Drinnen oder Draußen?

Junge Frauen mit Behinderungen in Ausbildung und Erwerbstätigkeit

AutorIn: Helga Fasching
Themenbereiche: Arbeitswelt
Textsorte: Zeitschriftenartikel
Releaseinfo: Erschienen in: Behinderte Menschen, Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten, Nr. 5/2008, S.44-51 Behinderte Menschen (5/2008)
Copyright: © Behinderte Menschen 2008

1. Einleitung

Erwerbsarbeit und Beruf sind die wesentlichsten Aspekte gesellschaftlicher Teilhabe. Wer einer bezahlten und qualifizierten Arbeit nachgeht, sichert sich materiell ab, hat Kontakte, erfährt Bestätigung und ist in gesellschaftliche Prozesse integriert. Für Frauen und Männer mit Behinderungen ist der Zugang zu Ausbildung und Erwerbstätigkeit jedoch häufig mit Erschwernissen verbunden. Als besonders schwierig erweist sich dieser für Frauen mit Behinderungen: Sie erfahren Barrieren nicht nur aufgrund ihrer Behinderung, sondern auch wegen ihres Geschlechts. Untersuchungen weisen darauf hin, dass Frauen mit Behinderungen bei der beruflichen Eingliederung mehrfachen Benachteiligungen ausgesetzt sind, die mit dem Begriff der "potenzierten Behinderung" beschrieben werden können (AMS 2008; Buchinger & Gschwandtner 2007; Götzinger, Kreilinger & Pauser 2004). Ihre gesellschaftliche Teilhabe wird dadurch erheblich erschwert; sie sind im besonderen Maße von Arbeitslosigkeit betroffen und leben folglich häufig unter schwierigen finanziellen und sozialen Bedingungen (Arnade 2000; Niehaus 2007).

Eine gezielte Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf kann nur durch eine Kenntnis ihrer speziellen Barrieren ermöglicht werden. In den folgenden Ausführungen werden einzelne Barrieren näher beschrieben, die jungen Frauen mit Lernschwierigkeiten den Übergang von der Schule in den Beruf erschweren. Diese betreffen die geschlechtsspezifische Sozialisation in Familie und Schule, das Berufswahlverhalten und Berufswahlspektrum, das Bildungsniveau, soziale Einstellungen und die Arbeitsmarktlage.

2. Mögliche Barrieren

2.1 Familiäre Sozialisation

Die geschlechtsspezifische Sozialisation in der Familie beeinflusst die Berufswahl, die Berufsbiographie und die Lebensentwürfe von jungen Frauen mit Behinderungen. Da die Geschlechterrollen primär im Zuge der familiären Sozialisation vermittelt werden, stellen die Eltern und ihr Rollenverhalten entscheidende Einflussfaktoren bei der Berufswahl ihrer Kinder dar. Werthaltungen und Einstellungen der Eltern werden an ihre Kinder weiter vermittelt und wirken sich indirekt oder direkt auf die Berufswahl aus (Buchinger & Gschwandtner 2007; Friske 1995; Meyer-Rey 1997).

Orthmann (2000, 110) zeigt, dass junge Frauen mit Behinderungen im Vergleich zu jungen Männern mit Behinderungen weniger Unterstützung im häuslichen Umfeld bezüglich einer beruflichen Ausbildung bekommen. Durch traditionelle Rollenbilder und damit in Zusammenhang stehende Erziehungsziele der Eltern wird oft die Notwendigkeit einer beruflichen Ausbildung verkannt, da eine dauerhafte Berufstätigkeit für Sonderschulabgängerinnen kaum in Betracht gezogen wird. Die Erwerbstätigkeit der jungen Frauen mit Behinderungen wird vielmehr als Mittel zum Zweck betrachtet, um die Zeit zwischen Schulentlassung und Familiengründung zu überbrücken.

Bei jungen Frauen führen häufig Unsicherheit und Ängstlichkeit der Eltern zu Überbehütungstendenzen. Hinsichtlich der beruflichen Perspektive wird diesen jungen Frauen kaum zugetraut, dass sie sich als Erwachsene selbstständig ökonomisch versorgen können. Folglich werden junge Frauen mit Lernschwierigkeiten von ihren Eltern oftmals über viele Jahre hinweg in Abhängigkeitsverhältnissen gehalten, die es ihnen kaum ermöglichen, Selbstständigkeit zu erlangen (Buchinger & Gschwandtner 2007; Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft 1993; Friske 1995; Hamburger Arbeitsassistenz 2007; Meyer-Rey 1997).

