Die "Ausilioteca" in Bologna

AutorIn: Nadja Kauermann
Themenbereiche: Psychosoziale Arbeit
Textsorte: Zeitschrift
Releaseinfo: erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft Nr. 1-98. Thema: Integration in Italien. Der vorliegende Artikel über die "Ausilioteca" ist Teil einer Dissertation, die von mir am 9. Februar 1998 an der Universität Klagenfurt eingereicht wurde. Die Dissertation trägt den Titel: "Der lange Weg zur Integration. Theorie und Praxis der Integrationpädagogik an Beispielen aus Bologna/Italien". Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft (1/1998)
Copyright: © Nadja Kauermann 1998

Allgemeine Einleitung zur Integrationspädagogik von Andrea Canevaro

Ich beschränke meine Ausführungen auf Bologna und die Emilia-Romagna, da ich hauptsächlich diese Region im Rahmen meines 5-jährigen Studien- und Forschungsaufenthaltes in Italien kennengelernt habe. Generalisierungen auf eine gesamtitalienische Situation möchte ich vorwiegend vermeiden und höchstens von Tendenzen sprechen. Die Integrationsgesetze gelten zwar für ganz Italien, sind aber nach meiner Einschätzung nicht in ganz Italien in der gleichen Form verwirklicht. Es gibt nach wie vor ein starkes Nord-Süd-Gefälle, wobei der Süden als "unterentwickelt" gilt, auch was die Integration betrifft, trotz des dortigen Bemühens, den Zielen der Integrationspädagogik nahezukommen. Ich hatte Gelegenheit dies während der Dauer einer einjährigen Mitarbeit an einem wissenschaftlichen Integrationsprojekt, das für diverse berufsbildende höhere Schulen im Süden Italiens konzipiert war, festzustellen.

Tatsache ist aber wohl, daß Bologna und die Emilia-Romagna in Hinblick auf die Integration[1] von beeinträchtigten Menschen[2] eine Vorreiterrolle in Italien einnehmen. Dies steht in engem Zusammenhang mit der Persönlichkeit Andrea Canevaros. Andrea Canevaro ist Universitätsprofessor für "pedagogia speciale" mit Schwerpunkt Integration am erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Bologna. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen über die "Integration von beeinträchtigten Menschen". Meine Dissertation stellt zusammen mit der Veröffentlichung von Von Borstel (1995) einen der ersten Versuche dar, Canevaros Integrationspädagogik im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Er selbst lehnt es ab, von "seiner" Integrationspädagogik zu sprechen. In der Tat bezieht er sich vielfach auf andere PädagogInnen und/oder ÄrztInnen (Itard, Freinet, Montessori, Korczak etc.), PschologInnen (Piaget, Bettelheim etc.) bzw. Anthropologen (wie Gregory Bateson). Sein Verdienst bestand und besteht aber gerade darin, daß es ihm gelungen ist, aus der pädagogischen, psychologischen, philosophischen und anthropologischen Forschung das ihm jeweils am wichtigsten Erscheinende herauszunehmen, und es zu einem neuen Ganzen werden zu lassen, zu "seiner" Integrationspädagogik, in der sich eine Vielfalt an Theorien wiederfindet, wobei der Prozeß der Theoriebildung aber nicht abgeschlossen ist, sondern von Canevaro nach wie vor weiterentwickelt wird[3].

An dieser Stelle möchte ich eine Definition von Integration nach Andrea Canevaro wiedergeben (1983, S. 16): "Integration bedeutet also Veränderung und gegenseitige Anpassung; sie ist ein offener Prozeß, der sich auf die Anerkennung und Annahme der Identitäten und der darin verkörperten Kompetenzen stützt". Er unterscheidet die Integration, "integrazione", vom "inserimento" und von der "assimilazione" (einer einseitigen Anpassung des Kindes an die Schule). Unter "inserimento" versteht Canevaro nur eine räumliche Eingliederung bzw. die Anwesenheit z.B. eines beeinträchtigten Kindes in einer Regelschule. Sie muß noch keine Veränderungen nach sich ziehen. Erst wenn diese Anwesenheit Konsequenzen hat, wenn es zu einer gegenseitigen Anpassung auf Seiten des Kindes und auf Seiten der LehrerInnen und SchülerInnen kommt, kann man von Integration sprechen.

Auch im Lernprozeß muß es zu einer wechselseitigen Anpassung kommen. Jede/r SchülerIn muß sich in der Schule anpassen, und die Schule als Institution hat die Aufgabe, ihre Strukturen und Methoden so zu verändern, daß sie für jedes einzelne Kind die bestmöglichen Lernvoraussetzungen schafft (vgl. Canevaro 1983 und 1993; Von Borstel 1995). Die Integrationspädagogik von Canevaro schlägt ein "selbstbestimmtes" Lernen ohne Zwang und ohne aufoktroyierten Lehrplan vor. Sie ist nicht als eine auf "beeinträchtigte" Kinder zugeschnittene Pädagogik zu betrachten, sondern als eine alternative Pädagogik, die sich von der traditionellen Pädagogik unterscheidet und den Anspruch hat, humaner und kindgerechter zu sein, und zwar für alle Kinder. Canevaros Integrationspädagogik ist aber mehr als ein pädagogisches Konzept für die Schule, es ist ein Modell, das eine bestimmte Lebensphilosophie vorschlägt und sich nicht nur auf (beeinträchtigte) Kinder bezieht, sondern auch im Umgang mit erwachsenen (beeinträchtigten) Menschen ihre Anwendung finden kann. Canevaro schlägt neue, positive Sichtweisen im Umgang mit dem "Andersartigen" [4], mit dem "Unbekannten" vor. Seine Vorschläge könnten z.B. bei der Arbeit mit verschiedenen Randgruppen aufgenommen werden (vgl. Canevaro/ Balzaretti/Rigon 1996). Meine Erfahrungen haben gezeigt, daß sich die praktische Realisierung von Canevaros Theorie in den Schulen und im Alltag noch nicht vollständig durchgesetzt[5], aber trotzdem schon an vielen Stellen Eingang in die schulische Praxis und in die alltägliche Arbeit mit beeinträchtigten Menschen gefunden hat. Canevaro genießt mittlerweile einen gewissen Einfluß, man schenkt ihm auch auf höheren Ebenen, wie z.B. dem italienischen Unterrichtsministerium, Gehör. Aber Veränderungsprozesse wickeln sich sehr langsam ab.

