. Hierzu rief Südafrikas berühmtester Staatsmann (im Anschluss an Marianne WILLIAMSON 1995, 81f.) in seiner berühmt gewordenen Inaugural Speech 1994 über den notwendigen Wandel vom Apartheidsstaat zur Demokratie auf:

"Unsere tiefste Furcht ist nicht die, unzulänglich zu sein.

Unsere tiefste Furcht ist, kraftvoll zu sein jenseits aller Vorstellungen.

Es ist unser Licht, nicht unser Dunkel, das uns am meisten schreckt.

Wir fragen uns, wer bin ich denn schon, brillant, großartig, begabt und fabelhaft sein zu wollen.

Nun, was fällt uns überhaupt ein, dies nicht zu sein? ...

Unser Klein-Spielen hilft der Welt nicht. Es ist nichts Erleuchtetes daran, uns klein zu machen,

nur damit andere sich in unserer Gesellschaft nicht verunsichert fühlen. ...

Sobald wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen die Erlaubnis, dies auch zu tun.

Sobald wir von unserer eigenen Furcht frei geworden sind,

befreit unsere Präsenz automatisch auch die anderen."

(Nelson Mandela)

Literatur

BOBAN, Ines (2003a): Person Centred Planning and Circle of Friends - Persönliche Zukunftsplanung und Unterstützerkreis. In: FEUSER, Georg (Hrsg.): Integration heute - Perspektiven ihrer Weiterentwicklung in Theorie und Praxis. Frankfurt am Main: Peter Lang, 285-296

BOBAN, Ines (2003b): Aktiv zuhören, was Menschen möchten. Unterstützerkreise und Persönliche Zukunftsplanung. Zur Orientierung, H.4, 42-45

BOBAN, Ines (2003c): "Because We Can Change The World" - Zukunft neu und miteinander denken durch Persönliche Zukunftsplanung und Unterstützerkreise in lernenden ‚Schulen für alle'. Lernende Schule 6, Heft 23, 18-20

BOBAN, Ines (2005): Netzwerkbildung durch Unterstützerkreise. In: GEILING, Ute & HINZ, Andreas(Hrsg.): Integrationspädagogik im Diskurs. Auf dem Weg zur inklusiven Pädagogik? Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 160-163

BOBAN, Ines, EHLER, Jens & EHLER, Ulrike (2005): Persönliche Zukunftsplanung in einem Unterstützerkreis - oder: "Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden!" (Francisco Goya) In: JERG, Jo, ARMBRUSTER, Jürgen & WALTER, Albrecht (Hrsg.): Selbstbestimmung, Assistenz und Teilhabe. Beiträge zur ethischen, politischen und pädagogischen Orientierung in der Behindertenhilfe. Stuttgart: Evangelische Gesellschaft, 157-171

BOBAN, Ines & HINZ, Andreas (1999): Persönliche Zukunftskonferenzen. Unterstützung für individuelle Lebenswege. In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft 22, H.4/5, 13-23

BOBAN, Ines & HINZ, Andreas (2004a): Persönliche Zukunftsplanung mit Unterstützerkreisen - ein Schlüsselelement des Lebens mit Unterstützung. In: VERBAND SONDERPÄDAGOGIK (Hrsg.): Grenzen überwinden - Erfahrungen austauschen. Würzburg: Verband Sonderpädagogik, 9-17

BOBAN, Ines & HINZ, Andreas (Hrsg.) (2004b): Gemeinsamer Unterricht im Dialog. Vorstellungen nach 25 Jahren Integrationsentwicklung. Weinheim/Basel/Berlin: Beltz, 13-21

BOBAN, Ines & HINZ, Andreas (2005): Persönliche Zukunftsplanung mit Unterstützerkreisen - ein Ansatz auch für das Leben mit Unterstützung in der Arbeitswelt. In: BIEKER, Rudolf (Hrsg.): Behinderte Teilhabe? Wege ins Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung. Stuttgart: Kohlhammer, 133-145

BOURDIEU, Pierre (1997): Ökonomisches Kapital - kulturelles Kapital - soziales Kapital. In: BOURDIEU, Pierre: Die verborgenen Mechanismen der Macht. Hamburg: VSA, 49-80

BRADLEY, Valerie J. (1994): The New Service Paradigm (1994). In: Inclusion, Nachrichten von Inclusion International, Mai 1998, Nr. 20

CONEN, Marie-Luise (Hrsg.) (2002): Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familientherapie mit unmotivierten Klienten. Heidelberg: Carl Auer

DÖRNER, Klaus (2003): Die Gesundheitsfalle. Woran unsere Medizin krankt. Zwölf Thesen zu ihrer Heilung. München: Econ

FALVEY, Mary, FOREST, Marsha, PEARPOINT, Jack & ROSENBERG, Richard L. (22000): All my Life's a Circle. Using the Tools: Circles, MAPS & PATHS. Toronto: Inclusion Press

FULLAN, Michael (1999): Die Schule als lernendes Unternehmen. Konzepte für eine neue Kultur in der Pädagogik. Stuttgart: Klett-Cotta

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Quelle:

Ines Boban: Moderation Persönlicher Zukunftsplanung in einem Unterstützerkreis - "You have to dance with the group!"

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 17.09.2007

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