2.2 Schulische Sozialisation

Die Schule geht auf die Sozialisationsfaktoren, die in der Familie wirksam werden, ein und reproduziert bzw. stabilisiert diese (Bundesministeriumfür Bildung, Wissenschaft und Kultur 2003). Im Durchschnitt stellen Buben etwa zwei Drittel und Mädchen etwa ein Drittel der Schüler/ innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Schildmann 2000, 33). Diese Quote kommt jedoch nicht aufgrund einer besonderen Förderung von Mädchen zustande, sondern aufgrund einer Sozialisation, die bei Mädchen stärker als bei Jungen Verhaltensweisen unterstützt, die in der Schule erwartet werden. So wirken Mädchen mit Behinderungen oft äußerlich nicht auffällig, wodurch ihre Anwesenheit in der Regelschule im Allgemeinen eher akzeptiert und auch toleriert wird (Friske 1995, 32).

Im Unterricht werden Buben von den Lehrpersonen stärker wahrgenommen, und ihnen kommt mehr Aufmerksamkeit zu als den Mädchen. Mädchen lernen bald, dass den Interessen und Wünschen der Buben und auch deren Aussagen eine größere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird als den eigenen. Sie erleben sich als gesellschaftlich unauffälliger und weniger anerkannt. Dies trifft in besonderem Maß auf Mädchen mit Lernschwierigkeiten zu, da sich diese in der Schule meist recht angepasst verhalten und alles tun, um ihre Beeinträchtigung zu kaschieren (Friske 1995, 32; Meyer-Rey 1997, 187). Zudem sind die Unterrichtsinhalte und Unterrichtsmaterialien oft mehr auf männliche Lebensinhalte ausgerichtet und beinhalten Stereotype der traditionellen Geschlechterrollen. Die Unterrichtsmaterialien und -hilfen der Sonderschule sind noch wesentlich stärker von sexistischen Ideologien geprägt als diejenigen anderer Schultypen. Auf der Basis dieser veralteten Lehrmaterialien orientiert sich der Unterricht stark an klassischen Rollenbildern. Damit ist die Schule eine Institution, die die Barrieren von Mädchen mit Behinderungen beim Übergang von der Schule in den Beruf verschärft (Friske 1995, 32).

2.3 Berufswahl

Berufswünsche wie Friseurin, Verkäuferin oder Kindergärtnerin entsprechen den traditionellen geschlechtsspezifischen Rollenbildern, die im Laufe der Sozialisation geprägt wurden. Diese Wunschberufe basieren auf Annahmen über "weibliches Arbeitsvermögen". Unter diesem Begriff werden Einstellungs- und Verhaltensmuster von Frauen wie Einfühlungsvermögen, Geduld und Flexibilität zusammengefasst. Ein Großteil der traditionell weiblichen Berufe entspricht diesen Kriterien. Soziale, pflegerische und erzieherische Berufe zum Beispiel weisen in ihrem Anforderungsprofil große Nähe zur Hausarbeit auf (Buchinger & Gschwandtner 2007; Bundesministerium für Bildung undWissenschaft 1993, Hamburger Arbeitsassistenz 2007).

Die Berufswahl von jungen Frauen ist durch den Wunsch nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geprägt und gestaltet sich daher komplexer als die der gleichaltrigen Burschen (Geissler & Oechsle 1994; Meyer-Rey 1999, 122). Dies gilt genauso für junge Frauen mit Behinderungen. Auch sie orientieren sich bei der Ausbildungs- und Berufswahl doppelgleisig. Ihr Selbstbild ist an späterer selbstständiger Lebensführung orientiert, die ihnen sowohl Berufstätigkeit als auch Familienorientierung ermöglichen soll. Frauen mit Behinderungen streben daher genauso einen Ausbildungsberuf an, sind aber bei ihrer Berufswahl zweifach benachteiligt: Einerseits haben sie aufgrund ihrer Behinderung nur eine geringe Auswahl an Ausbildungsberufen zur Verfügung, andererseits wird aufgrund ihrer Geschlechterrolle die geringe Berufsauswahl durch die doppelte Orientierung auf Beruf und Familie weiter eingeschränkt. Daher verlaufen die biographischen Werdegänge von Mädchen mit Behinderungen oft völlig konträr zu ihren Vorstellungen (Theis-Scholz 2001, 164 ). Der Unterschied zwischen beabsichtigter und verwirklichter Ausbildung ist im Vergleich nach Bildungsstand und Geschlecht bei weiblichen Sonderschulabsolventinnen am größten, da die tatsächlichen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt wesentlich von Geschlecht und Schulabschluss bestimmt werden (Born 1996; Friske 1995; HamburgerArbeitsassistenz 2007).