Die Angst vor Veränderungen und Neuerungen ist grundsätzlich -zumindest anfangs- immer groß. Ganz allgemein ist in der Geschichte der Pädagogik zu beobachten, daß es "ReformpädagogInnen" immer schwer hatten, sich durchzusetzen (vgl. dazu auch Feuser 1995). Als besonders positiv am italienischen Schulsystem empfinde ich die Tatsache, daß alle Kinder gemeinsam 8 Jahre lang die Schule besuchen, bevor es zu einer Auslese kommt. Italienische ErziehungsexpertInnen halten es für verfrüht, wie es z.B. in Österreich praktiziert wird, Kinder schon nach 4 Volks- bzw. Grundschuljahren zu selektionieren. Ich habe in Italien gelernt, meine eher radikalen Integrationsansprüche von früher zu mäßigen. Canevaro hat mich gelehrt, den "Weg als Ziel" zu sehen. Die Erfahrungen in diversen Schulen haben mir gezeigt, daß es keinen Sinn hat, nur dann von Integration zu sprechen, wenn z.B. "22,5 Rahmenbedingungen" bedingungslos erfüllt werden. Die Absolutheitsansprüche von manchen deutschsprachigen IntegrationsverfechterInnen erscheinen mir heute oft als unrealstisch. Gerade am Beispiel von Sonia, der schwer geistig beeinträchtigten Protagonistin in meinem zweiten Unterrichtsfilm über die "scuola media" (einer italienischen Mittelschule), habe ich tagtäglich miterlebt, welche positiven Auswirkungen der Schulbesuch auf sie hatte. Die Rahmenbedingungen waren bei Sonia sicherlich nicht günstig: Es gab zuviel Frontalunterricht und zuwenig Projektunterricht in ihrer Klasse, sodaß eine Integration in den Unterricht praktisch kaum möglich war. Trotzdem war ihre Anwesenheit in der Klasse sowohl für sie selbst als auch für ihre MitschülerInnen sehr wichtig. Diese lernten, mit einer schwer geistig beeinträchtigten Altersgenossin umzugehen, und Sonia machte große Fortschritte in ihrem Sozialverhalten. Es war wohltuend mitzuerleben, daß ihre Anwesenheit in der ganzen Schule selbstverständlich war. Daß in Italien eine Integration oft trotz des Nichtvorhandenseins aller Rahmenbedingungen zustandekommt, hängt auch mit der großen Improvisationsbegabung[6] und einer flexiblen, nicht rigiden Einstellung der betroffenen Personen und Institutionen zusammen. Fehlt in einer Schule noch immer ein Lift, obwohl er schon vor Jahren beantragt worden war, und kommt es zur Einschreibung eines/einer gehbehinderten Schülers/in, dann werden gemeinsam Lösungen gesucht und gefunden. Entweder werden alle Stunden im Parterre abgehalten, oder es finden sich Personen, die den/die betreffende Schüler/in täglich auf und ab tragen: das können "bidelli" [7] sein, oder LehrerInnen oder "MitschülerInnen", die sich gegenseitig abwechseln. In einer solidarisch denkenden Schule ist das kein Problem. Außerdem gibt es in Italien auch kein "wahnhaftes Sicherheitsdenken".

In diesem Sinne kann es dann auch manchmal zu einem Eingreifen oder zu einer Vorgehensweise des Schulpersonals kommen, die unter Umständen nicht immer vollständig versicherungsrechtlich abgesichert sind. Wenn man ein beeinträchtigtes Kind 10 Stufen hochtragen muß und dies versicherungsrechtlich nicht gedeckt ist, nimmt ein/eine Italiener/in nicht an, daß ihm/ihr ausgerechnet in diesen zwei Minuten etwas passiert. Durch diese nicht rigide und nicht ängstliche Einstellung läßt es sich "leichter leben und arbeiten". Hinter vielen "Rahmenbedingungs"-diskussionen verstecken sich Ängste oder Abwehr gegenüber integrativen Maßnahmen. Die Integration eines beeinträchtigten Kindes zu verhindern, weil zwei Rahmenbedingungen fehlen, zeugt von einem kulturellen Selbstverständnis, das die Bürokratie und den Perfektionismus in den Vordergrund stellt und nicht den Menschen. Eine weitere wichtige Erkenntnis, die ich aus meinem Forschungsaufenthalt gezogen habe, ist die Tatsache, daß die Integration eines beeinträchtigten Menschen in unsere Gesellschaft bzw. seine Nichtaussonderung ein Netz von unterstützenden Maßnahmen, Personen und Einrichtungen, wie sie zum Teil in der Dissertation vorgestellt wurden, notwendig macht.

In Italien sind diese unterstützenden Maßnahmen gesetzlich geregelt, und es gibt sie sowohl für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche als auch für erwachsene beeinträchtigte Menschen. Es gibt aber regionale Unterschiede, weil der Staat einige Kompetenzen an die Gemeinden delegiert hat und diese unterschiedlich darauf reagieren. In Bologna und in vielen Gemeinden der Emilia-Romagna gibt es ein sehr gut ausgebautes unterstützendes Netz für beeinträchtigte Menschen. Integration kann nicht funktionieren, wenn sie nur von zwei hochengagierten IntegrationslehrerInnen in einer Klasse praktiziert wird und diese vom Rest der Schule und der Gemeinde isoliert bzw. in keinster Weise unterstützt werden, wie ich es schon des öfteren im deutschsprachigen Raum erlebt habe[8]. Außerdem war es zumindest bis vor kurzem in Österreich und Deutschland noch weitgehend so, daß nur sehr engagierte Eltern, meist intellektuelle, die Kraft, das Wissen und das Geld hatten, für die Integration ihres beeinträchtigten Kindes zu kämpfen (vgl. Schöler 1994; Feuser 1995). In Italien brauchen Eltern seit 20 Jahren nicht mehr für die Integration ihrer beeinträchtigten Kinder zu kämpfen bzw. hatten es nie so schwer wie in Deutschland oder Österreich, denn in Italien gab es nie ein perfekt differenziertes und spezialisiertes Sonderschulwesen bzw. eine auf Hochschulebene verfochtene Geistigbehindertenpädagogik (vgl. dazu Feuser 1995). Diesen "exaltierten Perfektionismus" kennen die ItalienerInnen nicht und auch nicht den "absoluten Gehorsam". In Italien sind im Faschismus keine beeinträchtigten Menschen ermordert worden. Kamen faschistische Truppen in ein Dorf, so versteckte man seine beeinträchtigten Kinder oder Angehörigen in Klöstern[9].

Auch heute ist es so, daß eine Einladung vom staatlichen oder privaten Fernsehen in Italien an einen Euthanasiebefürworter wie Singer, der für die Ermordung von beeinträchtigten Säuglingen öffentlich eintritt, undenkbar wäre (vgl. Kauermann 1992). Sehr oft werde ich in Italien auf die blutige Vergangenheit von Österreich und Deutschland angesprochen. Auch wenn ich persönlich nichts dafür kann, schäme ich mich oft für alle jene, die mit ihrem "absoluten Gehorsam" den Wahnsinn zugelassen haben. In einem Treffen mit ErasmusstudentInnen an der Universität Bologna im Juni 1993 nannte Cuomo[10] zwei Arten von Intelligenz: Es gibt eine Intelligenzform, die Waffen und Konzentrationslager produziert und eine andere, positive Intelligenz, die dem Zusammenleben der anderen zugewandt ist und die es versteht, Orte und Möglichkeiten für das Wohlbefinden zu schaffen. Ein Punkt, den ich schon in meiner Diplomarbeit behandelt habe, aber an dieser Stelle noch einmal aufgreifen möchte, ist das Thema "Angst" im Zusammenhang mit dem Umgang mit beeinträchtigten Menschen. Milani-Comparetti hat sich mit diesem Thema eingehend beschäftigt (vgl. Kauermann 1992, Reiser 1987). Die Angst, die bei der Konfrontation mit beeinträchtigten Menschen entsteht, muß verarbeitet werden. Wird sie das nicht, kann das den Integrationsprozeß verhindern. Dies gilt sowohl für Eltern und Angehörige beeinträchtigter Menschen als auch für all diejenigen, die mit beeinträchtigten Menschen beruflich zu tun haben (KindergärtnerInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen, TherapeutInnen etc.).

Aus diesem Grund ist es außerordentlich wichtig, daß all diese Personengruppen regelmäßig die Möglichkeit zu einer Supervision bekommen, die von einem/einer IntegrationsexpertIn durchgeführt werden sollte. Anhand der Erfahrungen in Bologna und der Emilia-Romagna, wo die Fort- und Weiterbildung für Personen, die mit beeinträchtigten Menschen arbeiten, Pflicht ist, kann man ihre Wichtigkeit ermessen. Die Fort- und Weiterbildungsseminare finden alle berufsbegleitend statt. Methoden wie die Monografie oder die institutionelle Analyse können in diesen Veranstaltungen nützliche Instrumente sein, um konstruktiv die eigene Arbeit zu analysieren und zu reflektieren (vgl. Cocever 1983). Es gibt auch in Italien noch viele Probleme. Sparmaßnahmen von Seiten des Staates gehen immer wieder mit Kürzungen im Sozialbereich einher. Trotz des einen oder anderen Rückschrittes sind sich aber alle über eines einig, daß die Integration bzw. die Nichtaussonderung von beeinträchtigten Menschen in ihren Grundfesten nicht mehr erschüttert werden kann!



[1] Ich vertrete hier den gleichen Ansatz wie in meiner Diplomarbeit, daß erst die "Aussonderung" beeinträchtigter Menschen "Integration" nötig macht. Deshalb wäre es angemessener, nicht die "Integration", sondern die "Nichtaussonderung" von beeinträchtigten Menschen zu fordern (vgl. Kauermann 1992).

[2] Ich verwende in diesem Text statt der üblichen Bezeichnung "behinderte Menschen" weitestgehend die Bezeichnung "beeinträchtigte Menschen". Ich halte mich hierbei an ein Konzept von Canevaro (1993), in dem er auf die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen Behinderung (handicap) und Beeinträchtigung (deficit) hinweist. Unter Beeinträchtigung versteht er einen (meist) organischen, irreversiblen Schaden, der als Faktum akzeptiert werden muß, wie z.B. die Trisomie 21 oder eine Querschnittsläsion. Als Konsequenz daraus ergeben sich eine Serie von Behinderungen. Ein Kind mit Trisomie 21 hat Lernprobleme, Sprachprobleme etc., eine Person mit einer Querschnittsläsion kann nicht gehen etc.. Zu diesen primären Folgeerscheinungen reihen sich dann noch Behinderungen, die durch das soziale Umfeld, aufgrund psychologischer und architektonischer Barrieren verursacht werden. Fundamental ist also die Mitverantwortung des sozialen Umfeldes an der Behinderung eines Menschen (vgl. Canevaro 1993).

[3] Im Rahmen dieses Artikels kann nicht im Detail auf die Integrationspädagogik Canevaros eingegangen werden.

[4] Im Italienischen ist der Begriff "Andersartigkeit", "diversità" in keinster Weise so negativ besetzt wie im deutschen Sprachgebrauch.

[5] Die Integration von beeinträchtigten Kindern in Kinderkrippen und Kindergärten und in Volks- bzw. Grundschulen würde ich in Bologna und der Emilia-Romagna als sehr zufriedenstellend bezeichnen. Schwieriger, aber nicht unmöglich, wird die Integration in der "scuola media", von der auch mein zweiter Unterrichtsfilm handelt, bzw. im Gymnasium. Schwachpunkte sind vor allem das Festhalten vieler LehrerInnen am Frontalunterricht und das "Springen" der StützlehrerInnen, d.h. daß sie auf verschiedene Klassen aufgeteilt sind. Außerdem gibt es in Italien noch immer zuviele architektonischen Barrieren.

[6] Vergleiche dazu auch Petra Weis 1992.

[7] "Bidelli" sind SchulmitarbeiterInnen, nichtlehrendes Schulpersonal. Sie sind nicht nur für das Putzen und Sauberhalten zuständig, sondern sie beaufsichtigen in den Pausen oder in Abwesenheit der LehrerInnen auch die Klassen und helfen allen Kindern, also auch beeinträchtigten Kindern, bei allen möglichen Problemen. Sie werden nicht umsonst "die guten Geister" in der Schule genannt.

[8] Die österreichischen Schulklassen waren im Vergleich zu italienischen Schulklassen viel schöner eingerichtet mit Holzvertäfelungen, neuen Bänken und Stühlen etc.. Aber wie ich es aus eigener Erfahrung erlebt habe, ist es letztendlich nicht das "perfekt eingerichtete" Klassenzimmer, worauf es ankommt

[9] Diese Information stammt aus einem Interview mit Prof. Canevaro im Juni 1993.

[10] Auch Dr. Nicola Cuomo lehrt an der Universität Bologna und ist neben Canevaro eine wichtige Persönlichkeit im Integrationsbereich in Bologna und der Emilia-Romagna. Von ihm gibt es ein von Jutta Schöler übersetztes Buch auf Deutsch (vgl. Literaturverzeichnis).

Einleitung zur Ausilioteca[11]

Prof. Canevaro empfahl mir die "Ausilioteca" als ersten Praktikumsplatz. Er selbst arbeitete auch in Forschungsprojekten der "Ausilioteca" mit, und eine ehemalige Studentin von ihm ist dort Psychopädagogin. Als ich die "Ausilioteca" im Rahmen meines Praktikums kennenlernte, hatte ich das Bedürfnis, die "Entdeckung Ausilioteca" an interessierte Personen im deutschprachigen Raum weiterzugeben. Gleichzeitig war mir aber bewußt, daß dies schriftlich schwer möglich sein würde. Ich hatte das Medium "Film" schon vorher für mich als Mittel entdeckt, um meine Erfahrungen in den diversen Praktikumsstellen in Italien festzuhalten. Auf diese Weise entstand ein Unterrichtsfilm über die "Ausilioteca", der zusammen mit zwei anderen Filmen (über die Integration in einer italienischen Mittelschule und über ein Dokumentationszentrum) den Schwerpunkt meiner Dissertation bildete.