2.4 Berufswahlspektrum

Nicht nur in der bevorzugten Berufswahl von jungen Frauen, sondern auch im Berufswahlspektrum lassen sich im Vergleich zu jungen Männern geschlechtsspezifische Unterschiede bzw. Barrieren ausmachen. Junge Frauen mit Behinderungen erreichen im Vergleich zu jungen Männern mit Behinderungen zwar die besseren Schulabschlüsse (prozentual mehr Hauptschulabschlüsse nach einem freiwilligen zehnten Schuljahr und weniger Schulentlassungen ohne Abschluss), allerdings kehrt sich die zunächst bessere Situation der Mädchen bezüglich der Schulabschlüsse in eine schlechtere Ausbildungssituation im Vergleich zu Burschen mit Behinderungen um. In Angeboten der beruflichen Rehabilitation sind junge Frauen mit 40 % deutlich unterrepräsentiert (HamburgerArbeitsassistenz 2007, 7).

Nach Orthmann (2000, 109) haben mehr junge Frauen mit Behinderungen als junge Männer mit Behinderungen (28,2 % zu 17,6 %) keine Berufsausbildung.

Typische Ausbildungsberufe für junge Frauen sind vornehmlich im einfachen Dienstleistungssektor (hauswirtschaftlich-technische Helferinnen, Verkäuferinnen, Friseurinnen) angesiedelt. Gewerblich-technische Berufe spielen bei jungen Frauen mit Behinderung kaum eine Rolle (Buchinger & Gschwandtner 2007; ibv 1997; Sigot 2004).

In traditionell typischen Frauenberufen fehlt die Möglichkeit, weitergehende Berufsperspektiven zu entwickeln, was diese Berufe zu "Sackgassenberufen" (Born 1996) macht. Die von Frauen als Erstausbildung präferierten Berufe werden gehäuft bereits nach der Ausbildung wieder aufgegeben, da sie eine hohe Belastung, schlechte Bezahlung, ungünstige Arbeitszeiten und oftmals prekäre Beschäftigungsverhältnisse sowie geringe Aufstiegsmöglichkeiten mit sich bringen. Auch das gesellschaftliche Ansehen typischer Frauenberufe ist durchwegs niedrig, was sich besonders in der schlechten Bezahlung dieser Tätigkeiten zeigt (Niehaus 2007; Nissen, Keddi & Pfeil 2003, 50 ff.). Häufig korrigieren Frauen mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen ihren gewählten "Erstberuf" durch eine Neuausbildung oder Umschulung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation (Vonderach, Hermann & Beyer 1996). Die prozentuale Verteilung im Bereich der Ausbildung und Umschulung in der beruflichen Rehabilitation Erwachsener liegt bei 40 % weibliche und 60 % männliche Teilnehmer (Auskunft, Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum Wien, April 2008). Ergebnisse aus Studien zur Teilhabe von Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen an Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation weisen darauf hin, dass Frauen auch deshalb seltener Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation in Anspruch nehmen, weil sie einerseits von den RehabilitationsberaterInnen dazu nicht in der Häufigkeit motiviert werden wie ihre männlichen Kollegen, und andererseits das Ausbildungsangebot für Frauen enger gefasst ist als das für Männer und oft nicht ihrem Interesse entspricht (Locker 1993; Schön 2004)

Die Notwendigkeit einer beruflichen Ausbildung für eine autonome Lebensgestaltung wird von Frauen anscheinend noch häufiger verkannt als von Männern. Junge Frauen nehmen bestehende Möglichkeiten aber auch seltener wahr als junge Männer, in der Berufsberatung wird durch Lehrpersonen oder Berufsberater/innen bei ihnen nicht in ausreichendem Mass auf ein erweitertes Berufswahlspektrum hingewirkt. Dies kann auch darauf hindeuten, dass traditionelle Berufswahlmuster in der Beratung zu wenig transparent gemacht werden (Buchinger & Gschwandtner 2007; Granato & Schittenhelm 2004; ibv 1997 Orthmann 2000).