Den großen Vorteil der "Ausilioteca" sehe ich darin, daß es sich um eine unabhängige Einrichtung handelt, die nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern als neutraler Vermittler für die optimale Wahl von technischen Hilfsmittel für die einzelnen beeinträchtigten KlientInnen fungiert. Das Wort "Ausilioteca" stammt von "ausilio", was im Italienischen "Hilfe" bedeutet (vgl. Sansoni 1994, S.55). In der Praxis versteht man in Italien unter "ausilio" aber ein Hilfsmittel, und bezogen auf die alltägliche Praxis der "Ausilioteca" werden mit "ausilii" vor allem technische Hilfsmittel gemeint. Die "Ausilioteca" ist also demnach ein Ort, wo man technische Hilfsmittel vorfindet. Die "Ausilioteca" entstand 1981 aus einer Gruppierung von freiwilligen MitarbeiterInnnen. Sie wollten Menschen mit zum Teil schweren motorischen Beeinträchtigungen helfen, zu kommunizieren und sich in ihrem Umfeld autonom bewegen zu können. Erst 1989 wurde die "Ausilioteca" eine offizielle, formale Einrichtung, die zum einen von der Behindertenvereinigung AIAS finanziert wird und zum anderen von der nationalen Gesundheitsbehörde. Die "Ausilioteca" ist eine öffentliche Einrichtung, die sich mit den Problemen von Personen jeden Alters beschäftigt, die durch eine meist körperliche Behinderung in ihrer Kommunikationsfähigkeit mehr oder weniger eingeschränkt sind und/oder Schwierigkeiten bei der Kontrolle ihres sozialen Umfeldes haben.

Die "Ausilioteca" ist eine Beratungsstelle, die sich mit folgenden Problemen beschäftigt:

  • Möglichkeiten einer Computerbenutzung auch für schwer beeinträchtigte Personen;

  • Probleme, die sich im Zusammenhang mit der schulischen Eingliederung oder mit der Eingliederung am Arbeitsplatz ergeben;

  • Probleme, die im Zusammenhang mit Wohnen und Freizeit stehen.

Ziel der Arbeit des "Ausilioteca"-Teams ist es, die Autonomie von beeinträchtigten Personen - so weit es geht - mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln, Computerprogrammen und individueller psychopädagogischer Beratung zu erreichen bzw. zu fördern. In der "Ausilioteca" entfalten sich verschiedene Aktivitäten mit einer Vielfalt von Zielen und Inhalten: Sie werden anschließend in übersichtlicher Weise zusammengefaßt dargestellt. Diese gesonderte Darstellungsweise ist zweckdienlich, um die einzelnen Aktivitäten näher zu beschreiben, andererseits ist es ebenso wichtig hervorzuheben, daß die einzelnen Aktivitäten nicht getrennt gesehen werden dürfen, weil sie sich in der täglichen Arbeitsrealität gegenseitig ergänzen und weil sie interferieren.

Die "Ausilioteca" ist in ihrer Einmaligkeit eine dynamische Realität, die verändert, ohne Bezugsmodelle zu haben: Schwerpunkt bleiben jedoch immer die Analyse und die Rationalisierung der Komplexität, die unvermeidlich in jedem der Fälle gegenwärtig ist (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).



[11] Als Basis für diesen Text dienten mein einmonatiges Praktikum in der "Ausilioteca", der Software- bzw. der Hardwarekatalog und Experteninterviews mit den einzelnen MitarbeiterInnen der "Ausilioteca".

Das Arbeitsteam

Von Anfang an plante man, ein multidisziplinäres Arbeitsteam zusammenzustellen, da die zu behandelnden Aspekte sehr komplex sind und die Ganzheitlichkeit einer Person berücksichtigen und in der Folge Spezialisierungen sowohl im technischen, wie auch im medizinischen und psychopädagogischen Bereich vorsehen. Das Team besteht aus:

  • einer Psychopädagogin: Sie sorgt dafür, daß in der "Ausilioteca" nicht nur die technischen Probleme gesehen werden, sondern daß die Personen mit ihren Beeinträchtigungen und ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Betrachtungsweise stehen.

  • einem Elektroingenieur: Eine seiner Hauptaufgaben ist es, neue Technologien und Forschungsergebnisse zu koordinieren.

  • einem Informatiker/Techniker: Er ist sowohl für die Instandhaltung als auch für die Umänderung der Hilfsmittel zuständig. Außerdem beschäftigt er sich mit der Hardware und dem Telematikbereich.

  • zwei InformatikerInnen und professionelle BehindertenbetreuerInnen: Die Informatikerin (mit der Zusatzausbildung zur professionellen Behindertenbetreuerin) beschäftigt sich damit, die KlientInnen mit dem für sie/ihn individuell abgestimmten Hilfsmittel vertraut zu machen. Sie hilft z.B. den KlientInnen bei der Einübung eines neuen Computerprogrammes in verschiedenen Lebensbereichen, wie der Schule, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Ihr Kollege ist für das Sammeln von Softwarematerial zuständig und bietet eine Serviceleistung an, die man "Softwarevision" nennt und sich an all jene richtet, die im pädagogisch-rehabilitativen Bereich arbeiten und mit beeinträchtigten Menschen zu tun haben, vor allem mit Kindern.

  • einem Physiologen: Er arbeitet nur stundenweise in der "Ausilioteca". Er nimmt, wenn erforderlich, an den Beratungsstunden teil, um eine Einschätzung über die motorischen Fähigkeiten der beeinträchtigten KlientInnen zu geben.

  • einer Sekretärin.

Von Zeit zu Zeit arbeiten in der Ausilioteca auch Zivildiener, PraktikantInnen oder beeinträchtigte Personen, die im Rahmen eines Arbeitsplatzbeschaffungsprojektes dort eine Art "Probelehre" machen können.

Das Arbeitsfeld des "Ausilioteca"-Teams

  • Kommunikationsprobleme von beeinträchtigten Menschen

  • Kontrolle des Umfeldes von beeinträchtigten Menschen

  • Software für beeinträchtigte Kinder und Erwachsene

Die Aktivitäten lassen sich im einzelnen unterteilen in:

  • Beratungstätigkeit

  • Technische Hilfsmittel

  • Information und Dokumentation

  • "Promozione" und Weiterbildung

  • Interregionale Arbeitsgruppe zur Errichtung weiterer, der "Ausilioteca" ähnlicher Strukturen

  • Studium und Forschung

Am wichtigsten für das "Ausilioteca"-Team ist die Tatsache, daß ihre Arbeit im Dienste des Menschen mit Beeinträchtigung steht. Der Mensch und seine Beeinträchtigung stehen im Mittelpunkt der ganzen Arbeit, sein Wohlbefinden und seine Autonomie sind die Hauptziele, an deren Realisierung gearbeitet wird. In diesem Sinne erklären sich alle Aktivitäten, die im Rahmen der "Ausilioteca" stattfinden (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Die Beratungstätigkeit

Eine der wichtigsten Aufgaben der "Ausilioteca" ist ihr kostenloser Beratungsservice. Die KlientInnen sind in erster Linie beeinträchtigte Menschen jeden Alters, aber auch Leute, die im Behindertenbereich tätig sind, wie z.B. LehrerInnen, pädagogische BetreuerInnen, BetreuerInnen von beeinträchtigten Menschen, TherapeutInnen etc.. Hauptziel ist immer, den KlientInnen zu einer größtmöglichen Autonomie in ihrer Kommunikationsfähigkeit und in der Bewältigung ihres Alltages zu verhelfen. Manchmal geht es aber z.B. nur darum, daß Computerspiele gesucht werden, die auch für schwer beeinträchtigte Personen geeignet sind. In vielen Fällen geht es darum, Kindern, die aufgrund motorischer Probleme nicht in der Lage sein werden, mit der Hand zu schreiben, einen frühzeitigen Zugang zum Computer zu ermöglichen. Insgesamt handelt es sich bei der Beratung um einen komplexen Eingriff, der oft weitere Interventionsschritte nach sich zieht. In der Beratungssituation wird zuerst besonderer Wert darauf gelegt, das vorhandene Problem zu analysieren. Dann werden Lösungsvorschläge gemacht, Hypothesen aufgestellt, Proben mit den "ausilii" gemacht, um ihre Funktionalität zu testen. Es folgt eine Umsetzung der Ergebnisse, eine Einweisung in den korrekten Gebrauch des Hilfsmittels, das sich bei den Proben am meisten bewährt hat und letztendlich eine Verifizierung.

Die Beratungstätigkeiten werden je nach den verschiedenen Bedürfnissen unterteilt in:

  1. Beratung von Menschen mit Beeinträchtigung,

  2. Beratung von BehindertenbetreuerInnen und

  3. Softwareberatung

(vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

ad a) Die Beratung von Menschen mit Beeinträchtigung

Es wird großer Wert darauf gelegt, daß bei den Beratungsgesprächen der Klient bzw. die Klientin mit Beeinträchtigung und die ihm bzw. ihr nahestehenden Personen (sowohl Fachleute, wie auch Familienangehörige) direkt involviert werden.

Bei beeinträchtigten Kindern z.B. werden neben den Eltern auch die betreuenden PhysiotherapeutInnen, KindergärtnerInnen oder (Stütz)lehrerInnen, LogopädInnen etc. eingeladen.

Die Beratungen erfolgen im multidisziplinären Team. In der Regel führt die Psychopädagogin das Einführungsgespräch. Für die einzelnen spezifischen Fragestellungen intervenieren dann der Physiologe, der Informatiker und der Elektroingenieur. Die Beratungstätigkeit findet nicht nur innerhalb der "Ausilioteca" statt, sondern je nach den Bedürfnissen der KlientInnen wird flexibel in die verschiedenen Lebensumfelder eingegriffen. Wenn es darum geht, zu Hause durch technische Hilfsmittel Erleichterungen zu schaffen, fahren die "Ausilioteca"-MitarbeiterInnen zu den beeinträchtigten Menschen nach Hause. Wenn es darum geht, am Arbeitsplatz technische Hilfestellung zu leisten, greifen sie am Arbeitsplatz ein.

Im Falle eines Mannes, der nach einem Unfall schwerstbehindert im Spital das Bett nicht verlassen konnte, fuhr das Team ins Spital und installierte ihm rund ums Bett technische Hilfen, um mit Hilfe von Sensoren einen Computer, den Fernseher und eine Stereoanlage selbständig betätigen zu können. Es geht letztendlich um eine Verbesserung der Lebensqualität des beeinträchtigten Menschen in dem für ihn relevanten Umfeld (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

ad b) Die Beratung für BetreuerInnen von beeinträchtigten Menschen

Diese Beratung nehmen nicht nur BetreuerInnen von beeinträchtigten Personen in Anspruch, sondern auch SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen, (Stütz)lehrerInnen, TherapeutInnen, LehrerInnen, DiplomandInnen und StudentInnen, sowie Familienangehörige von beeinträchtigten Menschen.

Bei den Anfragen geht es um einen Vergleich und um ein Vertiefen in folgenden Bereichen:

  • Methoden des Zugangs und der Intervention,

  • Lösungsmöglichkeiten mit Hilfe technischer Hilfsmittel und

  • Dokumentation

(vgl. Bitelli/Viglietti 1995)

ad c) Die Software-Beratung

Die "Ausilioteca"-MitarbeiterInnen sammeln Softwarematerial aus dem pädagogischen und heilpädagogischen Bereich. Aufgrund der großen Nachfrage aus ganz Italien hat sich auf diesem Sektor eine eigene Beratungstätigkeit entwickelt, die sich an alle Berufsgruppen richtet, die in unterschiedlichsten Weisen mit beeinträchtigten Personen zu tun haben. Dieses Service beinhaltet auch die Belieferung der einzelnen KundInnen mit Informationsmaterial und Software (vgl. Benedettini/Rouame 1995).

Aus den Beratungssituationen geht klar hervor, daß mit der Spezialisierung der einzelnen Fachleute oft eine fehlende Kenntnis der Gesamtsituation einhergeht. Weiters fehlt auch oft ein Austausch von Wissen und Informationen zwischen den einzelnen betreuenden (Fach)leuten. In dieser Hinsicht spielt die "Ausilioteca" die Rolle eines "Koordinators" (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Die technischen Hilfsmittel ("ausilii")

Die permanente Ausstellung

Das vorhandene ausgestellte Material umfaßt Hardware und Software aus dem In- und Ausland. Es entspricht den Erfordernissen für eine Erstvorführung der technischen Hilfsmittel und erlaubt die Möglichkeit, im Rahmen der Beratung Proben durchzuführen. Für die Ausstellung werden natürlich auch alle neu erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten gesammelt, die oft einmalig sind, sowohl für den spezialisierten Markt der Behindertenhilfsmittel als auch für den freien Markt.

Die Hilfsmittel, mit denen in der "Ausilioteca" abgesehen von der Software am meisten gearbeitet werden, sind Sensoren, Kommunikatoren, Vorrichtungen zur Umweltkontrolle und Computertastaturen:

Sensoren sind spezielle Vorrichtungen, die es Personen mit zum Teil schweren motorischen Beeinträchtigungen ermöglichen, ihre Restbewegungsfähigkeit einzusetzen, um andere Apparaturen, wie z.B. Kommunikatoren oder Vorrichtungen zur Umweltkontrolle, zu kontrollieren. Der Sensor hat in diesem Sinne eine Vermittlerrolle zwischen der Person mit Beeinträchtigung und ihrem Umfeld.