2.5 Bildungsniveau

Es ist allgemein bekannt, dass das Bildungsniveau und die Arbeitsmarktchancen einer Person in einem engen Zusammenhang stehen. Doch nach wie vor verfügen 43 % aller in Österreich lebenden Frauen über keine Berufsausbildung und haben damit erhebliche Schwierigkeiten, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen (IHS 2001, 15). Dies trifft besonders auf junge Frauen mit Behinderungen zu, da diese in der Regel ein sehr niedriges Bildungsniveau aufweisen. Dieterich (1989, 374) konstatiert in diesem Zusammenhang, dass "fehlender Hauptschulabschluß und nicht vorhandene Berufsausbildung die Arbeitslosigkeit geradezu prädisponieren". Für die Gruppe der jungen Frauen mit Behinderungen gilt, dass ihre "Behinderung" sich somit als Ausdruck und Folge einer längeren Kette von Benachteiligungen darstellt, die bei den sozialen Lebensbedingungen in Kindheit und Jugendalter beginnen, sich in einer schlechteren bzw. ungenügenden Ausbildung fortsetzen und - falls diese Frauen überhaupt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden - das hohe Risiko beinhalten, später wieder arbeitslos zu werden.

2.6 Soziale Einstellungen und Vorurteile in Betrieben

Soziale Einstellungen und Vorurteile wirken sich auf die Aufnahme in den Betrieb, auf die Zuweisung des Arbeitsplatzes und auf die Akzeptanz als vollwertige Arbeitskollegin aus. Da von der Gesellschaft bestimmte Erwartungen an die Rolle der Frau gestellt werden, die von Frauen mit Behinderungen meist nicht erfüllt werden können, sind sie Vorurteilen im besonderen Mass ausgesetzt. Vielfach ist schon das Geschlecht allein relevant für die Personalauswahl. Als frauenspezifische Aspekte der Personalrekrutierung gelten mehrere geschlechtsbezogene Problembereiche: Schicht- und Nachtarbeitsverbot für Frauen, mögliche Mutterschaft und damit einhergehenden Betreuungspflichten, Arbeitsanforderungen, Waschanlagen und Toiletteeinrichtungen sowie befürchtete Probleme in der Zusammenarbeit von Frauen und Männern (Blumberger 1996). Die Vorbehalte gegenüber Frauen werden durch die vorgefassten Meinungen über Behinderung verschärft. Folglich scheitern Frauen mit Behinderungen vielfach schon in der Bewerbungsphase.

2.7 Beschäftigung

Ein Indikator für die Barrieren im Berufsleben ist die geringe Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Behinderungen. Diese liegt deutlich unter der Erwerbsbeteiligung der männlichen Vergleichsgruppe und der Erwerbsbeteiligung in der altersgleichen Gesamtbevölkerung.

Benachteiligungen in der Erwerbsarbeit schlagen sich nicht zuletzt in der Entlohnung nieder. Bei den Frauen mit Behinderungen, die überwiegend durch Erwerbsarbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten, liegt das monatliche Nettoeinkommen im Durchschnitt niedriger als das der Männer mit Behinderungen (Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, 2003). Dies führt dazu, dass die finanzielle Situation vieler Frauen mit Behinderungen bemerkenswert schlecht ist (Niehaus 1997, 243, 2007). Untersucht man die Lohnunterschiede differenziert nach Geschlecht und Behinderung, so kommt man zum Ergebnis, dass fast ein Drittel der Lohnunterschiede bei den Männern und fast die Hälfte bei den Frauen der Diskriminierung zugeschrieben werden können. Neben dieser Diskriminierung erfahren Frauen mit Behinderungen zusätzlich noch geschlechtsspezifische Lohndiskriminierungen (Niehaus 1996, 219).

Des Weiteren ist die Situation des regionalen Arbeitsmarktes ein Faktor, ob junge Frauen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz erhalten. Junge Frauen aus strukturschwächeren Gebieten erfahren hierbei die größten Barrieren bei der beruflichen Integration. Ihnen ist eine Ausbildung weit weg von der Familie oft nicht möglich, da der Ablösungsprozess von der Familie vielfach noch nicht abgeschlossen ist, oder sie die dafür notwendige Selbstständigkeit noch nicht erlangt haben.