In der "Ausilioteca" gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Typen von Sensoren, die für jede/jeden Klientin/Klienten genau ausgesucht und angepaßt werden müssen, um auch die minimalsten Restbewegungen ausschöpfen zu können. Es gibt z.B. Sensoren, die man drücken, andere die man streifen muß, Sensoren, die auf Blasen reagieren oder auf die Bewegung des Augenlides, andere wiederum auf ein leichtes Drehen oder Beugen des Kopfes.

Die Kommunikatoren sind Systeme für die interpersonale Kommunikation. Es kann sich um technisch sehr einfache Lösungen handeln, wie z.B. eine Scheibe aus Plexiglas, auf die entweder Buchstaben oder Symbole geklebt werden. Eine sprachbehinderte Person kommuniziert in diesem Fall entweder, indem sie die einzelnen Buchstaben mit der Hand oder mit dem Fuß andeutet oder indem sie jeden Buchstaben mit dem Blick fixiert. Technisch kompliziertere Apparaturen ermöglichen z.B., daß beim Drücken eines Symboles eine vorprogrammierte Aussage entweder gesprochen oder geschrieben wird, wie z.B. "Ich habe Hunger".

Vorrichtungen zur Umweltkontrolle helfen Menschen mit Beeinträchtigung, autonomer zu leben. Es handelt sich vor allem um spezielle Fernbedienungen, die es ermöglichen, das Licht ein- und auszuschalten, Türen und Fenster zu öffnen und zu schließen, Fernseher, Stereo und andere elektrische Geräte zu bedienen. Eine gewöhnliche Fernbedienung für den Fernseher kann z.B. durch eine programmierbare Fernbedienung ersetzt werden, die keine Tasten hat, sondern ein Abtastsystem, wobei jede mögliche Funktion in einer bestimmten Reihenfolge aufleuchtet und auf diese Weise mit einer einzigen Bewegung mit Hilfe eines Sensors von einer schwer beeinträchtigten Person bedient werden kann. In der "Ausilioteca" gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Computertastaturen. Eine herkömmliche Computertastur kann z.B. für eine beeinträchtigte Person zugänglich gemacht werden, indem man ein einfaches Schutzschild darüberlegt, das ihr ermöglicht, die einzelnen Tasten besser zu bedienen. Für andere Arten von Beeinträchtigungen ist es nötig, die ganze Tastatur entweder zu verkleinern oder in anderen Fällen stark zu vergrößern.

Eine spezielle Form stellt die "programmierbare" Tastatur dar. Sie besteht aus einer Fläche von sensiblen Membranen, die es ermöglichen, je nach Wunsch und Notwendigkeit die Form und Dimension der Tastatur individuell zu gestalten.

Auch die große Anzahl von spezieller Software ist Teil der permanenten Ausstellung von Hilfsmitteln. Besonders wichtig sind jene Programme, die Personen mit Beeinträchtigung einen Computerzugang erlauben, ohne die herkömmliche Tastatur und die Mouse verwenden zu müssen. Die Tastatur kann z.B., wie schon erwähnt wurde, im Computerbildschirm integriert sein und mit Kopf- und Handbewegungen bedient werden. In ganz schweren Fällen ist es möglich, mit nur einer einzigen Bewegung den Computer zu bedienen. Auf der abgebildeten Tastatur leuchtet in einer bestimmten Reihenfolge jeder Buchstabe einzeln auf oder wird vom Computer benannt. Möchte man diesen Buchstaben schreiben, betätigt man mit einer Kopf-, Hand-, Fuß- oder Zungenbewegung[12] den jeweiligen Sensor, woraufhin dann der Computer diesen Buchstaben schreibt. Dank der ständigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Zentren und Firmen im In- und Ausland ist das Wissen der "Ausilioteca" immer auf dem neuesten Stand. Die permanent laufende Ausstellung der "Ausilioteca" ist der wichtigste Bezugspunkt für alle, die im Behindertenbereich arbeiten, wie auch für die Betroffenen selbst. Zahlreiche Firmen beliefern die "Ausilioteca" kostenlos mit Hilfsmitteln und Informationsmaterial für die Ausstellung (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Bewertung und Katalogisierung der Hilfsmittel

Alle in der "Ausilioteca" präsentierten Produkte werden Analysen und Proben unterzogen. Die daraufhin erfolgende Bewertung orientiert sich nach den vorhandenen Bedürfnissen der KlientInnen.

Aufgrund der Notwendigkeit, das zahlreich vorhandene Material zu ordnen und eine strukturierte Information über alle vorhandenen technischen Hilfsmittel zu gewährleisten, kam es zur Publikation von zwei Katalogen: einem "Hardware-Katalog" und einem "Software-Katalog" (vgl. Bitelli/Mingardi 1995 und Benedettini/Rouame 1995).

BBS

Anfangs arbeitete man in der "Ausilioteca" nur mit der Datenbank BBS (Bulletin Board System). Sie ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigung, sich über ihren Heimcomputer Zugang zu verschiedenen Programmen der "Ausilioteca" zu verschaffen. BBS ist noch immer in Verwendung, man versucht aber allmählich, nur mehr mit Internet zu arbeiten.

Internet

Auf Internet wurde ein Archiv angelegt, das die "Ausilioteca" und all ihre Aktivitäten beschreibt und verschiedene Ressourcen in ganz Italien und im Ausland zugänglich macht. Außerdem wurden alle in der "Ausilioteca" vorhandenen Hilfsmittel katalogisiert. Jedes Hilfsmittel ist somit auf Internet abrufbar, mit einer Kurzbeschreibung, einer Bewertung und auch kommerzieller Information versehen. Dies gilt auch für die gesammelte Software, die in der "Ausilioteca" getestet und beschrieben wurde und nun auf Internet auf der ganzen Welt zugänglich ist.

Die Internetadresse der "Ausilioteca" lautet: http://www.ausilioteca.org (Stand: 31.10.2006, Link aktualisiert durch bidok)

Die Werkstatt

Die gut ausgestattete Werkstatt der "Ausilioteca" erlaubt es, daß an schon vorhandenen Hilfsmitteln Veränderungen vorgenommen werden können, um sie den Erfordernissen der beeinträchtigten Menschen entsprechend individuell anzupassen.

Bei außergewöhnlichen Nachfragen erfolgt eine eingehende Suche am vorhandenen Markt, oder, falls man die Hilfsmittel nicht individuell anpassen kann, werden in der "Ausilioteca" eigene Entwürfe ausgearbeitet, die dann, wenn notwendig, in Zusammenarbeit mit außenstehenden Personen in Prototypen umgesetzt werden, wie z.B. der Kopfvorrichtung für Andrea (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Information und Dokumentation

Informationsservice

Die "Ausilioteca" informiert über folgende Themen: Technische Hilfsmittel, Personen, Firmen, Servicestellen und Bibliografien.

Diese Aktivität wird auch durch die Unterstützung der italienischen und ausländischen Datenbanken (SIVA, CONET) und durch telematische Verbindungen vollzogen.

Dokumentationsservice

Auf internationaler Ebene werden gesammelt und verfügbar gemacht:

  • bibliografisches Material (Bücher, Zeitschriften, Publikationen, Schriftstücke, Kataloge, etc.) und

  • audiovisuelles Material.

Es werden Beschreibungen über die Hilfsmittel und methodische Kriterien einer möglichen Intervention angefertigt. Des weiteren werden Themen über die Autonomie und die soziale Integration beeinträchtigter Personen ausgearbeitet und publiziert, z.B. Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem erfolgt eine Aufbereitung und/oder Übersetzung der Hardware- und Softwarehandbücher (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

"Promozione" und Weiterbildung

Unter "promozione" versteht man nicht nur Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch den Versuch, die Gesellschaft in Hinblick auf die Förderung einer Integrationskultur zu sensibilisieren. Zielgruppe sind all jene Personen, die mit beeinträchtigten Menschen zu tun haben und Interesse an deren Autonomie entwickelt haben. Weiterbildungslehrgänge, die vom "Ausilioteca"-Team gehalten werden, richten sich einerseits an Personen, die im Behindertenbereich tätig sind, andererseits direkt an beeinträchtigte Menschen. Sowohl die "promozione" als auch die Lehrgänge bringen folgende Aktivitäten innerhalb und außerhalb der "Ausilioteca" mit sich:

  • Teilnahme an Seminaren, Kongressen und Fortbildungskursen;

  • Teilnahme an Fachmessen und Ausstellungen über "ausilii";

  • Leitung von Weiterbildungskursen für Personen, die in der Rehabilitation oder in der Schule mit beeinträchtigten Menschen arbeiten;

  • Organisation von Präsentationen der "ausilii" von Seiten der Erzeuger und der Händler;

  • Teilnahme an nationalen und internationalen Bewegungen, die das Ziel einer kulturellen Weiterentwicklung verfolgen;

  • strukturierte Zusammenarbeit mit Schulen, Zentren etc..

Im Moment befinden sich in Italien nicht genügend Einrichtungen, die sich auf "ausilii" spezialisiert haben. Eine "Ausilioteca", so wie sie im Rahmen dieser Arbeit vorgestellt wird, befindet sich nur in Bologna, eine ähnliche Struktur gibt es in Mailand.

Die große, landesweite Nachfrage machte es notwendig, daß sich in jeder Region Italiens Arbeitsgruppen formierten, die lokal tätig wurden. Aus diesem Grund sind "promozione", Fortbildungskurse und eine laufende Unterstützung bzw. strukturierte Zusammmenarbeit mit diesen lokalen Gruppen und Zentren unerläßlich (vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Die interregionale Arbeitsgruppe

zur Errichtung weiterer, der "Ausilioteca" ähnlicher Strukturen

Während des Kongresses HANDImatica (vom 30. Jänner bis 1. Februar 1997) in Bologna erfolgte die offizielle Zusammensetzung einer interregionalen Arbeitsgruppe mit dem Sitz in der "Ausilioteca". Sie besteht aus Personen, die in anderen Regionen Italiens schon auf diesem Gebiet in verschiedensten Einrichtungen arbeiten.

Die Arbeitsgruppe hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Erschließung der schon bestehenden Ressourcen, Auflistung und Verbreitung der Informationen;

  • Wissens- und Interessensaustausch (Methoden, Erfahrungen, technisches Know-how,...);

  • Errichtung eines Netzwerkes zum gegenseitigen Austausch und zur Integration von Ressourcen bezogen auf die unterschiedliche inneritalienische Situation;

  • Ausarbeitung von Beiträgen für die Qualifizierung der Servieceleistungen verschiedener Institutionen;

  • Förderung eines umfassenden Wachstums des Sektors auf verschiedenen Ebenen.

(vgl. Bitelli/Viglietti 1995).

Studium und Forschung

Das Studium und die Forschung bilden einen wichtigen Sektor innerhalb der "Ausilioteca", um auf alle Anfragen immer angemessene Antworten liefern zu können. Im Rahmen der ständigen Forschungsarbeiten auf diesem Sektor sind diverse Projekte entstanden, die sich mit folgenden Themen befassen:

  • Psychopädagogik, mit den Schwerpunkten "Spiele" und "Identitätsentwicklung" von Menschen mit Beeinträchtigungen;

  • Rehabilitation (Integration zwischen Hilfsmittel und rehabilitativer Praxis);

  • Rehabilitation/Pädagogik (befaßt sich mit der Methode des Gebrauchs von Software bei Beeinträchtigungen, Lernstörungen und Sprachschwierigkeiten im rehabilitativen und im schulischen Bereich);

  • Technologie (beinhaltet Forschungen und Experimentieren mit Produkten und das Entstehen neuer Projekte);

  • Teilnahme an nationalen Arbeitsgruppen, um bei der Definition und Festlegung von Standards und gemeinsamen Protokollen mit folgenden Themen maßgebend mitentscheiden zu können:

- Klassifikation und Katalogisieren der Hilfsmittel und Erfahrungen;

- Methodologie des Eingriffes;

- Zugänglichkeit der technologischen Apparate.

  • Die Bereiche "Studium und Forschung" machen das Vorhandensein eines "Netzes nationaler Zusammenarbeit" erforderlich, das oft den Charakter einer kontinuierlichen und strukturierten Beziehung annimmt:

- Forschungstätigkeit (Zentren, Universität etc.);

- Serviceleistungen (USL[13], Schulen, Vereinigungen etc.);

- Produktivität.

Zusammenarbeit mit dem Ausland

Die "Ausilioteca" arbeitet an diversen Austausch- und Forschungsprogrammen im Rahmen der EU mit; es besteht außerdem auch noch eine Zusammenarbeit mit den USA.



[12] Im Unterrichtsfilm über die "Ausilioteca" wird ein junger Mann, Andrea, vorgestellt, der aufgrund seiner schweren spastischen Lähmung nur seine Zunge unter Kontrolle hat. In der "Ausilioteca" wurde für ihn eine Kopfvorrichtung kreiert, um einen Sensor vor Andreas Mund anzubringen. Auf diese Weise kann Andrea nun über seine Zunge am Computer arbeiten.

[13] "Unità Sanitaria Locale" sind die lokalen staatlichen Gesundheitsdienste. Fachleute der USL (ÄrztInnen, PschologInnen, SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen etc.) begleiten den gesamten Integrationsprozeß eines beeinträchtigten Menschen (von der Geburt bis zum Tod). Für Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren ist im speziellen das "Servizio Materno Infantile" zuständig. Danach wird die Betreuung eines beeinträchtigten Erwachsenen problemlos von einer anderen USL-Abteilung übernommen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, daß auch diese Teams im Sinne der Integration und stark familienunterstützend arbeiten.