2.8 Zusammenfassung

Die Barrieren, denen junge Frauen mit Lernschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf gegenüberstehen, sind vielschichtig. Schon im Verlauf der Sozialisation in Familie und Schule werden die Grundlagen für das spätere Berufswahlverhalten und die damit verbundenen Chancen am Arbeitsmarkt gelegt. Zentral dabei sind die Geschlechterrollen und die damit einhergehenden Geschlechterrollenstereotypen in unserer Gesellschaft. Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung schlägt sich in der Berufswahl von jungen Frauen mit Behinderungen nieder, da diese genauso wie junge Frauen ohne Behinderung in ihrer Lebensplanung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anstreben. Junge Frauen hoffen, diese Vereinbarkeit durch die Wahl eines typischen Frauenberufs zu erreichen. Allerdings weisen gerade diese Berufsfelder besonders ungünstige Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und ungenügende soziale Absicherung auf.

Erschwerend kommt für junge Frauen mit Behinderungen hinzu, dass vorwiegend nur jene Tätigkeiten als für sie geeignet erachtet werden, die dem Bereich der einfachen Dienstleistungen zuzuordnen sind. Gerade solche Tätigkeiten gehen aber mit besonders niedrigem sozialen Ansehen, besonders niedrigem Verdienst und besonders hoher Personalfluktuation einher. All diese Faktoren führen dazu, dass Frauen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt massiv benachteiligt sind und das Schlusslicht am Arbeitsmarkt bilden. Frauen mit Behinderungen sind im Erwerbsleben einer potenzierten Benachteiligung durch Geschlecht und Behinderung ausgesetzt, die eine berufliche Schlechterstellung gegenüber Frauen ohne Behinderungen, aber auch gegenüber Männern mit Behinderungen mit sich bringt. Durch ihre prekäre Situation am Arbeitsmarkt sind Frauen mit Behinderungen im besonderen Maß von finanzieller Armut und Arbeitslosigkeit betroffen.

3. Ausblick

Die Ausführungen zeigen, welche Bedeutung die einzelnen Barrieren für junge Frauen mit Behinderungen beim Übergang von der Schule in den Beruf haben können. Schulische, außerschulische und betriebliche Maßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigungschancen müssen in Methode und Zielsetzung den besonderen Bedürfnissen dieser jungen Frauen entsprechen. Aus Studien (vgl. z.B Buchinger & Gschwandtner 2007; Sigot 2004; Witt-Löw & Breiter 2005; Witt-Löw & Breiter 2006) geht hervor, dass Frauen und Männer mit Behinderungen noch immer nicht geschlechtsspezifisch wahrgenommen werden. "Eine geschlechtsspezifische Beratung jenseits traditioneller Rollenbilder habe sich auch in den verschiedenen Einrichtungen nicht vollständig durchgesetzt." (Buchinger & Gschwandtner 2007, 109)

Aufgabe von Maßnahmen müsste es auch sein, die geschlechtsspezifischen Benachteiligungen der jungen Frauen mit Behinderungen auszugleichen. Bereits in der Berufsorientierung und -beratung sollte den jungen Frauen deutlich gemacht werden, welche negativen Konsequenzen die Wahl eines typischen Frauenberufes für die spätere Erwerbslaufbahn haben kann. Voraussetzung dafür ist, dass Professionelle im Feld der beruflichen Integration (BerufsberaterInnen, ClearerInnen, ArbeitsassistentInnen) um die strukturellen Barrieren dieser Berufe Bescheid wissen. Ziel der Beratung soll es ein, die Wahrnehmung geeigneter Berufe auszuweiten und in bestehenden Feldern nach Nischen zu suchen, die besonders für junge Frauen mit Behinderungen geeignet sind. BeraterInnen im Feld der beruflichen Integration benötigen nicht nur Wissen und Erfahrung im Bereich "Behinderung und Arbeit"; sie benötigen auch eine "genderspezifische Berufsberatungskompetenz".

Berufsorientierende und -begleitende Praxisansätze zu konzipieren setzt vielfältige Initiativen voraus. Einige sollen hier genannt werden:

  • Einbeziehung von jungen Frauen mit Behinderung als ExpertInnen in Planungsund Umsetzungsprozesse einzelner Maßnahmen

  • Orientierungsangebote, die an den Interessen der jungen Frauen ansetzen und lebensweltliche Bezüge herstellen

  • Aufgreifen des Peer Involvement: Zum Beispiel berichten junge Frauen mit Behinderung, die bereits in Ausbildung oder Beschäftigung sind, als Mentorinnen über ihre Entscheidungsprozesse

  • Berufswahlorientierung mit dem Ziel, die Medienkompetenz zu verbessern, Einsatz von Methoden der Handlungsorientierung und Empowerment

  • zahlreiche Praktika, um unterschiedliche Berufe praxisnah kennenzulernen, auch in für Frauen untypischen Arbeitsbereichen

  • betriebliche Mentorinnen zur Unterstützung

(Hamburger Arbeitsassistenz 2007; Schön 2004, Niehaus 2003).