Schlußfolgerungen

Technische Hilfsmittel sind notwendig, um die Lebensqualität von Menschen mit hauptsächlich motorischen Beeinträchtigungen zu verbessern und ihre Autonomie zu erhöhen. Sie sollten als anerkanntes Recht für jeden Betroffenen gelten.

Wenn man die "Ausilioteca" kennenlernt, könnte man meinen, daß es für beeinträchtigte Menschen fast schon alle technischen Hilfsmittel gibt, von denen man vor nicht allzulanger Zeit nur träumen konnte. Regelmäßig kommen auch immer wieder neue technische Errungenschaften, neue Software etc. dazu. An dieser Stelle ist allerdings kritisch anzumerken, daß auf dem Gebiet der technischen Errungenschaften zwar Großartiges geleistet wurde und wird, daß sich aber die wenigsten Personen mit Beeinträchtigung diese leisten können, da die Anschaffungskosten sehr hoch sind und das nicht nur in Italien. Der Staat bzw. die Gesundheitsbehörde zahlt in den meisten Fällen nur für ganz bestimmte Geräte, die für absolut notwendig erachtet werden, wie z.B. Rollstühle oder Computer für spastisch gelähmte Kinder in der Schule. Handelt es sich aber um kompliziertere Hilfsmittel, die für das Überleben der betroffenen Person nicht absolut notwendig sind, zahlt der Staat nicht oder nur eine Teilsumme. So habe ich bis jetzt noch keinen beeinträchtigten Menschen kennengelernt, der ein technisches System bei sich zu Hause hat, das automatisch die Fenster und Türen schließt oder ein Gerät, das Personen, die ihre Hände nicht bewegen können, automatisch die Seiten eines Buches umblättert, etc. (vgl. Bitelli et al 1996).

Wenn also Menschen mit schweren motorischen Beeinträchtigungen mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln so autonom wie möglich leben wollen, dann müssen sie sehr viel Geld haben. Der Staat hat wie immer kein Geld (und das nicht nur in Italien), und offensichtlich besteht in den Augen der zuständigen staatlichen Behörden (Gesundheitsamt, Sozialamt etc.) nicht die Einsicht, daß auch schwer mehrfach beeinträchtigte Menschen ein Recht auf Autonomie haben, vor allem dann, wenn dies mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln realisierbar wäre. Dies ist aber kein spezifisch italienisches Problem, denn als Schwester eines schwer mehrfach beeinträchtigten Bruders weiß ich, wie mühsam, zermürbend und demütigend es ist, in Österreich beim Sozialamt einen Antrag auf einen Kostenzuschuß für "banale" technische Hilfsmittel, wie z.B. einen Treppensteiger, zu stellen. Die Gründe hierfür mögen viele sein. Vielleicht hat der Staat wirklich kein Geld. Vielleicht ist es aber so, daß man für diese Dinge kein Geld ausgeben will, denn bisher ging es ja auch ohne diese technischen Hilfsmittel. Vor nicht allzulanger Zeit "vegetierten" Menschen mit schweren motorischen Beeinträchtigungen, die aber geistig meistens nicht beeinträchtigt waren, den ganzen Tag in Heimen oder zu Hause vor sich hin, ohne irgendwelchen Aktivitäten nachzugehen. Es ist anzunehmen, daß dies in gewissen Ländern noch immer der Fall ist. Man glaubte beispielsweise, daß Menschen, wie z.B. schwere Spastiker, die nicht oder kaum sprechen konnten, auch geistig beeinträchtigt wären. Der Film "Joey" zeigt das sehr anschaulich. Heute können oder könnten diese Personen mit Hilfe eines Computers kommunizieren und haben sogar die Möglichkeit, zu arbeiten, wie das bei Glauco oder Andrea in meinem Film der Fall ist. Aber vielleicht wollen das einige Verantwortliche gar nicht. Vielleicht bekommen sie deshalb oft ihre Computer nicht bewilligt. Wozu soll ein schwerer Spastiker ein Buch schreiben? Es kostet dem Staat schon genug Geld, ihn zu waschen und zu füttern. Was würde es für Andrea, den schwer spastisch gelähmten Mann, den ich schon vorher erwähnt habe, bedeuten, keinen Computer zu haben? Er hätte überhaupt keine Möglichkeit, adäquat zu kommunizieren. Er spricht aufgrund seiner Beeinträchtigung so undeutlich, daß man ihn kaum verstehen kann. Mit Hilfe des Computers kann er alles ausdrücken, was er möchte, und er kann arbeiten. Er kann am Leben teilnehmen, er kann sich in den Alltag integrieren, z.B. mit einem von ihm geschriebenen Artikel in der Behindertenzeitschrift. Natürlich stellt die Benutzung eines Computers allein nicht die Lösung all der Probleme von Andrea dar, aber er ist ein Schritt in Richtung Autonomie und ein Hilfsmittel, um das Schweigen zu brechen.

Literatur

Benedettini; M.; Rouame, A. (a cura di): Catalogo Software. Azienda U.S.L. della Città di Bologna, Bologna 1995.

Bitelli, C.; Hoogerwerf, E.J.; Mingardi, A.; Rouame, A.; Viglietti V.: Fra bisogni, tecnologie, risorse. Unveröffentlichtes Manuskript der "Ausilioteca", Bologna 1996.

Bitelli, C.; Viglietti; V.: Ausilioteca. Servizio di supporto per gli ausili tecnologici. Scheda illustrativa sintetica. Unveröffentlichtes Manuskript der "Ausilioteca", Bologna 1997.

Bitelli, C.; Mingardi, A.(a cura di): Idee da Ausilioteca. (Ausili e idee che è possibile vedere e provare). Azienda U.S.L. della Città di Bologna, seconda edizione, Bologna 1995.

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Die Autorin

Mag. Nadja Kauermann, geboren 1963 in Graz, Studium der Erziehungswissenschaften und der Psychologie an der Universität Graz und Wien. Promotionsstudium der Pädagogik an der Universität Klagenfurt; Studium der Integrationspädagogik an der Universität Bologna/Italien; einjähriges Praktikum an diversen integrativ arbeitenden Einrichtungen im Schul- und Erwachsenenbereich; Mitarbeit in der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe von Prof. Canevaro in einem Integrationsprojekt des italienischen Wissenschaftsministeriums und in der Fort- und Weiterbildung; externe Lehrbeauftragte an der Universität Klagenfurt.

Viale Roma 5, I-40139 Bologna, Italia oder Ulrichsweg 30a, A-8045 Graz, Austria

Quelle:

Nadja Kauermann: Die "Ausilioteca" in Bologna

Erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft Nr. 1/98; Reha Druck Graz

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 31.10.2006

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