Das Projekt "talente" bei der Hamburger Arbeitsassistenz hat zwischen 2005 und 2007 ein Angebot zur Förderung von Frauen mit Lernschwierigkeiten im Prozess beruflicher Orientierung und Qualifizierung erarbeitet. Die im Rahmen des Projektes entwickelten Angebote (Gruppentreffen, Workshops und Forschungsprojekte) stehen unter der Leitidee von Empowerment; sie sollen die Möglichkeiten selbstgesteuerter beruflicher Erkundungsprozesse gewähren, die Selbstwahrnehmung aktivieren und das Selbstvertrauen junger Frauen mit Lernschwierigkeiten stärken. Aufgrund vielfältiger methodischer Einsatzmöglichkeiten können die Berufswahlkompetenzen der jungen Frauen mit Lernschwierigkeiten verbessert und die beruflichen Perspektiven erweitert werden (Hamburger Arbeitsassistenz 2007). Aktuell wird in Österreich das "Projekt - Studie: Gender Mainstreaming", beauftragt vom Bundessozialamt Oberösterreich, durchgeführt. Im Projekt wird eine Analyse der bestehenden Maßnahmen mit dem Ziel verfolgt, Maßnahmerichtlinien zur Optimierung für die bessere berufliche Integration junger Frauen und Männer mit Benachteiligungen zu erreichen.

Abschließend muss gesagt werden, dass zu diesem Beitragsthema kaum empirische Ergebnisse vorliegen, was auch deutlich macht, dass die spezifischen Barrieren für junge Frauen mit Behinderung bei der beruflichen Integration nicht als solche erkannt bzw. anerkannt werden. Weitere soziale Einflussfaktoren wie migrantischer Hintergrund (Firnhammer 2006) oder Mutterschaft (Hermes 2008; Unterlercher 2002) können den beruflichen Einstieg von Frauen mit Behinderungen zusätzlich noch erschweren; zu diesen komplexen Themenfeldern fehlen auch Forschungen, aus denen ein Verbesserungsbedarf für die Praxis abgeleitet werden könnte. In nur wenigen Fällen wird in Studien zu den einzelnen Problemlagen der NutzerInnen von Maßnahmeangeboten in der beruflichen Integration ein geschlechtsspezifischer Blick eingenommen. Häufig wird die Variable Geschlecht in Untersuchungen nicht berücksichtigt, obwohl aufgrund vielfältiger struktureller Bedingungen gerade diese als Integrationshemmer für Ausbildung und Erwerbstätigkeit besonders für Frauen mit Behinderung gilt. Für zukünftige Forschungsprojekte (Auftragsstudien, Evaluationen) sowie im Rahmen von Konzeptionen und Umsetzungen von Maßnahmen ist eine Sensibilisierung in Bezug auf die Geschlechtsspezifik wünschenswert, damit das Geschlecht - ebenso eine ausgrenzende Dimension neben existierender Behinderung - in Diskussion und Handlungsperspektiven aufgenommen wird.

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Die Autorin

Univ.-Ass. Dr.in Mag.a Helga Fasching

Institut für Bildungswissenschaft

Universität Wien

helga.fasching@univie.ac.at

Studium der Pädagogik/Psychologie an der Alpen Adria

Universität in Klagenfurt und an der De Montfort University

in Leicester/England; seit 2000 Univ.-Ass. am Institut für

Bildungswissenschaft der Universität Wien (Forschungseinheit

Heilpädagogik und Integrative Pädagogik); vorher Arbeitsassistentin

bei autArk - Integrationsfachdienst Kärnten;

Systemische Familientherapeutin. Forschungsschwerpunkte:

Berufliche Integration am Übergang vom Bildungs- ins Berufssystem,

berufliche Teilhabeerfahrungen von Menschen

mit Lernschwierigkeiten, Qualitätsssicherung in Maßnahmen

der beruflichen Integration.

Quelle:

Helga Fasching: Drinnen oder Draußen? Junge Frauen mit Behinderungen in Ausbildung und Erwerbstätigkeit

Erschienen in: Behinderte Menschen, Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten, 5/2008

bidok - Volltextbibliothek: Wiederveröffentlichung im Internet

Stand: 15.05.2013

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